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Generation 45 plus kritisiert anhaltenden Jugendwahn

Ältere Menschen vermissen nach wie vor die adäquate Ansprache durch Medien und Werbung

11.11.2005

Jugendwahn und kein Ende: Die wichtige Zielgruppe 45 plus fühlt sich nach wie vor durch den Jugendwahn in der Gesellschaft bevormundet. Vor allem in den Medien, in der Werbung und in der Freizeit-Gestaltung klagen 80 % der Menschen über 45 Jahre, dass diese Bereiche vom Jugendwahn beherrscht sind, hat eine Studie von Reader’s Digest ergeben. 86 % der Befragten meinen, dass sich das Bild der Älteren in unserer Gesellschaft weiter ändern muss. Dabei sind sie auch persönlich bereit, etwas dafür zu tun. So würden 86 % der Befragten Unternehmen unterstützen, die sich um bessere Produkte und Dienstleistungen für Ältere bemühen. 

Die siebte Neuauflage des Reader’s Digest Forums 45 plus betont die hohe Konsumbereitschaft lebenserfahrener Menschen sowie ihre Offenheit gegenüber neuen Angeboten und ansprechender Werbung. 87 % der Befragten bevorzugen Unternehmen, die Ältere in der Werbung ernst nehmen. Der kritische Blick auf den Jugendwahn in der Werbung war bereits in einer Vorgängerstudie 1999 deutlich geworden. 42 % sagten damals, dass man in vielen Fällen von einem Jugendkult in der Werbung sprechen kann. Dieses Mal sagten sogar 64 % der 45 plus-Generation, dass die Werbung als Jugendwahn empfunden wird. "Aus der Gesamtschau aller bisherigen 45 plus Foren von Reader’s Digest geht eindeutig hervor, dass die Altersgruppe 45 plus offen ist für Neues und Werbung hilfreich findet, um etwas über neue Produkte und Angebote zu erfahren", sagt Max Bieniussa Leusser von Reader’s Digest Deutschland. "In vielen Märkten ist 45 plus ein unübersehbares Potenzial, bei dem sich die zielgerechte Ansprache lohnt."

Überraschenderweise herrscht bei der Fragen nach denPrioritäten im Lebenüber die Generationen hinweg weitgehend Einigkeit. Zwar stehen bei den über 65-Jährigen an erster Stelle Familie und Kinder, während die unter 45-Jährigen und auch die 45- bis 64-Jährigen einen soliden Arbeitsmarkt als ebenso wichtig wie familiäre Belange ansehen. Aber die Älteren solidarisieren sich mit den Jüngeren beim Wunsch nach einem soliden Arbeitsmarkt. Dies steht für sie sogar noch vor der Absicherung der Renten. Im Schnitt sagen immerhin nur 57 % der Befragten, dass die Absicherung der Renten ganz besonders wichtig sei. Den Befragten geht es folglich weniger um eigene materielle Belange als um ein solides Fundament der Gesellschaft, das jedem eine Chance auf Arbeit gibt.

Dennoch zeigt das neue Forum 45 plus, dass sich diese wichtige Zielgruppe bis in das höchste Alter (75 plus) eine weitere Absicherung grundsätzlich vorstellen kann. 37 % der 45 plus-Generation wollen so vor allem für den Krankheitsfall vorsorgen, für den Pflegefall und auch noch weitgehend für eine weitere Rente im Alter. Ein Vorsorge-Angebot z.B. mit zusätzlichem Versorgungsservice im Falle eines Unfalls, finden 81 % der unter 45-Jährigen und 67 % der über 45-Jährigen sehr gut. Bei den Personen 75 plus sind dies immerhin 71 %. Das belegt, dass die Älteren den Service-Gedanken ganz besonders goutieren.

Unterschiede zwischen den Generationen treten besonders bei der Frage auf, welche Lebensaspekte wichtig sind. Beispielsweise ist das Pflichtbewusstsein bei 45 plus (40 %) stärker ausgeprägt als bei den Jüngeren (30 %). Dies geht einher mit dem hohen Verantwortungsbewusstsein und dem Engagement der älteren Zielgruppen. Der Punkt "Zeit für mich nutzen – ganz besonders wichtig" hat bei der älteren Zielgruppe keinen so hohen Stellenwert (17 %) wie bei den Jüngeren (38 %).

Auch in der Diskussion über die Rolle der Älteren in der Gesellschaft geraten die Generationen aneinander. Mehr als ein Drittel der Jüngeren - und zwar 34 % - empfindet, dass Ältere ihnen im Wege stehen. Die 45 plus-Generation empfindet diese Diskussion dagegen als diskriminierend und nicht sinnvoll. 74 % stört es, dass unter dem Stichwort "Vergreisung" überwiegend in negativer Weise über die alternde Gesellschaft diskutiert wird. 71 % können nicht nachvollziehen, dass sie angeblich Jüngeren im Wege stehen. Sie sehen sich selbst als leistungsfähigen und kreativen Teil der Gesellschaft, der mit der entsprechenden Lebenserfahrung und Gelassenheit auch in schwierigen Situationen einen großen Leistungsbeitrag gebracht hat, immer noch bringt und weiter bringen kann.

82 % der 45 plus-Generation legen besonderen Wert darauf, sich die Unabhängigkeit zu wahren - d. h. sich materiell abzusichern, um möglichst nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Quelle: Reader’s Digest

 

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