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Neue 5-Euro-Münze : 100 Jahre Wahlrechtsreform

Neue 9eckige Münze erinnert an Wahlrechtsreform vor 100 Jahren

11.01.2007

Nur wenige wissen, dass es in Österreich 5-Euro-Münzen gibt. Dabei unterscheiden sich diese in ihrer Form markant von allen anderen heimischen Geldstücken: 5-Euro-Münzen sind nicht rund, sie sind neuneckig. Gerade dieses außergewöhnliche Design gefällt, wie eine repräsentative Studie des Linzer market-Instituts zeigte. 67 % der Bevölkerung gefallen die 5-Euro-Münzen aus Silber, 27 % sogar sehr. Das führt aber auch dazu, dass eine 5-Euro-Münze, wenn man sie einmal in die Hand bekommt, häufig lieber behalten als wieder ausgeben wird. Dabei sind alle diese in den letzten Jahren erschienenen 5-Euro-Münzen in Österreich Zahlungsmittel. In wenigen Tagen erscheint nun eine neue Ausgabe. Die moderne Münze aus 8 Gramm Silber erinnert an die bedeutende Wahlrechtsreform vor 100 Jahren, die das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht gebracht hat. Frauen mussten allerdings noch bis nach dem Ersten Weltkrieg auf ihr Wahlrecht warten.

Seit 9. Jänner wird die Münze "100 Jahre Wahlrechtsreform" im Parlament der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit 10. Jänner liegen in den heimischen Geldinstituten und Sparkassen 150.000 Stück 5-Euro-Münzen zum Nennwert von 5 Euro bereit. Sie sind Zahlungsmittel in Österreich und eignen sich daher auch zum Einkaufen. Vor allem für all jene, die diese Münze nicht wieder ausgeben, sondern lieber behalten oder schenken wollen, gibt es darüber hinaus 100.000 attraktiv verpackt in der Qualität "Handgehoben". Die Bezeichnung "Handgehoben" garantiert das besonders sorgfältige Prägen jeder einzelnen Münze sowie die makellose Oberfläche jedes Stücks.
Die "handgehobene" Ausgabe gibt es in Geldinstituten, im Münzhandel sowie bei der "Münze Österreich" zum Ausgabepreis von 9 Euro (inkl. USt).

5-Euro-Stück zum 100. Jubiläum der Wahlrechtsreform 1907

Die neuneckige 5-Euro-Münze "100 Jahre Wahlrechtsreform" gewährt einen Blick ins damalige Parlament. Links in der Mitte befindet sich die Regierungsbank. Darüber unterstützen Parlamentsbeamte den Präsidenten bei der Vorsitzführung. Rechts von der Mitte steht am Aufgang zu ihren Bänken eine Gruppe von Abgeordneten. In das Münzbild "eingeblendet" sind zwei Ovale mit Porträts von Kaiser Franz Joseph I. sowie Ministerpräsident Beck, der dieses Amt von 1906 bis 1908 innehatte. Damit werden die beiden entscheidenden Persönlichkeiten der Wahlrechtsreform gewürdigt: Freiherr von Beck war die treibende Kraft, aber ohne das Wollen des Kaisers wäre die Reform nicht möglich gewesen. Zwischen den beiden Porträts weist ein Logo mit dem leicht abgewandelten Euro-Zeichen und integriertem EU-Stern darauf hin, dass die Münze Teil des internationalen Projekts "Europäische Errungenschaften" ist. Die für alle 5-Euro-Münzen gleiche Nennwertseite zeigt den 5-Euro-Nennwert in der Mitte, um den die neunBundesländer-Wappen gruppiert sind. Von ihnen leitet sich die neuneckige Form der Münze ab.

Die Wahlrechtsreform vor 100 Jahren

Die Wahlrechtsreform von 1907 war ein Meilenstein in der politischen Entwicklung unseres Landes. Mit der Gründung großer politischer Parteien Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Forderung nach einem allgemeinen und gleichen Wahlrecht, die unter anderem im November 1905 in einer friedlichen Großdemonstration der Wiener Arbeiter vor dem Reichsrat gipfelte. Diesem Druck und dem Willen des Kaisers, das allgemeine Wahlrecht einzuführen, stand heftiger Widerstand insbesondere auch seitens der Regierung gegenüber, der letztlich zum Rücktritt des Ministerpräsidenten Baron Gautsch führte. Seinem Nachfolger, Max Wladimir Freiherr von Beck, gelang es mit der Unterstützung des Kaisers, eine Mehrheit für die Wahlreform zu gewinnen. Am 1. Dezember nahm das Abgeordnetenhaus das neue Wahlgesetz an. Am 26. Jänner 1907 unterschrieb Franz Joseph die Allerhöchste Entschließung zur Einführung des allgemeinen Wahlrechts. Frauen mussten allerdings noch bis nach dem Ersten Weltkrieg auf ihr Wahlrecht warten.
 
Quelle: Münze Österreich AG

 

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