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Warnung vor Lotto-Keilern für Tipp-Gemeinschaft

Persönliche Daten wie die Kontonummer niemals per Telefon oder E-Mail weitergeben!


15.10.2009

Die Urlaubssaison ist zu Ende, die Menschen sind wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt. Allerdings nicht nur jene, die Gutes im Sinn haben. Auch die Geschäftemacher und Glücksritter sind wieder aktiv geworden. In den vergangenen Wochen haben viele Arglose Bekanntschaft mit Vertretern mancher Spielgemeinschaften gemacht, die per Telefon bzw. per E-Mail versuchen, ahnungslose Bürger abzuzocken.

Diese Spielgemeinschaften oder von ihnen beauftragte Callcenter versuchen, Personen zur Teilnahme an Lotto "6 aus 45" oder auch an EuroMillionen zu bewegen. Oft unter der falschen beziehungsweise missverständlich dargestellten Behauptung, im Auftrag der Österreichischen Lotterien tätig zu werden. Eine ebenfalls beliebte Möglichkeit an Kundendaten zu gelangen ist die Verständigung über einen angeblichen Gewinn, den man bei einer Auslosung, zum Beispiel unter E-Mail-Adressen, erzielt haben soll. Gleich nach dieser Information über den vermeintlichen Gewinn versuchen die Anrufer, persönliche Daten wie Adresse und Kontonummer herauszulocken.

Im Kunden-Servicecenter der Österreichischen Lotterien ist die Zahl der Anrufe verunsicherter Spielteilnehmern in letzter Zeit deutlich gestiegen. Die meist gestellte Frage: "Haben Sie bei mir angerufen?"

Die Antwort ist ein klares Nein. Die Teilnahme an Spielen der Österreichischen Lotterien ist grundsätzlich anonym. Deshalb kann es auch gar nicht sein, dass jemand von Lotterien-Mitarbeitern telefonisch kontaktiert oder gar nach persönlichen Daten gefragt wird. Die oft nur allzu verlockend dargestellten, besseren Gewinnaussichten durch Tippgemeinschaften entpuppen sich bei genauerer Betrachtung als Flop. Im besten Fall muss man etwaige Gewinne mit zig anderen teilen, was zu niedrigen Gewinnen für den Einzelnen führt. Zusätzlich werden in aller Regel sogar noch hohe Verwaltungsgebühren einbehalten. Der beste Weg ist der in die Annahmestelle, denn die Möglichkeit, einen Gewinn in voller Höhe zu erzielen, hat man nur, wenn man selbst in die Annahmestelle geht und seine Tipps alleine spielt, raten die Österreichischen Lotterien.

Auch die Arbeiterkammer sieht sich immer wieder mit Anfragen von Konsumenten konfrontiert. "Diese Spielvermittlungstätigkeit ist grundsätzlich nicht gesetzwidrig. Zu überlegen ist jedoch, ob man - gemeinsam mit vielen anderen unbekannten Spielteilnehmern - in einen Pool einzahlt, für dessen Verwaltung zum Teil sehr hohe Beträge einbehalten werden. Für die Vermittlung der Teilnahme am Lotto "6 aus 45" werden von diesen Tippgemeinschaften Verwaltungskostenbeiträge im Extremfall bis zu 60 % des geleisteten Spieleinsatzes berechnet", gibt AK-Expertin Mag. Ulrike Ginner zu bedenken.

Besondere Vorsicht ist dann geboten, wenn ein unbekannter Anrufer nach der Kontonummer fragt: "Diese Anrufe sind ungesetzlich, denn Telefonwerbung ist ohne ausdrückliche Einwilligung des Konsumenten verboten", so Ginner. "Um unliebsame Überraschungen von vornherein zu vermeiden, gilt: Seien Sie misstrauisch, insbesondere dann, wenn Ihnen Gewinne versprochen werden, obwohl Sie gar nicht mitgespielt haben. Und geben Sie Ihre persönlichen Daten keinesfalls per Telefon oder E-Mail an Unbekannte weiter", rät die AK-Expertin.

Hat man sich trotzdem telefonisch zum Abschluss überreden lassen, kann man innerhalb einer Woche vom Vertrag zurücktreten. Außerdem kann ein vom Konto zu unrecht eingezogener Betrag innerhalb von 42 Tagen ohne Angabe von Gründen rückgefordert werden.

Quelle: Österr. Lotterien

 

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