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Der Basilisk : Neue 10 Euro Silbermünze

Start der neuen 10-Euro-Serie "Sagen und Legenden in Österreich"

15.04.2009

10 Euro-Münzen erleben derzeit einen Boom. Sie sind aus Silber und ob ihres Edelmetalles und Zahlungsmittelcharakters in Österreich überaus gefragt. Die Lager der zum Nennwert gehandelten Münzen sind seit Wochen geräumt. Zum ersten Mal in diesem Jahr folgt nun Nachschub.

Die neue Münze führt in das mittelalterliche Wien - genauer gesagt in das Jahr 1212 - als ein schreckliches Monster die Menschen der Stadt terrorisierte. So berichtet es die Sage "Der Basilisk", mit der am 15. April die 10-Euro-Reihe "Sagen und Legenden aus Österreich" startet. Die 130.000 Stück zum Nennwert wurden in vollem Umfang von den Geldinstituten und vom Münzhandel für ihre Kunden abgerufen. Daneben haben Münzliebhaber zwei Alternativen: Die "Basilisk"-Münzen in den besonderen Prägequalitäten "Handgehoben" und "Polierte Platte". Diese liegen preislich zwar über dem Nennwert, sind aufgrund ihrer makellosen Prägung und der attraktiven Verpackung aber noch edlere Sammlerstücke und Geschenke.

Die neue Münze "Der Basilisk" zeigt den Schauplatz der Sage, die Schönlaterngasse in Wien. Rechts ist das so genannte Basiliskenhaus zu sehen, eines der ältesten Häuser Wiens, das in sämtlichen Reiseführern vertreten ist. Die andere Münzseite zeigt das Hauptmotiv der Sage, den Basilisken im Brunnen. In größter Angst hält der Bäckergeselle dem Ungeheuer einen Spiegel vor. Vom Brunnenrand blicken mit vor Furcht weit geöffneten Augen eine Magd und ein Gelehrter in die Tiefe des Brunnens.

Die neue Serie "Sagen und Legenden in Österreich" setzt sich aus sechs 10-Euro-Stücken zusammen. Im Oktober folgt "Richard Löwenherz in Dürnstein". 2010 stehen die Sage vom "Erzberg in der Steiermark" sowie die Salzburger Geschichte "Karl der Große im Untersberg" am Programm. 2011 ergänzen "Der Lindwurm in Klagenfurt" sowie "Der liebe Augustin" - wohl eine der berühmtesten Sagen Österreichs - die Sammlung. All diese Münzen erscheinen zum Nennwert sowie in den Sonderqualitäten "Handgehoben" und "Polierte Platte".

Die Sage vom Basilisken

Die Sage führt uns in das Wien des Jahres 1212, wo in der Schönlaterngasse eine Bäckerfamilie lebte. Eines Tages drang bestialischer Gestank aus dem tiefen Ziehbrunnen im Hof, und in der Tiefe des Brunnens blitzte und leuchtete es bedrohlich. Ein Gelehrter musste her, und dieser befand, dass ein Basilisk im Brunnen sein Unwesen trieb - ein tödliches Ungeheuer, halb Hahn, halb Kröte, dessen Atem - ja schon der Anblick - tödlich sei. Die Menschen waren verzweifelt und ratlos. Doch der Gelehrte wusste Rat. Jemand müsste dem Untier einen Spiegel vorhalten, dann würde es vor Wut über seinen Anblick zerbersten. Selbst die allerstärksten Männer hatten nicht den Mut, hinab in den Brunnen zu steigen. Nur einer - der hatte zwar auch Angst - war unter einer Bedingung jedoch bereit, sein Leben aufs Spiel zu setzen. Es war Hans Gelbhaar, Geselle des Bäckermeisters, der die Tochter seines Meisters zur Frau haben wollte. Der Stadthauptmann schickte um einen großen Spiegel, und Geselle und Spiegel wurden in den Brunnen hinabgelassen. Es gelang dem Burschen, den tödlichen Blick des Ungeheuers zu vermeiden und dem Tier den Spiegel vorzuhalten. Vor Wut über seinen eigenen hässlichen Anblick zerbarst der Basilisk mit lautem Knall. Hans wurde heil aus dem Brunnen gezogen, wo ihn die Tochter seines Meisters voller Sorge erwartete. Als Lohn für seine Heldentat durfte der Geselle die Bäckerstochter heiraten. Der Brunnen wurde auf Rat der Gelehrten zugeschüttet und das Ungeheuer in der Tiefe begraben. Ein Fresko und eine Sandsteinfigur am Haus Schönlaterngasse Nummer 7 erinnern noch heute an den Tag, an dem Hans Gelbhaar Wien vom Basilisken erlöste.

Quelle: pts

 

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