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20-Euro-Münze : Polarexpedition Admiral Tegetthoff

Erinnerung an die Entdeckung des Kaiser-Franz-Joseph-Landes


Als dritte Münze der Silberserie "Österreich auf Hoher See" erschien am 8. Juni 2005 das 20-Euro-Stück "Polarexpedition Tegetthof". Die Münze erinnert an die zivile Seite der österreichischen Hochseeschifffahrt und beschäftigt sich mit der dramatischen Expedition in das nördliche Polareis unter Julius von Payer und Karl Weyprecht, die zur Entdeckung des Kaiser-Franz Joseph-Landes führte. 50.000 Stück der neuen Sammlermünze werden ausschließlich in der höchsten Prägequalität Polierte Platte angeboten.

Die neue Münze zeigt auf der einen Seite das Segelschiff "Admiral Tegetthoff", das extra für die Polarexpedition gebaut wurde. Dargestellt ist das Schiff zu Beginn der Forschungsreise, als es in das eisige Gewässer der Arktis einfuhr. Kurze Zeit später wurde das Schiff für immer im Treibeis eingeschlossen. Den beiden Expeditionsleitern ist die zweite Münzseite gewidmet: In Pelzanzüge gehüllt verlassen Karl Weyprecht und Julius von Payer die festgefrorene "Tegetthoff". Von hier aus musste sich die Mannschaft zu Fuß den Weg zum offenen Meer hin erkämpfen.

Die österreichisch-ungarische Polarexpedition der Jahre 1872 bis 1874 war privat organisiert und finanziert. Unter der Leitung von Julius von Payer und Karl Weyprecht wollte die 24 Mann umfassende Besatzung auf dem in Bremerhaven eigens dafür gebauten 220-Tonnen-Dreimastschoner "Admiral Tegetthoff" den Nordpol erreichen. Am 13. Juni 1872 verließ die "Admiral Tegetthoff" Bremerhaven. Am 21. August 1872 wurde das Expeditionsschiff nördlich von Nowaja Semlja im Treibeis eingeschlossen. Ein Jahr lang blieb sie den Eisschollen ausgeliefert. Alle Versuche, das Schiff freizubekommen, misslangen. Mit dem Packeis wurde die "Admiral Tegetthoff" in Richtung einer bis dahin unbekannten Inselgruppe getrieben. Am 2. November 1873 betrat man erstmals das neue Land, dem man den Namen "Kaiser-Franz-Joseph-Land" gab.

Dieses Archipel aus rund 100 Inseln ist mit 16.134 km² etwas kleiner als die Steiermark und nahezu vollständig mit Eis bedeckt. Von hier aus unternahm die Mannschaft in der Folge zahlreiche Erkundungsfahrten. So erreichten sie den bis dahin nördlichsten Punkt, an den je zuvor ein Polarforscher gelangt war. Die "Admiral Tegetthoff" war jedoch für immer im Eis verloren. So blieb nur noch der Weg zu Fuß über das Eis. Am 20. Mai 1874 verließ die Besatzung das Schiff endgültig. Mit drei Beibooten auf Schlitten zogen sie Richtung Süden. Nach zwei Monaten war man erst 15 km von der "Tegetthoff" entfernt. Mit Beginn der Eisschmelze konnten sie endlich auch die Boote verwenden. Am 24. August 1874 wurde die Mannschaft von einem russischen Schiff in einer Bucht vor Nowaja Semlja gerettet, am 25. September 1874 traf die Expedition am Wiener Nordbahnhof ein, wo ihre Teilnehmer als Helden gefeiert wurden.

Die 20-Euro-Silbermünze "Polarexpedition Tegetthoff" ist ab 8. Juni 2005 in Geldinstituten, im Münzhandel sowie in den Münze Österreich-Shops in Wien und Innsbruck erhältlich. Sie ist mit 50.000 Stück streng limitiert und gesetzliches Zahlungsmittel in der Republik Österreich. Der Ausgabepreis liegt bei 35,50 Euro.

Ab 17. August 2005 präsentiert die Münze Österreich in ihrem Haus in 1030 Wien, Am Heumarkt 1, die Ausstellung"Land in Sicht - Österreich auf weiter Fahrt", die bis 3. Februar 2006 zu sehen sein wird.

Quelle: Münze Österreich

 

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