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18 Mio. Förderung für private Photovoltaik-Anlagen

Verbindliches Angebot bis 4. August als Voraussetzung


30.06.2009

Der Klima- und Energiefonds schüttet 2009 insgesamt 18 Mio. Euro zur Förderung der Photovoltaik für private Haushalte aus. Gefördert werden ausschließlich private Haushalte, die eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung bis fünf Kilowatt installieren. Voraussetzung für eine erfolgreiche Einreichung ist ein verbindliches Angebot, das bis zum 4. August 2009 vorliegen muss. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online und wird nach dem Einlangen der Ansuchen gereiht und vergeben.

"Der Ausbau der Photovoltaik ist die große Zukunftstechnologie zur klimafreundlichen Stromproduktion. Diese Förderaktion leistet einen Beitrag zur Erreichung des Zieles '34 Prozent-Anteil erneuerbare Energie' und bringt uns einen Schritt näher zur Energieautarkie in Österreich", meint Umweltminister Niki Berlakovich. Energieexperte Hans Kronberger, Präsident der Photovoltaic Austria (PVA), hat in einer Pressekonferenz im April kritisiert, dass in Österreich im Bezug auf die Nutzung von Sonnenlicht zur Stromerzeugung totale Sonnenfinsternis herrsche. "Die Initiative des Klimafonds ist auf jeden Fall ein richtiges und wichtiges Signal. Damit kann der erste Druck zum Ausbau für private Betreiber genommen werden", so Kronberger. Der zuständige Minister Berlakovich habe die Bedeutung der Photovoltaik als zukunftsträchtigen Energieträger erkannt. "Das ist ein wesentlicher erster Schritt."

Weltweit ist ein Trend zum Ausbau der Photovoltaik zu beobachten. Experten wie Kronberger hatten immer wieder kritisiert, dass Österreich den Anschluss dazu verloren hat. Mit einer einmaligen Förderaktion sei ein Aufholen ohnehin nicht möglich. "Zudem ist diese Förderung keinesfalls ein Ersatz für ein leistungsfähiges Ökostromgesetz. Wir hoffen, dass die Aktion auch einen massiven Impuls zur Anerkennung von Sonnenlicht als fast unendlich verfügbarer Rohstoff zur Stromproduktion der Zukunft sein wird", so Kronberger. "Unter geeigneten Rahmenbedingungen kann Österreich bis 2020 mindest acht Prozent Strom aus Photovoltaik erzeugen." Bayern komme heute schon auf zwei Prozent, Österreich allerdings erst auf 0,03 Promille. "Da besteht noch enormer Aufholbedarf. Die EU strebt bis 2020 rund zwölf Prozent an."

Die Fördersumme wurde gegenüber dem Vorjahr um 300 Euro pro kWpeak reduziert und beläuft sich nun auf 2.500 Euro. "Die Photovoltaik ist die einzige Energietechnik, die degressiv ist, also billiger wird. Und das ist einer ihrer größten Trümpfe", erklärt Kronberger. Auf Dauer gesehen werde die Photovoltaik einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit, aber auch zur Preisstabilität leisten." Dem Bundesverband Photovoltaic gehe es nicht um die Installation von ein paar Megawatt an Leistung. "Es geht um eine völlige Erneuerung der Energiebeschaffung, um eine echte Energiewende. Die fossilen und atomaren Energieträger stehen vor dem Bankrott. Gas, Öl und Kohle, aber auch Uran sind viel knapper, als uns noch vorgegaukelt wird", so Kronberger.

Im Vorjahr war die Fördersumme innerhalb von 16 Minuten vergriffen."Dadurch, dass in diesem Jahr ein verbindliches Angebot Voraussetzung für die Einrechung ist, wird es dieses Mal entspannter abgehen." Mit höheren Fördersätzen können jene Projekte rechnen, die auf gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen setzen. Ein Grund dafür ist die Spezialisierung heimischer Unternehmen auf gebäudeintegrierte Photovoltaik sowie die Zukunftshoffnung auf den internationalen Markt.

Anträge können unter http://www.klimafonds.gv.at/home/foerderungen/photovoltaik.html herunter geladen werden.

Quelle: pte

 

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