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Bitte vormerken: Weltuntergang am 21.12.2012

Medienpsychologe: "Solche Theorien lenken von Alltagsproblemen ab"

02.02.2009

Wer gegenwärtig die Jahreszahl "2012" in einer Internet-Suchmaschine eintippt, erhält eine Auflistung einer fast unüberschaubaren Zahl von Webseiten, die sich mit dem Thema Weltuntergang beschäftigen. Verantwortlich hierfür ist der im Internet und durch verschiedene Buchveröffentlichungen verbreitete Glauben vieler Erdenbürger, dass am 21. Dezember 2012 das Ende der Welt bevorsteht. Genau um Mitternacht springt nämlich in der Zeitrechnung der einstigen Maya-Hochkultur Südamerikas der Kalender zum ersten Mal seit mehr als 5.000 Jahren wieder auf null. Am darauf folgenden Tag wird die Sonne dann bei der Wintersonnenwende im Zentrum unserer Galaxis stehen. Obwohl von Expertenseite bereits des öfteren darauf hingewiesen wurde, dass der Glaube an den Weltuntergang an diesem Tag auf keinerlei wissenschaftlich beweisbaren Fakten beruht, steigt die Zahl der weltweit verstreuten Anhänger der umstrittenen Theorie stetig an.

"Solche Weltuntergangstheorien sind für die Menschen im Grunde genommen immer eine Möglichkeit, sich von den aktuellen Problemen ihres Alltags abzulenken", stellt Peter Vitouch, Medienpsychologe und Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien fest. Im Zeitalter des Internets könnten sich derartige Thesen wesentlich stärker und schneller verbreiten als noch vor einigen Jahren. "Die meiste Aufmerksamkeit kann heute sicherlich im Web erregt werden. Im Internet können sich zudem all diejenigen Leute, die sich für diese Theorien interessieren, viel effizienter vernetzen und so ihre weitere Distribution ankurbeln", betont Vitouch. Davon, dass es aufgrund der rasanten Verbreitung der Weltuntergangstheorie gleich zu einer weltweiten Massenhysterie kommen wird, geht der Medienpsychologe allerdings nicht aus. "Solche Theorien sind nicht neu. Zu Nestroys Zeiten hatten die Menschen Angst vor Kometen, zur Jahrtausendwende befürchteten sie den Zusammensturz der Computersysteme und jetzt wird der Maya-Kalender als brauchbares Motiv für das Ende der Welt herangezogen", so Vitouch.

Das Datum des 21.12.2012 fasziniert die Gelehrten bereits seit der Wiederentdeckung der Zeitrechnung der Maya vor etwa einhundert Jahren. Vor allem die spezifische Position, mit der sich die Sonne an diesem Tag in die Gestirne einreiht, war immer wieder Anlass für verschiedenste wilde Theorien, die inhaltlich vom endgültigen Untergang der Welt bis zur Ankunft eines "kosmischen Besuchs" reichen.

Quelle: pte

Auch Hollywood lässt sich dieses Thema natürlich nicht entgehen:


 

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