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Neue Silbermünze : Richard Löwenherz in Dürnstein

Aus der Serie "Sagen und Legenden in Österreich"

08.10.2009

Wer kennt nicht die Geschichte von Richard Löwenherz und dem treuen Sänger Blondel? Nach "Der Basilisk" erscheint als zweite Münze der Reihe "Sagen und Legenden in Österreich" das 10-Euro-Stück "Richard Löwenherz in Dürnstein". Die neue Silbermünze ist ab sofort österreichweit im Handel erhältlich. Wie für Sagen und Legenden typisch, vermischt die Geschichte Dichtung und Wahrheit. So ist die Suche des Sängers Blondel wohl der Dichtung zuzuordnen. Die Gefangennahme des englischen Königs und das sagenhafte Lösegeld entsprechen dagegen den Tatsachen - ebenso, dass die Geschichte rund um Richard Löwenherz auch die Geburtsstunde jenes Unternehmens war, das heute den Namen Münze Österreich AG trägt.

Richard Löwenherz, Sänger Blondel - und die Münze Österreich AG

Richard Löwenherz, König von England, wie auch der Babenberger Herzog Leopold V. beteiligten sich im Jahr 1189 am Kreuzzug im Heiligen Land. Dort kam es zwischen den beiden zum Eklat, Leopold fühlte sich beleidigt, schwor Rache und kehrte erbost heim. 1192 machte sich auch König Richard per Schiff auf den Weg zurück nach England. Er erlitt Schiffbruch und ging unweit von Aquileja an Land. Von dort setzte er seine Reise als Pilger verkleidet zu Fuß fort und musste dabei ausgerechnet das Territorium Leopolds durchqueren. Erstmals wurde der König im kärntnerischen Friesach erkannt, am 6. Dezember 1192 auch in Bruck an der Mur. Später erreichte König Richard den Wiener Vorort Erdberg. Hier wurde er abermals erkannt, von Herzog Leopold gefangen genommen und auf der Burg Dürnstein an der Donau gefangen gehalten.

In England wusste man nichts vom Verbleib des Königs. Sein Freund, der treue Sänger Blondel, machte sich auf den Weg, um Richard zu suchen. Er zog von Stadt zu Stadt, von Burg zu Burg und sang überall ein nur Richard und ihm bekanntes Lied. Als er das Lied unterhalb von Dürnstein sang, antwortete eine Stimme aus der Burg mit der folgenden Strophe. Nun wusste Blondel, sein König lebt. Zurück in England verbreitete er die Nachricht. Ein Lösegeld, ein enormer Silberschatz, wurde ausgehandelt. Sein Wert in unsere Zeit übertragen lag bei 2,2 Mrd. Euro. Damit ließ Leopold die Befestigung von Wien, Enns und Hainburg erneuern sowie Wiener Neustadt gründen.

Ein anderer Teil des Schatzes musste aber zu Münzen geprägt werden. Dazu richtete Leopold eine Prägestätte in Wien ein, um einen Teil des Silbers in Wiener Pfennige zu münzen. Aus dieser 1194 gegründeten Münzstätte ging letztlich die heutige Münze Österreich AG hervor - jene Prägestätte, die nun das 10-Euro-Stück "Richard Löwenherz in Dürnstein" ausgibt.

Die neue Münze "Richard Löwenherz in Dürnstein"

Die Münze führt uns zu Sänger Blondel auf seiner Suche nach König Richard Löwenherz von England. Im Hintergrund sieht man Burg Dürnstein in der Wachau. Blondel reitet mit einer Laute in der Hand den Weg zur Burg hinauf. Die zweite Münzseite zeigt die Gefangennahme des Königs Richard Löwenherz in Wien. Richard, als Pilger verkleidet, gibt sich seinem Widersacher, dem von zwei Wachsoldaten begleiteten Herzog Leopold V., zu erkennen. Durch den geöffneten Pilgerrock sind die Wappentiere, drei Löwen, auf der Kleidung des Königs erkennbar. An seiner rechten Hand funkelt ein kostbarer Ring, der Richard angeblich zum Verhängnis wurde. Die Münze gibt es um 10 Euro sowie preislich darüber liegend - weil besonders hochwertig gefertigt und attraktiv verpackt - in "Handgehoben" und "Polierte Platte". Sie ist ab sofort in Banken, Sparkassen, im Münzhandel und in den Münze Österreich-Shops erhältlich.

"Sagen und Legenden in Österreich" - Sechs Silberstücke erzählen Geschichte(n)

Die Serie "Sagen und Legenden in Österreich" nahm im April mit der Wiener Sage "Der Basilisk" ihren Anfang. Die Reihe setzt sich aus sechs 10-Euro-Stücken zusammen. 2010 stehen die Sage vom "Erzberg in der Steiermark" sowie die Salzburger Geschichte "Karl der Große im Untersberg" am Programm. 2011 ergänzen "Der Lindwurm in Klagenfurt" sowie "Der liebe Augustin" - wohl eine der berühmtesten Sagen Österreichs - die Sammlung. All diese Münzen sind aus Silber und erscheinen zum Nennwert sowie in den Sonderqualitäten "Handgehoben" und "Polierte Platte".

Quelle: pts

 

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