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Staatlich geförderte Pensionsvorsorge im AK-Test

Kritik: Werbung mit hoher Prämie, Renditen oft nicht nachvollziehbar

Die staatlich geförderte Pensionsvorsorge wird seit heuer als Fondsvariante oder als fondsgebundene Versicherung angeboten. Die persönlichen Einzahlungen werden heuer mit einer staatlichen Prämie von 9,5 Prozent gefördert, die im Jahr 2004 auf 9 Prozent sinkt. Ein aktueller Test der Arbeiterkammer (AK) bei 8 Banken zeigt lt. AK mangelhafte Infos für die Konsumenten und intransparente Produkte. Bei der Beratung wird zwar die staatliche Prämie stark hervorgestrichen, aber die anfallenden Spesen fallen oft unter den Tisch. Auch bei staatlich geförderten Investmentfonds gibt es Ausgabespesen von z.B. 3 Prozent sowie Depotspesen, die laufend verrechnet werden. Zu den Fondspolizzen erhielten die AK-Tester gar keine Angaben über die Kostenbelastung.

Die Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass die staatliche Prämie nicht ident mit der Rendite ist, so die AK-Konsumentenschützer. Bei der Rendite nannten die Banken den AK-Testern Angaben zwischen 3 und 9 Prozent, die in den Offerten im Kleingedruckten als durchwegs unverbindlich angegeben sind. Die AK kritisiert, dass bei Renditeangaben, die sich auf "Vergangenheitswerte" oder "vergleichbare Produkte" beziehen oder als "derzeit realistisch" bezeichnet werden, die Quellenangabe und die zeitlichen Bezüge fehlen. Damit ist die Behauptung, dass angeblich realistische Rendite-Prognosen auf Vergangenheitsdaten beruhen, nicht nachvollziehbar, so die AK und fordert von Banken und Versicherern Offerte mit vergleichbaren und nachvollziehbaren Leistungskennziffern.

Die staatlich geförderten Fondspolizzen und Investmentfonds mit einem 40prozentigen Aktienanteil haben zwar ein "Sicherheitsnetz" in Form der Kapitalgarantie am Ende der Ansparphase. Die Rendite beträgt bei einer jährlichen Sparleistung von 1.851 Euro (zuzüglich der staatlichen Prämie von 9 %) nach 10 Jahren gerade 1,6 Prozent, wenn die Kapitalgarantie greift und die Vorsorgeprodukte keinen Ertrag abwerfen, warnt die AK.

Tipps der AK-Konsumentenschützer

  • Klären Sie, um welches Produkt es sich handelt: Fondspolizze oder Investmentfonds.

  • Fragen Sie jedenfalls nach den Spesen.

  • Welche Mindest- und Höchstbeträge können pro Monat einbezahlt werden.

  • Gibt es die Kapitalgarantie nur bei widmungsgemäßer Verwendung oder Auszahlung?

  • Erkundigen Sie sich nach den Zusatzleistungen und deren Kosten.

  • Welche Sparbeiträge können Sie sich künftig ohne größere Probleme leisten?
Weitere Tipps finden Sie auf der Webseite der AK ...


 

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