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Gutscheine , Umtausch und Gewährleistung

Die wichtigsten Regeln nochmals in Erinnerung gerufen

01.12.2008

Auch wenn manche Kunden bei den Weihnachtseinkäufen heuer sparen dürften: So viel gekauft wie in den nächsten Wochen wird das ganze Jahr nicht. Ein kleiner Leitfaden der NÖ Arbeiterkammer soll helfen, vor Weihnachten wieder einmal die wichtigsten Konsumentenrechte in Erinnerung zu rufen.

Gutscheine werden als Weihnachtsgeschenk immer beliebter. "Man gibt damit den Beschenkten eine größere Freiheit, sich das auszusuchen, was sie wollen", sagt Manfred Neubauer von der Konsumentenschutzabteilung der niederösterreichischen Arbeiterkammer. "Allerdings sollte man immer auf die Befristung achten". Es sei rechtlich zulässig, dass ein Gutschein nur eine bestimmte Zeit lang gültig und somit einlösbar ist. "Wenn man zum Beispiel einen Gutschein von einem Buchhändler schenkt, darf dort drauf stehen, dass dieser z.B. nur bis 1.7.2009 gilt", sagt Neubauer. Gutscheine ohne Ablaufdatum gelten 30 Jahre lang. "Allerdings gilt nur der aufgedruckte Betrag, inflationsangepasst wird er sicher nicht".

Umtausch: Vorher absichern

Wer sich für klassische Geschenke wie etwa ein Buch oder ein Kleidungsstück entscheidet, kann sich vorher absichern. "Es ist ja möglich, dass dem oder der Beschenkten die Jacke zu groß ist, die Farbe nicht passt oder er oder sie sich etwas anderes gewünscht haben", sagt Neubauer. "Da ist es ratsam, sich vorher abzusichern und mit dem Händler zu vereinbaren, dass ein Umtausch möglich ist". Das ist Verhandlungssache: "Ein Umtausch ist eine freiwillige Vereinbarung, die man sich etwa auf der Rechnung vermerken lassen sollte. Für den Händler gibt es keine Verpflichtung, dass er so eine Vereinbarung trifft. Aber wenn, muss er sich daran halten". Möglich ist, dass ein Umtausch an Bedingungen geknüpft wird. "Manche Händler verlangen, dass die Originalverpackung mitgebracht wird wie bei Videospielen oder DVD’s", sagt Neubauer. Bei vielen Produkten seien solche Bedingungen auf der Verpackung oder der Rechnung ersichtlich.

Gewährleistung gilt zwei Jahre lang

Kein freiwilliges Angebot ist die Gewährleistung. "Ein Händler ist verpflichtet, ein schad- oder mangelhaftes Produkt zwei Jahre lang zurückzunehmen", erklärt Neubauer. "Dann muss es entweder repariert oder gegen ein neues getauscht werden". Bei Massenartikeln werden die Waren meist getauscht, bei teureren Geräten wird meist repariert. Die Gewährleistung gilt nicht, wenn unsachgemäße Handhabung durch den Konsumenten zu dem Mangel geführt hat.

Quelle: AKNÖ, ots

 

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