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Haftung und Versicherung bei Sturm , Hagel & Co

Die AK rät zum Versicherungs-Check

10.07.2008

Der angekündigte Rekordsommer in diesem Jahr hat bereits seine unangenehmen Vorboten geschickt. Seit Ende Juni verging kaum ein Tag ohne Hagel oder stürmischem Sommergewitter. Die Schäden waren zum Teil immens, Auto oder Eigenheim arg in Mitleidenschaft gezogen. Umso wichtiger ist die Frage nach der richtigen Schadensversicherung. Ein konkreter Fall der letzten Tage: Dachteile eines Nachbarhauses beschädigten das Gebäude eines Anrufers bei der AKNÖ-Konsumentenberatung. Im Gespräch fand man heraus, dass der Geschädigte leider keine Sturmschadenversicherung hatte. Weil Sturm als "höhere Gewalt" gilt, war auch der Nachbar nicht schadenersatzpflichtig.  Der Betroffene blieb somit auf seinem Schaden sitzen.

AKNÖ-Konsumentenschützer Thomas Grünberger ist nach prekären Wetterlagen immer wieder mit derartigen Anfragen konfrontiert: "Viele Leute haben keine Sturmschadenversicherung, obwohl heutzutage das Risiko enorm ist. Außerdem bemerken zahlreiche Konsumenten erst beim Eintreten eines Schadensfalles, dass die Versicherungsbedingungen wesentliche Einschränkungen enthalten." Als Beispiel führt Grünberger die Definition des in der Sturmschaden-Versicherung enthaltenen Hagelschadens an. Dieser wird in vielen Verträgen noch als reiner "Zertrümmerungsschaden" definiert. Das heißt streng genommen - obwohl die Versicherungen oft in Kulanz decken - dass eine vorgeblich bloße Delle am Dach nicht für einen Leistungsfall ausreicht, weil das Dach noch funktionsfähig ist. Hier gäbe es schon Möglichkeiten für verbesserte Versicherungsbedingungen. Grünberger empfiehlt, die Versicherungspolizzen und allgemeinen Bedingungen genauestens zu prüfen und Deckungsvarianten gegebenenfalls zu aktualisieren.

 
Weitere Tipps:

  • Grundsätzlich sind freiliegende Gegenstände etwa auf dem eigenen Grund und Boden ein Risiko. Sorgen Sie immer für eine entsprechende Absicherung, deren Durchführung auch nachweisbar ist. Das wird spätestens dann relevant, wenn ein Sturm ein Objekt mangels zumutbarer Absicherung  von Ihrem Grundstück zu dem des Nachbarn trägt und dort etwas zerstört.
  • Informieren Sie die Versicherung stets unverzüglich über einen Schadensfall, fertigen Sie auch Beweisfotos an. Ziehen Sie bei der Besichtigung durch den Sachverständigen zum Beispiel einen sachkundigen Handwerker bei.
  • Prüfen Sie die Polizze: Wenn Sie den Deckungsinhalt "Sturmschaden" darin finden, heißt das noch lange nicht, dass tatsächlich alles gedeckt ist. Sowohl die Haushaltsversicherung (= Wohnungsinhaltsversicherung) als auch die Eigenheimversicherung (= Gebäudeversicherung) decken nämlich jede Sparte für sich Sturmschäden ab.

Quelle: AKNÖ

 

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