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50-Euro-Goldmünze " Gerard van Swieten "

"Gold" für die Großen Mediziner Österreichs

01.02.2007

Mit "Gerard van Swieten" beginnt diese Woche die neue aus vier Goldmünzen bestehende Serie "Große Mediziner Österreichs". Mit ihr wird heuer und in den folgenden drei Jahren jeweils eine österreichische Persönlichkeit gewürdigt, deren Name untrennbar mit medizinischen Pionierleistungen verbunden ist. Der empfohlene Ausgabepreis der neuen Euromünze aus 10 Gramm Gold beträgt 228 Euro. Sie ist umsatzsteuerfrei.

Eine guter Boden für große Mediziner

Böse Zungen behaupten ja, die enormen Fortschritte in der Medizin hätten vor allem dazu geführt, dass es überhaupt keine gesunden Menschen mehr gibt. Objektiv betrachtet vollbringt die Medizin unserer Zeit aber täglich regelrechte "Wunder". Ohne Frage steht die heutige Medizin meilenweit über jener der Zeit van Swietens. Doch liegt eine der Wurzeln moderner Medizin in der von Gerard van Swieten (1700-1772) mitbegründeten Ersten Wiener Medizinischen Schule und ihren herausragenden Vertretern. Sie machten Wien lange Zeit zum medizinischen Zentrum Europas. Ebenso absolutistisch wie seine Monarchin Maria Theresia, deren Leibarzt van Swieten war, reorganisierte er in der Mitte des 18. Jahrhunderts das österreichische Gesundheitswesen. Er reformierte den medizinischen Unterricht im Geiste von "weg vom Buch, hin zum Bett", er initiierte neue Lehrstühle sowie den Botanischen Garten in Wien, er sorgte für neue Kliniken, Laboratorien - und er berief bedeutende Professoren an die Wiener Universität. Mit der Wiener Medizinischen Schule schuf van Swieten ein Umfeld, aus dem später weitere große Ärzte mit bahnbrechenden Entdeckungen hervor gingen. Nach van Swieten werden nun drei von ihnen im Rahmen der "Großen Mediziner Österreichs" mit je einer 50-Euro-Goldmünze gewürdigt: Im kommenden Jahr folgt der Entdecker der Ursachen für das Kindbettfieber, Ignaz Philipp Semmelweis, und 2009 der bedeutende Chirurg Theodor Billroth. Im Jahr 2010 wird der Nobelpreisträger und Entdecker der Blutgruppen, Karl Landsteiner, das Quartett aus Goldmünzen vervollständigen.

Seit 31. Jänner 2007 gibt es die Münze in den österreichischen Geldinstituten, im Münzhandel sowie in den Münze Österreich-Shops zum
empfohlenen Preis von 228 Euro. Der Sammler erhält eine Prägung aus 10 Gramm Gold, das die Münze angesichts seiner derzeit hohen Notierung allein schon vom Edelmetallwert her kostbar macht. Die Münze ist umsatzsteuerfrei, auf maximal 50.000 Stück limitiert und in der besonderen Qualität "Proof" geprägt. Jede Münze ist in einem attraktiven Etui verpackt, das auch das Echtheitszertifikat beinhaltet.

Die Münze hat viel zu erzählen

Die Goldmünze lädt den Betrachter zu einer Reise in die Welt des Freiherrn Gerard van Swieten ein. Dabei wird die eine Seite dieser Goldprägung von seinem Porträt dominiert. Als Vorlage dienten ein Kupferstich sowie jene Statue des Mediziners, die sich am Maria-Theresia-Denkmal zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum in Wien findet. Der Äskulapstab links vom Porträt steht für van Swietens Zugehörigkeit zur Ärzteschaft und wird alle vier Münzen der Serie begleiten. Hauptmotiv der zweiten Münzseite ist das Gebäude der heutigen Akademie der Wissenschaften. Es wurde auf Anregung van Swietens als Universitätsgebäude errichtet, 1756 eröffnet und erinnert an dieser Stelle an van Swietens Verdienste in Forschung und Lehre. Die Münze zeigt mehr als das heute noch bestehende Bauwerk. Auch das damals existierende vierstöckige, astronomische Observatorium am Dach ist zu sehen. Die dort beschäftigten Astronomen hatten unter anderem die Aufgabe, dem Turmwärter des Stephansdoms die genaue Mittagszeit zu übermitteln sowie sämtliche Wiener Turmuhren abzustimmen. Eine Sternwarte inmitten der Stadt erwies sich jedoch wegen fehlender erschütterungsfreier Aufstellungsplätze für Instrumente, wegen der heißen aufsteigenden Luft und dem vielen Russ als sehr ungünstig. Das führte zum Abbau des Observatoriums. Rechts von der Akademie der Wissenschaften sieht man auf der Münze handschriftliche Zeilen aus van Swietens neuer Studienordnung, einer von Maria Theresia unterstützten Reform des medizinischen Unterrichts aus dem Jahr 1749. Unterhalb ist ein Zweig des "Swietenia Mahagoni" abgebildet. Der Botaniker Nikolaus von Jacquin benannte diese Gattung des Mahagonibaums in Würdigung seiner Leistungen als Initiator des Botanischen Gartens sowie eines Botanik-Lehrstuhls an der Universität Wien nach van Swieten.

Quelle: Münze Österreich

 

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