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Tipps für den Kauf von Fernseher, Digitalkamera & Co.

Unterhaltungselektronik steht auch heuer ganz oben auf der Weihnachts-Wunschliste

11.12.2008

Elektronikgeräte stehen bei Herrn und Frau Österreicher auch heuer wieder ganz weit oben auf dem Wunschzettel für Weihnachten. Doch Weihnachtsmänner und -frauen haben es mitunter schwer. Am Elektronikmarkt vergeht kaum ein Monat, in dem nicht ein neuer Fernseher oder ein neues Handy präsentiert werden; und auch immer neue technische Ausstattungen machen es fast unmöglich, den Überblick zu behalten.

Abhilfe schafft "Konsument". Das Testmagazin nimmt Monat für Monat hunderte Produkte und Dienstleistungen unter die Lupe, darunter auch regelmäßig Produkte der Unterhaltungselektronik. "Dabei zeigt sich ganz klar: In der Unterhaltungselektronik hat Qualität ihren Preis. Der Kauf von Markenprodukten lohnt sich", weiß Franz Floss, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation. Angesichts der rasanten Weiterentwicklung - mit all ihren positiven Entwicklungen für Konsumenten - bleibt aber auch ein Wermutstropfen: "Egal ob neu angeschaffter Flachbildschirm oder aktuelles Digitalkamera-Modell - die Geräte sind eigentlich bereits beim Kauf veraltet", berichtet "Konsument"-Technikexperte Paul Srna.

Der Trend in Richtung multimediale Anwendungen hat mittlerweile nahezu alle Produkte der Unterhaltungselektronik erfasst. Aber auch wenn viele Modelle theoretisch Alleskönner sind: In der Praxis zeigen sich für einzelne Anwendungen immer noch klare Schwächen. "Die Frage nach dem Verwendungszweck wird daher immer wichtiger", betont Srna.


TV-Geräte: Unterschiede in der Bildqualität
Die Qualität der Flachbildschirme ist zuletzt gestiegen, die Preise sind gesunken. Es spricht daher eigentlich nichts dagegen, bei einem anstehenden Neukauf auf einen Flachbildschirm umzusteigen. "Ein vorgezogener Kauf lohnt sich dagegen nicht, denn ihre eigentliche Stärke - die Wiedergabe hochauflösender HDTV-Bilder - können die Geräte mangels Programmangebots derzeit nur bedingt ausspielen", informiert Srna. Den Markt dominiert inzwischen die LCD-Technologie, weshalb Auswahl und Preisbandbreite hier entsprechend groß sind. Allgemein gilt: LCD-Fernseher eignen sich für alle Tage und liefern - bei vergleichsweise geringem Stromverbrauch - auch ohne Abdunkelung des Raumes ein gut erkennbares Bild. Schlieren und Bewegungsartefakte sind aber nicht auszuschließen.

Plasmageräte (mit deutlich höherem Stromverbrauch) punkten meist bezüglich Farbe, Kontrast und Bewegungsdarstellung und richten sich eher an Heimkino-Fans. Anders als bei der bewährten Bildröhre gibt es bei den Flachbildschirmen mitunter sehr deutliche Unterschiede in der Bildqualität - zugleich wird diese stark von der Art der Signalquelle (z.B. digitale Signale über Kabel, Satellit, Antenne oder DVD-Player) beeinflusst. Wie der aktuelle Test zeigt ("Konsument" 1/2009), ist bisher nur ein eingebauter DVB-TTuner Standard, integrierte Tuner für Satellit und Kabel sind derzeit noch eher die Ausnahme. Für den Konsumenten bedeutet das: Meist wird zusätzlich zum TV-Gerät noch eine entsprechende Settop-Box benötigt.

"Konsument" rät:

  • Als "vollkommen" kann man kaum ein Gerät bezeichnen. Daher vorab klären, welche Signalquellen man empfangen kann (bzw. mit welchem Zusatzaufwand) und andererseits, welche externen Geräte angeschlossen werden können. Am besten viele Anschlüsse in allen möglichen Varianten, da sich auch in diesem Bereich die Technik rasant ändert.


Digitalkameras: Werbeschmäh Megapixel
Es gibt sie heute bereits um unter 100 Euro. Eine "gute" Digitalkamera, die viel kann aber dennoch einfach in der Bedienung ist, kostet rund 300 Euro (siehe dazu "Konsument" 12/2008). Wer ständig im Automatikmodus fotografiert, der ist mit einem sogenannten Basic-Modell bestens bedient. In dieser Gruppe stehen Einfachheit und Alltagstauglichkeit an erster Stelle. Für die meisten Hobbyfotografen ist das vollkommen ausreichend, denn die Vollautomatik liefert heutzutage in den meisten Situationen brauchbare Ergebnisse. Non-Basic-Modelle sind für all jene gedacht, die sich mehr Gestaltungsfreiheit nehmen möchten. Fotos mit künstlerischem Anspruch sind das Revier der digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR), die mit Verkaufspreisen ab 500 Euro relativ erschwinglich geworden sind und sich in jüngster Zeit einen erstaunlichen Marktanteil zurückgeholt haben. So manche D-SLR Kamera bietet seit Kurzem auch die beliebte Videofunktion - allerdings im höherpreisigen Segment. Dafür gleich im hochauflösenden High-Definition-Format, sodass man sich den Camcorder sparen kann.

