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Keiler-Alarm: Werbeanrufe am Telefon sind unzulässig

Werbeanrufe sind verboten, wenn der Konsument vorher nicht ausdrücklich zugestimmt hat.


23.10.2009

Unerlaubte Telefonwerbung ist lästig. Obwohl Werbeanrufe nur mit vorheriger Zustimmung des Konsumenten zulässig sind, setzen sich viele unseriöse Anbieter wie Lottogemeinschaften oder Gewinnspieleanbieter über Rechtsvorschriften hinweg. Monatlich beschweren sich bundesweit rund 1.000 Konsumenten in den AK Beratungen über unerwünschtes Telefonmarketing. Die AK verlangt daher mehr Rechte für die Konsumenten: Verträge müssen unwirksam sein, wenn sie durch verbotenes Telefonmarketing zu Stande kommen.

Glückskomet, Goodluck AG, Eurowin, Munido Marketing GmbH, Globallotto, Lottoverbund, ProfiwinGmbH oder Premium Chance 100 - sie werben für Lotto-Tipp-Gemeinschaften und Eintragungsservices für Gewinnspiele. Ein Ärgernis, das vielen Konsumenten bekannt ist: Das Telefon klingelt. Sie heben ab und es meldet sich eine Lottotippgemeinschaft, um Ihnen eine unsinnige Mitgliedschaft aufzuschwatzen und luchst Ihnen bereits am Telefon Ihre Kontonummer zwecks regelmäßiger Abbuchung ab. Oder Sie werden von einem trainierten Telefonmarketing-Agenten überfallen mit der Frage, ob Sie nicht viel billiger Telefonieren wollen.

Das Problem ist für die AK Konsumentenschützer kein neues: Die Anbieter haben keinen Respekt vor der Privatsphäre, terrorisieren Konsumenten mit Werbeanrufen, betreiben hartnäckiges Telefonmarketing bei über Achtzigjährigen und rufen anonym an, ohne genaue Firmendaten zu nennen. "Nicht genug, dass Verbraucher massiv belästigt werden, werden ihnen am Telefon auch ungewollte Verträge untergejubelt oder Kontonummern abgeluchst", sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz. Zu allem Überfluss müssen dann die Betroffenen tätig werden, um die Folgen des rechtswidrigen Telefonkontakts abzuwehren.

"Die derzeitigen Verwaltungsstrafen sind nicht abschreckend genug", sagt Glatz. Die AK fordert mehr Schutz. Kommen Verträge durch verbotenes Telefonmarketing zu Stande, sollen sie unwirksam sein - außer der Verbraucher bestätigt den Vertrag nachträglich schriftlich. Eine Vereinbarung darüber gibt es im Regierungsübereinkommen. Sie muss rasch umgesetzt werden. Weitere Anliegen: Am Telefon geschlossene Verträge über Wett- und Lotterie-Dienstleistungen sollen künftig auch widerrufen werden können. Wird der Konsument am Telefon dazu animiert, den Anbieter von Dauerschuldverhältnissen zu wechseln (etwa Telefon-, Energieanbieter), so bedarf die Kündigung der Schriftform.

Tipps der AK Konsumentenschützer zum Schutz gegen lästige Telefonwerbung

  • Hängen Sie bei Werbeanrufen entweder sofort auf oder fragen Sie nur nach den Daten des Anrufers. Eruieren Sie soweit möglich Rufnummer, Name des Callcenters und Auftraggeber. Dann können Sie eine Anzeige bei den Fernmeldebüros machen: 1200 Wien, Höchstädtplatz 3; E-Mail: fb.wien@bmvit.gv.at. Die meisten Anrufer werden sich den Fragen entziehen, um anonym zu bleiben.

  • Beantworten Sie am Telefon möglichst keine Fragen. Lassen Sie sich Telefonnummern zum Rückrufen geben, falls Sie später nach intensiver Prüfung von Unterlagen an einen Vertragsabschluss denken. Fragen Sie im Falle eines Vertragsabschlusses nach den Widerrufsfristen.

  • Geben Sie am Telefon nichts über Ihre Person preis, dazu zählen insbesondere auch Ihre Kontodaten. Andernfalls können Direktvertriebs-Firmen Informationen über Sie gewinnen und vor allem auch ungewollte Kontoabbuchungen veranlassen.

  • Wenn Sie sich bereits in ein Gespräch verwickeln haben lassen, achten Sie auf Postzusendungen. Oft werden sie so über (angeblich) am Telefon abgeschlossene Verträge informiert.

  • Will Ihnen ein Telefonmarketing-Agent einen billigeren Telefontarif andrehen, besteht oft Verwechslungsgefahr zwischen verschiedenen Anbietern. Fragen Sie bei Ihrem bisherigen Telekomanbieter nach, was es mit dem Werbeanruf und sonstigen Aktionen auf sich hat.

  • Bei vielen telefonisch abgeschlossenen Telefon- oder Internetverträgen haben Sie ein befristetes, kostenloses Rücktrittsrecht (sieben Werktage ab Vertragsabschluss). Sie müssen schriftlich vom Vertrag zurücktreten. Ohne Vertragsbestätigung des Anbieters samt Belehrung über Ihr Rücktrittsrecht beträgt die Rücktrittsfrist drei Monate.

Quelle: AK Wien, ots

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