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Neue 10-Euro-Silbermünze : Der Erzberg in der Steiermark

Aus der Serie "Sagen und Legenden aus Österreich"


15.04.2010

Silbermünzen sind derzeit heiß begehrt. Sämtliche zum Nennwert ausgegebene Stücke der letzten Jahre waren kurz nach ihrem Verkaufsstart vergriffen. Dabei überragt der Kreis der Käufer bei weitem den Kreis der klassischen Sammler. Die neue 10-Euro-Münze "Der Erzberg in der Steiermark" ist die dritte Ausgabe im Rahmen der Reihe "Sagen und Legenden in Österreich", sie ist ab sofort im Handel erhältlich. Das Geldstück erzählt die Sage von der Entdeckung des Erzbergs in der Steiermark - eine Geschichte, die alles andere als rühmlich und ehrenhaft verlief.

In alter Zeit sahen Leute oft Wassermänner beim Leopoldsteiner See in der Steiermark. Sie glaubten, dass Wassermänner große Schätze besitzen. Aus diesem Grund wollten sie einen Wassermann fangen. Wassermänner sind aber scheu, glatt wie ein Fisch und kaum zu fassen. Also griffen die Leute zu einer List. Eines Morgens stellten Bauernburschen Braten und Wein ans Ufer. Dann versteckten sie sich. Nach einer Weile kam tatsächlich ein Wassermann aus der Grotte und griff gierig nach Braten und Wein. Der Wein tat seine Wirkung, und der Wassermann schlief ein. Als die Leute das sahen, stürzten sie sich auf den Schlafenden und fesselten ihn mit einem mit Pech beschmierten Mantel. Der Wassermann wehrte sich mit aller Macht, aber nichts half. Unter lautem Gejohle führten sie ihn talwärts und waren gerade zu jener Stelle gekommen, wo man zum ersten Mal den Erzberg erblickt. Da versprach der Wassermann für seine Freilassung große Schätze. Er machte folgende Angebote: "Gold währt nur kurze Zeit, Silber nicht lange, Eisen jedoch soll ewig dauern!" Die Menschen waren schlau und weitsichtig. So riefen sie: "Das Eisen wollen wir!" Da zeigte der Wassermann auf den Erzberg: "Dieser Berg wird euch Eisen für immer geben!" Die Leute glaubten ihm, führten ihn zurück zur Grotte und ließen ihn frei. Sogleich verschwand der Wassermann in der Tiefe und ward nie wieder gesehen. Das Versprechen des Wassermanns "Eisen auf immerdar" aber bewahrheitete sich. Das Eisenerz des Berges wurde zum Segen des Landes Steiermark.

Die "Erzberg-Münze" ist um 10 Euro sowie preislich darüber liegend - weil besonders hochwertig geprägt und attraktiv verpackt - in "Handgehoben" und "Polierter Platte" erhältlich. Auf der einen Seite der Münze sind in Anlehnung an historische Vorlagen zwei Bergknappen bei der Erzgewinnung dargestellt. Der Bergmann auf der linken Seite der Münze befördert mit einem Grubenhunt Erz aus dem Bergwerkstollen. Der andere Bergmann schlägt mit Eisen und Schlägel erzhaltiges Gestein aus dem Felsen. Im Hintergrund ist von Bäumen umgeben der steirische Erzberg stilisiert dargestellt. Die andere Münzseite erzählt die Sage von der Entdeckung des Erzbergs. Auf ihr wird ein schlafender Wassermann dargestellt. Ihm vorgelagert befindet sich das Ufer des Leopoldsteiner Sees. Hinter dem Wassermann, teilweise durch Büsche getrennt, sind zwei sich dem Wassermann nähernde Männer abgebildet. Der Mann auf der linken Münzhälfte hält den für die Gefangennahme mit Pech bestrichenen Mantel bereit.

Die Münzserie "Sagen und Legenden in Österreich" nahm im Vorjahr mit der Wiener Sage "Der Basilisk" und der Geschichte von "Richard Löwenherz in Dürnstein" ihren Anfang. Die Reihe setzt sich aus sechs 10-Euro-Stücken zusammen. Im Oktober 2010 folgt als nächste Ausgabe nach der "Erzberg-Münze" die Salzburger Geschichte von "Karl dem Großen im Untersberg". 2011 ergänzen "Der Lindwurm in Klagenfurt" sowie "Der liebe Augustin" - wohl eine der berühmtesten Sagen Österreichs - die Sammlung. All diese Münzen sind aus Silber und erscheinen zum Nennwert sowie in den Sonderqualitäten "Handgehoben" und "Polierte Platte".

Quelle: Münze Österreich, pts

 

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