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Handwerker-Preise in Wien : Tipps zum Sparen

Die AK hat Anfang 2009 die Preise von 79 Handwerkern in Wien erhoben.

07.05.2009

Bei Handwerkern sind die Preisunterschiede enorm. Ein aktueller AK Test bei 79 Handwerkern in Wien zeigt: Rinnt die Therme und wird der Werkskundendienst gerufen, kostet die "reine" Monteurstunde zwischen 60 und 95 Euro. "Aber das ist nicht alles", sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina, "denn Wegzeit und mitunter ein Fahrtkostenpauschale machen die Rechnung unterm Strich höher." Wer einen Notdienst etwa am Wochenende ruft, zahlt zusätzlich einen Überstundenzuschlag.

Was kostet eine "reine" Handwerker-Stunde? Einige Beispiele:          


Monteurstunde in EUR
Preissteigerung zu 2005
Elektriker
51 bis 78
+ 13 Prozent
Gas-Wasser-Installateur
58 bis 79
+ 11 Prozent
Thermen-Werkskundendienst
60 bis 95
+ 15 Prozent
Installateur-Notdienst
88 bis 180
+ 22 Prozent
Sicherheitsschlüssel nachmachen
3,39 bis 20
+ 11 Prozent
Aufsperrdienst im eigenen Bezirk *)
85 bis 98
+ 9 Prozent
Glaser
57 bis 80
kein Vergleichswert



*) inkl. Fahrtkosten



"Die Preissteigerungen liegen weit über der Teuerungsrate", sagt Delapina. Der Verbraucherpreisindex stieg von September 2005 bis März 2009 um 6,8 Prozent.

Bei den Notdiensten wird ein Überstundenzuschlag dazugerechnet, etwa wenn sie den Monteur außerhalb der Öffnungszeiten oder am Wochenende rufen. So kostet eine Monteurstunde bei einem Notdienst-Installateur bei 50 Prozent Überstundenzuschlag durchschnittlich 119 Euro (88 bis 180 Euro), bei 100 Prozent Überstundenzuschlag, etwa am Sonntagabend, durchschnittlich 154 Euro (118 bis 180 Euro).

Die meisten Betriebe geben an, für die Wegzeit die Arbeitszeitkosten in Rechnung zu stellen. Manche verrechnen zusätzlich ein Fahrzeugpauschale, das auch große Preisunterschiede haben kann. Und freilich darf nicht auf die Materialkosten vergessen werden.

Positiv: Die Preisauszeichnung passte bei den erhobenen Betrieben im Großen und Ganzen.

So holen Sie mehr raus - Tipps der AK Konsumentenschützer:

  • Achtung bei den Fahrtkosten: Bedenken Sie, dass der Stundensatz verrechnet wird, wenn die Wegzeit gleich Arbeitszeit ist. Das heißt, dass Sie je nach Dauer eine halbe bis eine ganze Stunde bezahlen müssen. Wählen Sie daher eher einen Handwerker in Ihrer Nähe aus, und erkundigen Sie sich nach den Fahrtkosten für die Nahzone. Das ist meist billiger. Manche Firmen haben auch eine Fahrzeugpauschale. Das kann unter Umständen günstiger sein als der verrechnete Stundensatz, wenn die Wegzeit mit der Arbeitszeit gleichgestellt wird.

  • Erkundigen Sie sich bei Notdiensten nach Abend-, Nacht-, Wochenend- oder Sonn- und Feiertagszuschlägen. Die Geschäftszeiten sind nicht bei allen Betrieben gleich! Wenn es Ihnen möglich ist, bestellen Sie den Handwerker erst am nächsten Werktag während der Betriebszeiten.

  • Manche Glaser-Notdienste verlangen bei einem Noteinsatz am Wochenende deutlich weniger Überstundenzuschlag oder den Normalpreis, wenn der Folgeauftrag (und nicht nur das Provisorium) auch bei ihnen bestellt wird.

  • Für einen Kostenvoranschlag müssen Sie nur bezahlen, wenn Sie vorher auf diese Zahlungspflicht hingewiesen worden sind.

  • Ein Kostenvoranschlag gilt als verbindlich, wenn nicht ausdrücklich das Gegenteil (also unverbindlich, cirka, ungefähr) erklärt ist.

  • Bei einem verbindlichen Kostenvoranschlag darf der Betrieb keinesfalls mehr verrechnen, wenn er falsch kalkuliert hat. Bei einem unverbindlichen Kostenvoranschlag muss der Betrieb vorher mit Ihnen Rücksprache halten, sollten die Kosten für die Arbeit beträchtlich, also mehr als zehn bis 15 Prozent höher sein, als im Kostenvoranschlag angegeben.

Quelle: AK Wien

 

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