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EcoSphere : Das Astronauten-Aquarium

Das geschlossene Ökosystem wurde ursprünglich von der NASA entwickelt

In dieser Kugel ist die Welt noch in Ordnung: kleine Garnelen, Algen, Gorgonia und gefiltertes Meerwasser bilden zusammen einen sich selbst erhaltenden, pflegefreien Lebensraum in vollkommenem Gleichgewicht. Nichts kommt in den luftdicht abgeschlossenen Glasbehälter oder verlässt ihn - keine Luft, kein Wasser, keine Nahrung. Die einzigen Bedingungen, die erfüllt werden müssen, sind Licht und Wärme.

"EcoSphere" heißt diese faszinierende Miniaturwelt, die in anschaulicher Weise das Zusammenspiel von Flora, Fauna und dem wertvollsten aller Elemente auf der Erde, dem Wasser, auf einfache Art verdeutlicht - ein in sich geschlossenes Ökosystem, das in völliger Harmonie von Lebewesen, Pflanze und Umwelt existiert. Das Gefäss ist zu drei Viertel mit gefiltertem Meerwasser gefüllt. Ein paar Steinchen und eine dekorative Wurzel sorgen für einen optischen Aufputz. Bei den Bewohnern des ungewöhnlichen Aquariums handelt es sich neben Algen und lebenden Mikro-Organismen vor allem um kleine rote Garnelen aus den Tropen, die bis zu 15 Millimeter lang werden. Unermüdlich sausen sie im Aquarium umher, um nach Nahrung zu suchen. Diese spezielle Art wurde ausgesucht, weil sich die Tierchen gegenseitig nicht bekämpfen.

Da alle Lebewesen in dieser Minibiosphäre ihre eigenen Stoffe zum Leben verwenden, ohne zu übervölkern oder ihre Umwelt zu verunreinigen, sind in der EcoSphere praktisch die grundlegenden Funktionen unserer eigenen Erde in idealer Weise verkapselt. Entwickelt wurde die kleine Welt von Wissenschaftlern der NASA, um interplanetare bemannte Raumfahrten, die über das Lebensalter der startenden Astronauten hinausgehen, zu ermöglichen. "Das System fungiert wie eine kleine biologische Batterie, die Lichtenergie speichert und biochemisch umsetzt", erläutert René Hagspiel, Geschäftsführer des Schweizer EcoSphere-Anbieters. "Der sich selbst versorgende Mikrokosmos verdeutlicht auch, wie lebenswichtig das so leicht verwundbare Gleichgewicht in unserer Umwelt ist."

Denn die EcoSphere kennt keinen Müll: Das Licht in Kombination mit Kohlendioxyd im Wasser ist die Grundlage für die Algen, um Sauerstoff zu produzieren. Die Garnelen atmen den Sauerstoff im Wasser und fressen an den Algen und den Bakterien. Tierischen Abfall zersetzen die Bakterien in Nährstoffe, die von den Algen genutzt werden. Die Garnelen und Bakterien produzieren jeweils Kohlendioxyd - das wiederum benötigen die Algen, um Sauerstoff zu produzieren.

Die EcoSpheren sind in Größen von zehn bis 23 Zentimetern, und als Kugel oder Ei erhältlich. Jede EcoSphere ist mit einer individuellen Seriennummer versehen und wird mit einem Handbuch ausgeliefert, das alles Wissenswerte und genaue Pflegeanleitungen enthält. Dadurch eignen sich die EcoSpheren auch als originelle Geschenksidee.

Die Firma EcoSphere Schweiz bietet sogar eine Garantie für den Bestand des Ökosystems an. Selbst wenn die grünen Algenfäden verschwinden, so sind noch immer ausreichend Einzeller-Algen vorhanden, um die Garnelen zu ernähren. Wichtig ist nur, dass die EcoSpheren nie im direkten Sonnenlicht bzw. in einem zu hellem Raum oder auf einer Wärmequelle stehen: Zu viel Wärme macht auch der fittesten Garnele schnell den Garaus. Zwei bis drei Jahre werden die kleineren EcoSpheren alt, die grösseren sogar über fünf Jahre. Es gibt aber auch schon Ökosysteme, die bis zu zehn Jahre überlebt haben.

Weitere Informationen finden Sie auf der EcoSphere Webseite im Internet.


 

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