Vergleicht man die Testergebnisse der letzten Jahre, zeigt sich, dass Digitalkameras in puncto Bildqualität schlechter geworden sind - im Schnitt um eine Note. Auch wenn nach wie vor mit der Anzahl der Megapixel geworben wird, ist sie kein Indikator für Qualität. Im Gegenteil: Je höher die Pixelzahl, desto mehr neue Probleme ergeben sich für den Fotografen (z.B. Bildrauschen). "Wesentlich für eine gute Kamera ist das Zusammenspiel zwischen Optik, Chip und integrierter Software", unterstreicht Srna.

"Konsument" rät:

  • Kompaktheit ist nicht alles: Zoomfaktor, Auflösung, Brennweite, Weitwinkeloptik und einfache Handhabung sind für die Kaufentscheidung gleichfalls zu beachten.

  • Hände weg von No-Name-Modellen: Die Linsenqualität und die Software der Kamera sind deutlich schlechter als bei Markenprodukten. Sparen lässt sich mit dem Kauf von guten Vorjahresmodellen.

  • Ein großes Display ist fraglos praktisch. Doch je mehr Platz für das Display verwendet wird, desto weniger Platz ist für die Menütasten. Daher vor dem Kauf testen, ob man die Kamera auch einfach bedienen kann.


DVD-Recorder: Zunehmender Trend zum "Multimediacenter"
Nach TV, Radio und PC ist er der Österreicher liebstes Unterhaltungs-Kind: Schon 72 Prozent aller Landsleute besitzen einen DVD-Player oder -Recorder. Die Gründe sind im wahrsten Wortsinn augenfällig: Neben der besseren Bildqualität bieten DVD-Recorder im Vergleich zu VHS-Recorder viele praktische Zusatzfunktionen. Zwei Laufwerke - DVD und Festplatte - sind mittlerweile ebenso Standard wie ein USB-Anschluss. Damit wird der DVD Recorder endgültig zum Unterhaltungs-Server. Die Musikwiedergabe, Bildwiedergabe oder auch das Drucken von Fotos über den DVD-Recorder wird so möglich. Noch nicht so weit verbreitet ist dagegen ein eingebauter DVB-T-Tuner, wie er etwa für die terrestrisch ausgestrahlten Programme von ORF, ATV, Puls4 und SAT erforderlich ist, wenn diese via Antenne empfangen werden.

Erfreulich für alle, die den Kauf eines DVD-Recorders erwägen: Die Durchschnittspreise sind heuer im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent gesunken. Die Qualität der angebotenen Geräte ist überwiegend "gut", die Preisunterschiede sind jedoch beachtlich. Zwischen 200 und 600 Euro müssen Konsumenten für ein "gutes" Modell hinblättern (siehe dazu "Konsument" 10/2008).

"Konsument" rät:

  • Die Kapazität der Festplatte hat entscheidenden Einfluss auf den Preis. Wer sich auch mit weniger Gigabyte zufrieden gibt, kann hier deutlich sparen.

  • Vor dem Kauf checken, über welche Anschlüsse der Recorder verfügen muss, damit er mit dem vorhandenen Equipment verbunden werden kann.

  • Auch auf das Betriebsgeräusch achten - ein wesentlicher Faktor, vor allem bei kleineren Wohnungen.


MP3-Player: Der Kopfhörer macht den Ton
Der Trend geht bei den Music-Playern nicht nur in Richtung eines "stylishen" Äußeren, sondern eindeutig zu den Multimediaanwendungen. Besonders das Abspielen von Fotos und Videoclips wird immer beliebter. Tatsache ist, dass mit dem Speicherplatz und der Displaygröße das Gewicht und die Größe des Players zunehmen. Wer sich für einen MP3-Player interessiert, kann sich zwischen Modellen mit Flashspeicher und Festplattenspeicher entscheiden. Letzere sind echte Massenspeicher, auf denen man ganze Musik- und Fotosammlungen unterbringt. Hier geht es ab rund 30 GB Festplatte los. Naturgemäß steigen die Preise der MP3-Player mit deren Ausstattung. Für MP3-Player mit Multimediaanwendungen müssen Musikliebhaber ab rund 150 bis 200 Euro auslegen, einfache Geräte zum Musikhören werden bereits um weniger als die Hälfte angeboten. Aktuelle Testergebnisse gibt es ab 18. Dezember im Jänner-"Konsument" 2009.

"Konsument" rät:

  • Gezielt kaufen: Musik im MP3-Format abspielen kann jedes Gerät. Darüber hinaus ist die wichtigste Frage neben dem Preis jene nach dem Verwendungszweck. Festplattengeräte eignen sich keinesfalls für den sportlichen Einsatz.

  • Kopfhörer austauschen: Wer auf gute Tonqualität Wert legt, kommt um den Kauf höherwertiger Kopfhörer (ab 20 bis 30 Euro) meist nicht herum. Die mitgelieferten Modelle sind meist nur durchschnittlich.


Alle Testergebnisse der Zeitschrift "Konsument" (zurück bis ins Jahr 2000) gibt es online auf www.konsument.at.

Quelle: VKI

 

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