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Internet u. Handy-Kosten werden häufig zum Problem

AK warnt vor Kostenfallen und gibt Tipps im Umgang mit Handy- und Internet-Anbietern.

26.03.2009

Tarifdickicht bei Internet und Handy, aggressive Vertriebsformen, überraschend hohe Rechnungen, teure vorzeitige Vertragskündigungen... Die Liste der Anfragen ist lang: Im Vorjahr suchten rund 50.000 Konsumenten bundesweit in den AK Konsumentenberatungen Rat, weil sie Probleme mit ihrem Internet-, Festnetz- oder Handybetreiber hatten.

Die Probleme für Handys oder Internet sind so vielfältig wie die Angebote. Egal ob Handy oder Internet - ständig kommen neue Geräte, Technologien oder Tarife auf den Markt. Wer soll da noch den Überblick behalten über Nutzungsbedingungen, Installationsvoraussetzungen, Kosten und Sicherheitsrisiken? Der beste Schutz ist Information und Misstrauen gegenüber zu blumigen Versprechen.

Die "Top 10" der häufigsten Beschwerden

  • Produkt- und Angebotsdschungel
  • Aggressive Vertriebsformen
  • Flotte Werbesprüche
  • Horrende Rechnungen
  • Schwieriger Anspruch auf Gewährleistung
  • Massengeschäfte - Tendenz steigend
  • Geänderte Geschäftsbedingungen und Entgelte
  • Vorzeitig gekündigt - das wird teuer
  • Wenn die Schuldenfalle zuschnappt
  • Internet - schnell geht gar nichts


Die AK fordert daher mehr Schutz für Telekom- und Internetkunden:

  • Online-Verträge sollten nur mit einer Mailbestätigung des Verbrauchers wirksam sein. Konsumenten werden oft überrumpelt. Sie glauben eine Gratis-Webseite zu besuchen, klicken etwas an - und schon ist ein Vertrag unbemerkt geschlossen.

  • Werden Verträge auf Grund unerbetener Werbeanrufe geschlossen, sollten sie entweder nichtig oder bis zur schriftlichen Bestätigung durch den Kunden schwebend unwirksam sein.

  • Das Gewährleistungsservice beim Händler sollte reibungslos funktionieren. Eine gerichtliche Durchsetzung der Ansprüche muss die Ausnahme bleiben. Denn oft stehen Handywert und Prozessaufwand in keinem Verhältnis.

  • Die Internetprovider sollten ihre Kunden mehr aufklären über Internetsicherheit und sichere Hilfsmittel, um Daten und Privatsphäre besser zu schützen. Außerdem sollte die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung von Telefon- und Internetdaten - sofern unumgänglich - "schonend" in Österreich umgesetzt werden. So sollten etwa die Daten nur so kurz wie möglich aufgehoben werden. Datenweitergaben an Sicherheitsbehörden sollten nur auf richterlichen Befehl erfolgen.


Streit mit Telekom- oder Internetanbieter - was tun?

Eine unerklärlich hohe Telefon- oder Internetrechnung: Konsumenten sollen bei ihrem Anbieter schriftlich und rechtzeitig Einspruch erheben. Den Einspruch auch der Telekom-Regulierungsbehörde RTR mitteilen. Dadurch kann unter Umständen bewirkt werden, dass der strittige Betrag vorerst nicht zur Gänze bezahlt werden muss. Gelingt mit dem Betreiber keine Einigung, kann die RTR in vielen Fällen auch als Schlichtungsstelle angerufen werden.

Vertrag "aufgeschwatzt"?

  • Werbeanrufe sind nicht erlaubt, wenn Sie zuvor nicht zugestimmt haben. Daher: Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch ziehen - legen Sie auf!

  • Haben Sie sich doch in ein Gespräch verwickeln lassen, erheben Sie nur die Daten des Anrufers (Rufnummer, Name des Callcenters, Auftraggeber), um eine Anzeige bei den Fernmeldebüros machen zu können. Die meisten Anrufer werden versuchen, sich den Fragen zu entziehen. Sie wollen anonym bleiben.

  • Achten Sie nach einem Telefongespräch auf Postzusendungen. Oft werden sie so über (angeblich) am Telefon abgeschlossene Verträge informiert.

  • Bei vielen telefonisch abgeschlossenen Telefon- oder Internetverträgen können Sie schriftlich und kostenlos innerhalb von sieben Werktagen ab Vertragsabschluss zurücktreten. Ohne Vertragsbestätigung des Anbieters mit Belehrung über Ihr Rücktrittsrecht beträgt die Rücktrittsfrist drei Monate.

  • Lassen Sie keine fremden Personen ins Haus, wenn Sie keinen Termin ausgemacht haben.

  • Lassen Sie sich nicht zu Unterschriften auf Verträgen oder Formularen drängen.

  • Lesen Sie alles genau und in Ruhe durch. Fragen Sie nach, wenn der Inhalt unverständlich ist.

  • Erkundigen Sie sich bei Zweifeln und Verwechslungsgefahr bei Ihrem Telekomanbieter, was es mit einem Werbeanruf und sonstigen Aktionen auf sich hat.

  • Händigen Sie keine eigenen Unterlagen (zum Beispiel Rechnungen oder Verträge) aus, auch nicht zur Ansicht. Sonst können Direktvertriebs-Firmen Informationen über Sie gewinnen.


Quelle: AK

 

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