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Umfrage : Wovor haben die Österreicher Angst ?

Schwere Krankheit und die Kürzung staatlicher Leistungen sind die größten Zukunftsängste; Umweltthemen verlieren angesichts der Wirtschaftkrise stark an Bedeutung.

15.07.2009

Die "Generali-Zukunftsstudie 2009" zeigt teils dramatische Veränderungen beim subjektiven Angstempfinden der ÖsterreicherInnen auf. Die anhaltende Diskussion um die Finanzierungsprobleme staatlicher Leistungen und die Wirtschaftskrise im Allgemeinen waren wohl die wichtigsten Auslöser für diese beachtlichen Veränderungen.

Stand 2005 noch die Angst vor globaler Umweltverschmutzung an der Spitze der Existenzängste, so rangiert dieses Risiko heute nur noch auf Platz 11. Auch die Bedrohung durch Auswirkungen des Klimawandels wird heute bei weitem nicht mehr so dramatisch empfunden wie noch vor vier Jahren. Dieses Risiko wurde von Platz 4 auf den 12. Rang zurückgereiht.

Was den ÖsterreicherInnen derzeit am meisten Kopfzerbrechen bereitet, ist die Angst vor schwerer Krankheit. Dadurch fühlen sich die Menschen in diesem Land am stärksten bedroht, während sie 2005 diese Gefahr erst an sechster Stelle genannt haben.

Auch die Angst vor einer Kürzung der staatlichen Pension ist heute gravierender ausgeprägt als noch vor vier Jahren. Rangierte diese Befürchtung damals nur auf Platz 5, so sehen sich die ÖsterreicherInnen nunmehr dadurch am zweitstärksten bedroht. Nahezu unverändert haben die 1.200 befragten Personen Angst vor einer Kürzung der Sozialleistungen (von Platz 2 auf Platz 3) und einer Kürzung der staatlichen Gesundheitsleistungen (von Platz 3 auf Platz 4).

Stark ins Bewusstsein gerückt ist innerhalb der vergangenen vier Jahre das Thema Pflege. Die von einem professionellen Markt- und Meinungsforschungsinstitut für die Generali Versicherung erstellte Studie zeigt auf, dass sich die ÖsterreicherInnen deutlich stärker sorgen, einen Pflegefall in der Familie zu haben. Sah man dieses Risiko 2005 mit einer Platzierung auf Rang 14 offenbar noch nicht als sehr bedrohlich, so macht die Vorreihung auf Platz 6 eine starke Bewusstseinsbildung deutlich. Davor rangiert noch die Angst, selbst ein Pflegefall zu sein.

Massiv gestiegen ist die Sorge der ÖsterreicherInnen um die Sicherheit ihres Eigentums - sowohl durch kriminelle Übergriffe als auch durch Naturgewalten. Befürchtungen hinsichtlich eines Einbruchs und Diebstahls nannten die Menschen 2005 erst an 17. Stelle, jetzt allerdings bereits an 7. Stelle. Deutlich höher wird heute auch das Risiko eingeschätzt, dass es zu einer Vernichtung von Eigentum durch Brand oder Naturkatastrophen kommen könnte. Dieses Risiko wurde von Platz 18 auf Rang 9 vorgereiht.

Als Opfer der Wirtschaftskrise ist offenbar das wichtige Thema Umwelt zu sehen. Wurde die globale Umweltverschmutzung 2005 noch als Existenzangst Nummer 1 gesehen, so ist diese Problematik mittlerweile auf den 11. Rang abgerutscht. Ähnlich gesunken ist die Furcht vor Existenz bedrohenden Auswirkungen des Klimawandels - vom 4. auf den 12. Platz.

Was uns beim Ergebnis der Studie fehlt, ist die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, die in Zeiten wie diesen sicherlich auch einen der ersten Plätze einnimmt. Dies dürfte aber offenbar nicht abgefragt worden sein...

Quelle: ots, red

 

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