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Mietnomaden : Immer mehr Fälle von Mietbetrug

Für manche private Haus- und Wohnungseigentümer existenzbedrohend

19.08.2005


Der Österreichische Haus- und Grundbesitzerbund (ÖHGB) verzeichnet österreichweit einen Anstieg von Fällen sog. "Mietnomaden". "Mietnomaden nennt man jene Menschen, die von Wohnung zu Wohnung ziehen, ohne vorzuhaben, jemals Miete zu zahlen. Dabei kalkulieren sie mit dem langen Zeitraum zwischen Kündigung und Zwangsräumung." erläutert ÖHGB-Präsident Mag. Heribert Donnerbauer. "Es handelt sich hierbei um eine geplante Vorgehensweise, denn der Vermieter soll bis zum Beziehen des Bestandsobjektes keinen Verdacht schöpfen. In der Regel tritt der potentielle Mieter daher sehr seriös auf. Nach dem Hinterlegen der Kaution erfolgt dann keine weitere Zahlung mehr."

Das Österreichische Mietrecht kommt dieser Praxis sehr entgegen. Einen zahlungssäumigen Mieter aus der Wohnung zu bekommen gestaltet sich sehr schwierig und langwierig. Und ist auch mit hohen Kosten etwa für Gerichtsgebühren, Aufsperrdienst und Lager verbunden. Der Vermieter schaut aber nicht nur beim Mietentgelt durch die Finger, sondern muss oft tausende Euro in die Sanierung investieren. Die Bestandsobjekte werden oft in einem furchtbaren Zustand hinterlassen. So sind etwa Küchen unbenutzbar oder Böden so stark beschädigt, dass sie ausgetauscht werden müssen.

"Für manchen privaten Wohnungsbesitzer, der sich die Immobilie etwa als Wertanlage und Altersvorsorge kaufte, sind die Mietausfälle und anfallenden Kosten Existenz bedrohend.", erläutert Donnerbauer. Leider gibt es keinen hundertprozentigen Schutz gegen säumige Mieter. Der ÖHGB rät, auf keinen Fall auf eine Kaution zu verzichten und bietet seinen Mitgliedern auch Unterstützung bei solchen Problemen an.

Quelle: ÖHGB

 

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