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60 Jahre Genfer Konvention

Internationale Studie erhebt die Bedeutung des humanitären Völkerrechts

12.08.2009

Seit 60 Jahren wachen die vier Genfer Konventionen über die Menschenwürde in bewaffneten Konflikten. Sie setzen dem Krieg Grenzen und schützen die Opfer. Die am 12. August 1949 unterschriebenen Verträge und ihre Zusatzprotokolle bilden bis heute das Rückgrat des humanitären Völkerrechts. Anlässlich des Jubiläums hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) eine Umfrage in acht krisengebeutelten Ländern in Auftrag gegeben. "Für die Rotkreuz-Bewegung haben die Konventionen besondere Bedeutung", sagt Fredy Mayer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. "In ihnen ist das Mandat des IKRK festgelegt, das die rechtliche Grundlage für seine Tätigkeit darstellt: die Gefangenenbesuche der Mitarbeiter, die Hilfsaktionen in Kriegsgebieten und unsere beständige Forderung nach Einhaltung des humanitären Völkerrechts."

In den 60 Jahren seit der Unterzeichnung der Genfer Konventionen hat sich die Art und Weise wie kriegerische Auseinandersetzungen geführt werden, radikal geändert. "Herausforderungen sind die wachsende Komplexität von bewaffneten Konflikten und die Schwierigkeit zwischen Kämpfenden und Zivilisten zu unterscheiden", so Jakob Kellenberger, Präsident des IKRK. "Wir sehen regelmäßig Verletzungen des humanitären Völkerrechts, angefangen bei Massenvertreibungen von Zivilisten bis hin zur Misshandlung von Gefangenen. Die Rolle des IKRK besteht nicht nur darin, die Achtung der bestehenden Bestimmungen zu fördern, sondern auch zu beraten, wo das Recht - von einem humanitären Standpunkt aus - fortentwickelt werden muss." Von der hohen Relevanz des humanitären Völkerrechts zeugen die Ergebnisse einer jüngst vom IKRK in Auftrag gegebenen Studie. In einer Umfrage erhob das Institut Ipsos die Einschätzung von Menschen in acht Ländern, in denen bewaffnete Konflikte stattfinden (Afghanistan, Georgien, Haiti, Kolumbien, Demokratische Republik Kongo, Libanon, Liberia und Philippinen).

"Die Ergebnisse lassen eine breite Unterstützung für die Genfer Konventionen und das gesamte humanitäre Völkerrecht erkennen", sagt Mayer. "Es ist ermutigend, dass Menschen, trotz der Schrecken, die sie erlebt haben, einig sind, dass Verhaltensmuster wie Töten von Zivilisten, Entführungen, Folter und sexuelle Gewalt unannehmbar sind." Unterschiedlich beantwortet wird die Frage, ob die Genfer Konventionen Leid mildern könnten. "Die Menschen in kriegsgeschüttelten Ländern wollen eine bessere Einhaltung und Umsetzung des Rechts", so Mayer. "Und das fordert auch das Rote Kreuz."

Nähere Informationen zum humanitären Völkerrecht finden Sie unter www.roteskreuz.at.

Quelle: ots

 

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