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Ökotextilien : Klimawandel im Kleiderschrank

Klimaschonend hergestellt und frei von Schadstoffen

16.01.2007

Bildquelle: die umweltberatung / Ingrid Tributsch
Frühlingshafte Temperaturen im Jänner machen Lust auf Frühlingsmode. Doch wie beeinflusst die neueste Kollektion das Klima der Zukunft? Die Produktion von Textilien ist ökologisch problematisch. Verschmutzte Flüsse, enormer Pestizid- und Energieeinsatz und die Verwendung von Farb- und Hilfsstoffen belasten Umwelt und Gesundheit. "die umweltberatung" informiert über klimaschonende Alternativen.

Rund die Hälfte aller Kleidungsstücke wird aus Baumwolle hergestellt. Baumwolle gilt als natürliches Material, doch: "Baumwolle wird im konventionellen Anbau stark mit Pestiziden behandelt. Bis ein T-Shirt fertig ist, folgen weitere chemische Behandlungsmethoden", erklärt Umweltberaterin Mag. Michaela Knieli. Die Auswirkungen des konventionellen Baumwollanbaus in Monokultur zeigen sich z.B. am dramatischen Verschwinden des Aralsees, dessen Wasser für die Bewässerung von Baumwolle verwendet wird. Das Volumen des Aralsees ist seit den 1960er Jahren um 70 % gesunken. Durch den intensiven Baumwollanbau nehmen die Pestizid- und Schwermetallrückstände im Aralsee zu, er gilt als einer der giftigsten Seen weltweit.

Die Baumwolle unterliegt vom Anbau bis zur Produktion eines T-Shirts unzähligen chemischen Behandlungen. "Auswirkungen des pestizidintensiven Baumwollanbaus sind verseuchtes Trinkwasser, höhere Krebsraten und erhöhte Kindersterblichkeit", warnt Michaela Knieli. Auch der hohe Energieverbrauch und der hohe Einsatz von Chemikalien entlang der textilen Kette sind ökologisch bedenklich und tragen maßgeblich zum Klimawandel bei.

Die klimaschonende Alternative sind Ökotextilien. Diese werden aus biologischen Rohstoffen gentechnikfrei und ohne den Einsatz von Pestiziden und von gesundheitsschädlichen Hilfsstoffen produziert. Der biologische Landbau unterliegt den Biorichtlinien und wird unabhängig kontrolliert. "Bio boomt - der Anbau von Biobaumwolle hat sich seit 2001 vervierfacht. Mit dem Kauf eines Bio T-Shirts halten Sie 7 m² Anbaufläche pestizidfrei", ermuntert die Umweltberaterin zum Öko-Shopping. Textilien aus Biobaumwolle werden über Naturtextilhandel und im Versand verkauft.

Das Infoblatt "Ökotextilien - gesunde faire Mode!" enthält Adressen für den Einkauf von Ökotextilien und kann kostenlos auf www.umweltberatung.at heruntergeladen oder um einen Unkostenbeitrag von EUR 1,50 plus Versandkosten bestellt werden.

Das Infoblatt "Textilien-Kennzeichnung" informiert über Labels und Kriterien von Ökotextilien und kann ebenfalls kostenlos auf www.umweltberatung.at heruntergeladen oder um EUR 1,50 plus Versand bestellt werden. Informationen und Bestellung bei "die umweltberatung" unter 01/803 32 32 oder 02742/718 29.

Quelle: die umweltberatung

 

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