Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Haftung bei Schäden durch Dachlawinen

Tipps zum bestmöglichen Schutz vor Dachlawinen


23.02.2005

Für verletzte Personen und Sachschäden, die durch eine Dachlawine verursacht werden, haftet in erster Linie der Hauseigentümer. Er muss dafür sorgen, dass von seinem Besitz keine Gefahr ausgeht. Der Hauseigentümer ist nach der Rechtsprechung grundsätzlich verpflichtet, bei Auftreten von Tauwetter und damit verbundener Gefahr des Abgehens von Dachlawinen vor der gassenseitigen Front seines Gebäudes unverzüglich eine ausreichende Anzahl von Warnstangen aufzustellen und für eine baldige Abräumung des Schnees vom Dach Sorge zu tragen. Wird diese Verpflichtung verletzt, liegt ein Verschulden und damit auch eine Haftung vor. Das bloße Aufstellen von Warnstangen reicht dabei jedoch nicht aus. Die Gefahr selbst muss beseitigt werden. Wurde diese Aufgabe einem Schneeräumungsunternehmen übertragen, so haftet natürlich dieses.

Autobesitzer und Passanten - Achtung vor Mitverschulden

Die Wahrscheinlichkeit für Fußgänger von einer Dachlawine getroffen zu werden hält sich in Grenzen. "Glücklicherweise werden pro Jahr nur rund 50 Personen durch herabstürzende Schneemassen und Eisbrocken so schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden müssen", erklärt Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts Sicher Leben. Eher werden abgestellte Fahrzeuge beschädigt, da sie oft stunden- oder tagelang an einem Platz stehen. Deswegen sollten Autofahrer besonderes Augenmerk auf das Dach über dem Parkplatz legen und überprüfen, ob dieser auch sicher ist.

Mitunter trifft auch einen Passanten oder Autobesitzer, der durch eine abgehende Dachlawine geschädigt wird, ein Mitverschulden. Dr. Erik Eybl, Leiter der Schaden/Leistung-Abteilung der Generali Gruppe: "Wenn man bei entsprechender Aufmerksamkeit die Gefahren hätte erkennen können, kommt ein Mitverschulden in Betracht und eine Minderung von Schadenersatzforderungen kann die Folge sein." Ein solches Mitverschulden kann insbesondere bei Beschädigungen von parkenden Autos entstehen, wenn diese trotz herrschenden Tauwetters und damit verbundener Dachlawinengefahr gerade dort abgestellt werden, wo bereits von der Straße aus die auf dem Dach lagernden - eventuell sogar überhängenden - Schneemassen erkennbar sind.

Generell empfehlen die Schadenexperten der Generali Gruppe sowohl Passanten und Autobesitzern als auch Hauseigentümern bzw. den von ihnen beauftragten Hausverwaltern oder Hausbesorgern besondere Beachtung von Vorsorgemaßnahmen. Durch entsprechende Aufmerksamkeit kann man sich doch einiges an Unannehmlichkeiten ersparen. "Zur Prävention gegen Dachlawinen sind unter normalen Bedingungen Dachrinnen als Schneefänger ausreichend. Bei besonders steilen Dächern ist die Montage von so genannten Schneestoppern sinnvoll. Die Metallgitter fangen den Schnee auf dem Dach ab und verringern die Gefahr für Straßenbenützer", gibt Kisser noch einen Tipp. "Wenn sich an bestimmten Stellen des Daches immer wieder größere Mengen an Eis bilden, hilft eine Isolierung."

Was tun bei Schäden?

Ist trotz aller vorbeugender Maßnahmen ein Schaden durch eine Dachlawine entstanden, soll der Geschädigte seinen Schadenbestmöglich dokumentieren. Genaue Angaben über Adresse, Datum und Uhrzeit sind unbedingt erforderlich. Allfällige Zeugen sollten um Namen und Adressen ersucht werden; auch Fotos sind für die Geltendmachung von Schadenersatzforderungen nützlich. Sowohl der Hauseigentümer als auch der Geschädigte sollte so rasch wie möglich bei der Versicherung eine Schadenmeldung erstatten. Diese kann z.B. bei der Generali Gruppe auch über Internet erfolgen. Auf der Webseite kann auch eine Schadenbesichtigung angefordert werden.

Bei Bestehen einer Versicherung mit entsprechendem Leistungsumfang und geklärter Haftungsfrage, kann ein Passant oder Autobesitzer im Schadenfall Leistungen aus der Gebäudeversicherung, Kfz-Kaskoversicherung oder der privaten Unfallversicherung erwarten. Bei der Generali Gruppe verweist man darauf, dass eine Rechtsschutzversicherung für die rasche Durchsetzung derartiger Schadenersatzansprüche Sorge trägt.

 

Top Themen

Top Links