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Silbermünze S.M.S. Viribus Unitis vollendet die Serie

Sechsteilige Silberserie "Österreich auf Hoher See"

14.09.2006

Mit der Ausgabe einer 20-Euro-Silbergedenkmünze am 13. September, die dem Flaggenschiff der österreichischen Flotte S.M.S. Viribus Unitis gewidmet ist, vollendet die MÜNZE ÖSTERREICH die erfolgreiche Silberserie "Österreich auf Hoher See". "Diese Serie ist nicht nur unter Marine-Fans beliebt geworden", meinte Generaldirektor Dietmar Spranz. "Sie hat generell großen Anklang unter Sammlern moderner Numismatik gefunden. Dass Österreich einst eine stolze Marine hatte, hat so manchen überrascht!"

Die Wertseite gewährt uns einen Blick auf die in voller Fahrt über das Meer gleitende S.M.S. Viribus Unitis. Am Bug und am Heck des Kriegsschiffes sind die Skoda-Geschütze aufgefahren. Im Hintergrund geben weitere Schiffe der S.M.S. Viribus Unitis das Geleit. Von der Reling eines Begleitschiffes aus bekommt der Betrachter das Gefühl vermittelt, mitten in das Geschehen einzutauchen.

Die Bildseite bildet einen allgemeinen Rückblick auf die österreichische Marine des Ersten Weltkrieges. Man sieht nicht nur die S.M.S. Viribus Unitis mit ihren markant zur Seite gedrehten Drillingstürmen direkt auf sich zukommen. Auch ein Doppeldecker-Seeflugzeug und ein U-Boot runden diese Münzseite ab und zeigen damit, dass die österreichische Kriegsmarine die damaligen technischen Standards in imposanter Weise erfüllen konnte.
 
Als die Briten 1906 das neue Schlachtschiff H.M.S. Dreadnought (Fürchte nichts) vom Stapel ließen, leiteten sie eine neue Phase der Flottenrivalität ein, da das Schiff neue Maßstäbe für den Bau von Schlachtschiffen setzte. Österreich-Ungarns erstes Schiff dieser Klasse lief 1911 in Triest vom Stapel. Kaiser Franz Joseph ließ sie nach seinem Wahlspruch "Viribus Unitis" (Mit vereinten Kräften) nennen. Der Bau weiterer drei solcher "Dreadnoughts" folgte. Die österreichische Version war etwas kleiner als die von fremden Marinen, da sie in erster Linie der Küstenverteidigung diente. Aber die S.M.S. Viribus Unitis war das erste Schlachtschiff der Welt, das mit je drei Schwergeschützen in vier Drillingstürmen bewaffnet war.

Als Flaggenschiff der Flotte brachte die S.M.S. Viribus Unitis den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand zur Küste von Bosnien-Herzegowina zu seinem schicksalhaften Besuch im Juni 1914. Es fiel auch der S.M.S. Viribus Unitis zu, die Leichname des in Sarajewo ermordeten Thronfolgerpaares mit gesenkten Flaggen nach Triest zurück zu bringen.

Im Krieg nahm das Schiff an der Bombardierung der italienischen Küstenanlagen teil, nachdem Italien im Mai 1915 Österreich-Ungarn den Krieg erklärt hatte. Sonst gab es wenige Einsätze in der Adria für die Schiffe, außer der Absicherung der dalmatischen Küste selbst. Ende Oktober 1918, als sich der Verlust der Küstengebiete abzeichnete, übergab Kaiser Karl die Schiffe der k.u.k. Kriegsmarine an die Nachfolgerstaaten. Die rot-weiß-rote Flagge wurde zum letzten Mal eingeholt. Am 1. November versenkten zwei italienische Torpedoreiter das ehemalige Flaggenschiff. Binnen 14 Minuten sank die S.M.S. Viribus Unitis noch am Liegeplatz im Hafen von Pola - ein trauriger Schlusspunkt der stolzen Geschichte von "Österreich auf Hoher See". 

Die 20-Euro-Silbermünze S.M.S. Viribus Unitis ist seit 13. September 2006 in allen österreichischen Banken und Sparkassen, im Münzhandel sowie in den Münze Österreich-Shops in Wien und Innsbruck erhältlich. Sie ist aus 18 g Silber und mit 50.000 Stück - ausschließlich in der höchsten Prägequaltität "Polierte Platte" geprägt - limitiert. Der empfohlene Ausgabepreis beträgt Euro 35,50 (inkl. 10 % USt.).

Die Serie "Österreich auf Hoher See" setzt sich aus insgesamt sechs 20-Euro-Silbermünzen zusammen, die die Höhepunkte der österreichischen Maritimgeschichte widerspiegeln: Den Anfang machten im Jahr 2004 die Ausgaben S.M.S. Novara sowie die S.M.S. Erzherzog Ferdinand Max. 2005 standen die Admiral Tegetthoff sowie die S.M.S. Sankt Georg auf dem Programm. 2006 fand die Serie ihre Fortsetzung mit der Österreichischen Handelsmarine, die von Österreichs großer Zeit in der Passagier- und Handelsschifffahrt erzählt und mit der S.M.S. Viribus Unitis ihren Abschluss findet.
 
Quelle: Münze Österreich

 

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