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Immobilienmakler: Gebühren-Tricks in 8 von 10 Fällen

Die Mietervereinigung hat heimische Immobilienmakler getestet.

15.09.2009


"Wie schon im Vorjahr mussten wir im Rahmen unseres Maklertests leider feststellen, dass ein Großteil der Immobilienmakler ungerechtfertigte Zusatzgebühren und zu hohe Provisionen verrechnet. Konkret wurden bei unserem Mystery-Test in acht von zehn Fällen den Mieterinnen und Mietern überhöhte Forderungen verrechnet", erklärt Georg Niedermühlbichler, Präsident der Mietervereinigung Österreichs.

Zwei "Maklertricks" wurden dabei besonders oft angewendet: Zum einen schlagen Makler gerne bei der Verechnung der Vermittlungsprovision von drei Gesamtmieten (= Miete plus Betriebskosten plus 10% Mwst.) noch einmal 20% Mehrwertsteuer auf und holen sich so ein ungerechtfertigtes Körberlgeld. Und zum anderen werden immer wieder so genannte Mietvertragsabschlussgebühren verrechnet. Das ist verboten, da bei mietengeschützten Wohnungen der Abschluss eines Mietvertrages eine typische Verwaltungstätigkeit darstellt, die über die Betriebskosten bereits abgedeckt ist. Die Mietervereinigung rät in diesen Fällen, zu viel verrechnete Gebühren unbedingt wieder zurückzufordern. Laut Mietrechtsgesetz ist das zehn Jahre lang möglich.

Etwas verbessert gegenüber dem Vorjahr hat sich die Servicequalität. Vereinbarte Besichtigungstermine werden zum Großteil eingehalten, Makler agieren im Umgang mit Mietern freundlicher. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass das Wohnungsangebot stärker gestiegen ist als die Nachfrage.

Trotzdem passt das Preis-Leistungsverhältnis nach wie vor nicht, kritisiert die Mietervereinigung. Im Durchschnitt dauert eine Wohnungsbesichtigung nur 15 Minuten, Beratung findet de facto nicht statt, der gesetzlichen Aufklärungspflicht kommen nur die wenigsten Makler nach. Fazit: Die Maklerprovision ist für die geleistete Arbeit deutlich zu hoch. Die Mietervereinigung fordert daher vom Gesetzgeber nach wie vor, dass die Maklerprovisionen vom Auftraggeber -  das ist in den allermeisten Fällen der Vermieter - zu zahlen sind. "Das würde der Beratungsrealität deutlich mehr entsprechen als bisher und zudem eine deutliche und wahrnehmbare Entlastung der MieterInnen herbeiführen", meint Niedermühlbichler abschließend.

Detaillierte Informationen sowie Tipps beim Abschluss von Mietverträgen gibt es auf der Homepage der Mietervereinigung unter www.mietervereinigung.at.

Quelle: Mietervereinigung, ots

 

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