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Geld wechseln vor dem Urlaub : Spesen und Gebühren

Keine kleinen Beträge und nicht am Flughafen oder Bahnhof wechseln

19.06.2008

Wer nur kleine Eurobeträge wechselt, kann draufzahlen. Denn die Mindestspesen sind manchmal sehr hoch. Das zeigt ein aktueller AK Test bei elf Banken in Wien und am Flughafen Wien Schwechat. "Konsumenten sollten daher immer nach den verrechneten Provisionen, Mindestspesen und Sonderkonditionen für Kunden fragen", rät AK Konsumentenschützerin Michaela Kollmann. 

Für viele Länder fällt seit dem Euro das Wechseln weg. Den Euro haben Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, seit 2008 auch Malta und Zypern. Wer etwa nach Kroatien oder in die Türkei reist, muss weiterhin zum Wechselschalter pilgern. Bis zu fünf Prozent Spesen vom gewechselten Betrag, aber Mindestspesen bis zu 7,50 Euro kostet der Geldumtausch.


Was Banken fürs Geldumtauschen verrechnen:

Bank
Provision in Prozent
vom gewechselten Betrag
Mindestspesen
Bank Austria 1)
3 Prozent
4,70 Euro
Bankhaus Schelhammer & Schattera 2)
keine Spesen
keine Spesen
Bawag PSK 3)
1,5 Prozent
2,50 Euro
Erste Bank 4)
3 Prozent
3,50 Euro
Hypo NÖ
1,5 Prozent
4 Euro
Österr. Verkehrskreditbank 5)
1 bis 4,5 Prozent
1 bis 2 Euro
Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien
1,5 Prozent
3,63 Euro
Volksbank Wien
1,5 Prozent
3,63 Euro
Erste Bank 4) am Flughafen
4 Prozent
5 Euro
Raiffeisenbank am Flughafen
5 Prozent
7,50 Euro
Inter Change Western Union Flughafen
4,5 Prozent
5 Euro

1) für Kunden 1,5 Prozent, mindestens 4,70 Euro
2) Verkauf USD-Noten zum Mittelkurs
3) kein Valutengeschäft in den Postfilialen, ausgenommen ehemalige Hauptanstalt PSK am Georg Coch Platz in Wien
4) bei Buchung übers Konto 1,5 Prozent, mindestens 3,50 Euro
5) unterschiedliche Spesen für Vorteilscard- und VorteilsCard / MasterCard-Kunden und Kunden der Österr. Verkehrskreditbank und je nach Filiale/Zweigstelle an Bahnhöfen


Wer auf Plastikkarten setzt, hat mit der Bankomatkarte im Euro-Raum keine Spesen beim Zahlen und Geldabheben. In Nicht-Euro-Ländern gibt’s beim Geldabheben Spesen von 0,75 Prozent plus 1,82 Euro, beim Zahlen 0,75 Prozent plus 1,19 Euro.

Wer die Kreditkarte zückt, hat keine Spesen nur beim Zahlen im Inland und Euro-Raum. Wer im Nicht-Euro-Raum zahlt, hat Manipulationsgebühren von ein bis zwei Prozent je nach Karte. Die Spesen fürs Geldabheben im Inland und Euro-Raum machen drei Prozent aus, mindestens 2,50 bis vier Euro. In Nicht-Euro-Ländern wird’s noch teurer: zu den Spesen kommt noch eine Gebühr von bis zu zwei Prozent dazu.


Fünf Tipps für Ihr "Urlaubsgeld"

  • Fragen Sie beim Geldumtausch nach den verrechneten Provisionen, nach Mindestspesen und Sonderkonditionen für Kunden

  • Achtung: Geldwechseln ist am Flughafen sehr teuer

  • Am Westbahnhof und Südbahnhof können Sie bei der Österreichischen Verkehrskreditbank wechseln. Die Konditionen sind aber schlechter als außerhalb des Bahnhofes

  • In Österreich oder im Urlaubsland wechseln? Die Kurs- und  Spesengestaltung in den Urlaubsländern ist sehr unterschiedlich. Die Kurse sind zwar oft günstiger als in Österreich, die Spesen können aber den Kursvorteil wieder auffressen

  • Vermeiden Sie Geldabheben mit der Kreditkarte - das ist sehr teuer. In der Regel gilt für den Nicht-Euro-Raum: Bargeld abheben mit der Maestro Karte, zahlen mit der Kreditkarte.


Die Erhebung und die AK Broschüre Reisetipps finden Sie im Internet unter www.arbeiterkammer.at.

Quelle: AK Wien

 

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