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Neue 20-Euro-Silbermünze Vindobona

Zweiter Teil der sechsteiligen Serie "Rom an der Donau"


07.09.2010

Ab Mittwoch, 8. September, ist die neue 20-Euro-Münze "Vindobona" im Handel erhältlich. Sie ist das zweite Stück der sechsteiligen Silberserie "Rom an der Donau" und zeigt uns auf der einen Seite den großen römischen Kaiser Marc Aurel zu Pferd im Legionslager von Vindobona. Neben dem Kaiser ist ein Soldat seiner Garde zu sehen. Ein Offizier überreicht dem Kaiser eine schriftliche Botschaft. Im Hintergrund ist ein Haupttor des Lagers mit den zwei Verteidigungstürmen zu sehen. Nachempfunden wurde die Darstellung einer Reliefszene aus den Markomannenkriegen Marc Aurels.

Die zweite Münzseite stellt einen Trupp römischer Legionäre auf der via principalis (Hauptstraße) des Lagers dar. Ihr Offizier, der Centurio, steht vor Ihnen und mustert mit stolzem Blick seine Soldaten. Auf seinem Helm befindet sich ein quergesetzter Buschen, das Zeichen seines Ranges. Als Auszeichnung trägt er auf seiner Brust einen Satz von silbernen Scheiben auf Lederbändern, genannt phalerae. Hinter ihm steht der Standartenträger, das Fell eines Raubtieres fällt über seinen Helm und Rücken. Im Hintergrund ist die porta principalis dextra zu sehen.

Die 20-Euro-Silbermünze hat eine Feinheit von 900/1000 Ag und eine maximale Auflage von 50.000 Stück, aus- schließlich in der Sonderqualität "Polierte Platte". Ein schönes Etui und ein Zertifikat machen diese Münze zu einem einzigartigen Sammelstück, das auch als Geschenk sehr attraktiv ist. Erhältlich ist sie in den Geldinstituten, Münzfachhandel sowie in den Shops der Münze Österreich. Der empfohlene Ausgabepreis beträgt 39,95 Euro (inkl. 10% MwSt.). Eine repräsentative Holzkassette lädt zum Sammeln der gesamten Serie ein.

Die neue Silbermünze erinnert aber auch an die Geschichte Wiens: Der Stadt, damals Vindobona, ging, wie bei den meisten römischen Niederlassungen, eine keltische Siedlung voraus. Das römische Vindobona ist aus einem römischen Vorposten der Hauptstadt der Provinz Pannonia, Carnuntum, entstanden. Marc Aurel, einer von vielen Kaisern in Vindobona, ist jener, der mit dieser Stadt am stärksten in Verbindung gebracht wird. Eine nach ihm in Wien benannte Straße, erinnert daran. Er selbst verbrachte mehrere Jahre an der Donaugrenze, von wo aus er die Feldzüge gegen die Markomannen leitete, da die strategische Lage sehr gut war. Hier starb er auch am 17. März 180 an einem erneuten Ausbruch der Pest, die schon viele Jahre zuvor Garnisonen schwächte.
 
Das legendäre Lager Vindobona wurde nach der klassischen Form eines Vierecks angelegt, allerdings wurde Mitte des 3. Jahrhunderts die Plateaukante im Bereich des heutigen Salzgries von einer Überschwemmung zu Fall gebracht. Der heutige Graben und seine Verlängerung, die Naglergasse, markieren immer noch den Verlauf des Verteidigungsgrabens auf der Südseite. Weiters gab es Kasernen für 6.000 Mann. Außerhalb der Stadt befand sich die Vorlagerstadt. Sehr früh entwickelte sich auch eine Zivilstadt im heutigen 3. Wiener Gemeindebezirk. Überreste davon sind entlang des Rennweg gefunden worden. Das Stadtrecht hat Vindobona wahrscheinlich erst von Septimius Severus (193-211) oder von seinem Sohn Caracalla (198-217) erhalten.

Quelle: Münze Österreich, ots

 

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