Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Sternschnuppen

Wie gefährlich ist der Steinschlag aus dem All ?

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2005 lohnt es sich aufzubleiben. In dieser Nacht können Sternschnuppen mit bloßem Auge am Himmel beobachtet werden. Grund dafür ist der Meteorstrom der Perseiden, der auf den Kometen Swift-Tuttle zurückgeht. Das Magazin Reader’s Digest berichtet in seiner August-Ausgabe über Einzelheiten des Schauspiels und bietet darüber hinaus Hintergrund-Informationen zum Thema Steinschlag aus dem All. Demnach erreichen die Sternschnuppen bei ihrem Flug durch die Erdatmosphäre eine Geschwindigkeit, die 270 Mal schneller als ein Passagierflugzeug ist.

Das helle Leuchten der Sternschnuppen sorgt seit Ewigkeiten für Diskussionsstoff. Romantische Menschen freuen sich am Anblick, Wissenschaftler hingegen versuchen die Flugbahn der Himmelskörper zu analysieren. Sternschnuppen sind die Lichter, die entstehen, wenn Gesteinsbrocken aus dem Weltraum in die Erdatmosphäre stürzen. In den meisten Fällen verglühen diese Gebilde aus Staub, gefrorenem Wasser und Gasen. Nur selten schlagen unverglühte Reste – Meteoriten genannt – auf der Erde auf. Eines der spektakulärsten Beispiele ist das Nördlinger Ries auf der Schwäbischen Alb, wo vor fast 15 Millionen Jahren ein 500 bis 1000 Meter großer Steinbrocken niederging und einen mehr als 20 Kilometer großen Krater hinterließ. Aber auch aus der jüngeren Vergangenheit gibt es aktenkundige Fälle. So fielen im August 2002 unweit von Schloss Neuschwanstein Bruchstücke einer Sternschnuppe vom Himmel. Forscher errechneten, dass das Ursprungsgewicht des Gesteinsbrockens bei rund 300 Kilogramm gelegen haben muss.

Seit Jahren versuchen Experten weltweit, die Meteoriten und ihre Gefahren für die Erde noch intensiver zu erforschen. Vor allem in den USA laufen mehrere Überwachungsprogramme, um die gefährlichen Brocken im Weltraum zu finden und ihre Flugbahnen zu bestimmen. Ersten Ergebnissen zufolge haben die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Berlin rund 1.000 bis 1.200 Kleinplaneten identifiziert, die der Erde im Prinzip relativ nahe kommen können. Aus Sicht der Forscher stellen aber auch kleinere Brocken eine Gefahr für die Menschen auf der Erde dar, weil selbst ein 100 Meter großes Objekt auf Grund seiner hohen Geschwindigkeit mehr Zerstörungskraft hat als die größte nukleare Bombe, die je gezündet wurde. Aus Sicht von Gerhard Hahn vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt steigt jedenfalls die Wahrscheinlichkeit, dass die Erde in den nächsten Jahren wieder mal von einem Meteoriten getroffen wird: "Man schätzt, dass es 100.000 Objekte zwischen 100 und 1000 Meter Durchmesser gibt."

Quelle: Reader's Digest

 

Top Themen

Top Links