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Hände weg von Werbefahrten - Datenbank mit Anbieter-Infos ab sofort online

Neues Internetangebot verbessert Schutz vor unseriösen Werbefahrten


10.11.2011

Bildquelle: aboutpixel.de / keiner da © maggie
Traumreise gewonnen, in der spanischen Lotterie den Jackpot geknackt oder nominiert worden für eine Werbever- anstaltung mit Buffet und Abholservice? Solche und ähnliche Schreiben halten Konsumentenberater regelmäßig auf Trab. Denn immer wieder fallen Konsumenten auf allzu verlockend klingende Einladungen und Gewinnzusagen herein. Die Folge: Im besten Fall enttäuschte Erwartungen, im schlimmsten Fall Geldsummen, die auf die Bankkonten von unseriösen Firmen überwiesen wurden. "Tagtäglich melden sich Menschen bei uns, die auf solche Firmen hereingefallen sind", berichtet AKNÖ-Konsumentenberaterin Christa Hörmann. Den dubiosen Machenschaften dieser Firmen will die NÖ Arbeiterkammer ab sofort einen Riegel vorschieben.

Gestern startete die AKNÖ in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK), der Arbeiterkammer Wien, dem Land Niederösterreich und dem Land Burgenland die österreichweite "Hände weg von Werbefahrten"-Initiative. Dazu wurde eine umfassende, im Internet abrufbare Datenbank eingerichtet, die mit wenigen Klicks Auskunft über jene Firmen gibt, von denen man am besten die Hände lassen sollte. "Die Datenbank soll KonsumentInnen helfen, Geschäftspraktiken an der Grenze des Erlaubten zu entlarven. Jeder Eintrag enthält den Firmennamen, die Anschrift, das Lockmittel, mit dem die Firma arbeitet, sowie das Schreiben, das an die KonsumentInnen ausgeschickt wurde", erklärt Hörmann. Um die Datenbank aktuell zu halten, werden die Konsumenten aufgerufen, neu erhaltene Gewinnbenachrichtigungen und Einladungen zu Werbefahrten an die Experten der AKNÖ zu schicken.

Die "Hände weg von Werbefahrten"-Datenbank ist im Internet unter www.haendewegvonwerbefahrten.at abrufbar.

Konsumentenschutzminister Hundstorfer verweist in diesem Zusammenhang auch auf die wichtigsten Regelungen für Werbefahrten, die dazu beitragen sollen, unseriöse Anbieter leichter zu erkennen:

Die Einladung muss Mindestinformationen enthalten und folgende Informationen müssen auf seriösen Einladungen jedenfalls abgedruckt sein:

  • Name (Firma) des Gewerbetreibenden, ladungsfähige Anschrift sowie Zeitpunkt und Ort der Veranstaltung. Misstrauen ist jedenfalls bei der Angabe von Postfachadressen angebracht. Hinter einem Postfach können sich die Verantwortlichen allzu leicht verstecken, weshalb die Angabe lediglich eines Postfachs gesetzwidrig ist.

  • Charakterisierung der angebotenen Waren, gegebenenfalls der angebotenen Dienstleistungen.
     
  • im Fall der Bewerbung von Reisen: Name (Firma) sowie Standort des Reiseveranstalters.

  • ein Hinweis auf das bestehende Verbot der Entgegennahme von Bestellungen und des Verkaufs gegen Bargeld bei der Veranstaltung. Grundsätzlich dürfen Einladungen an Haushalte zudem keine Zusagen von Gewinnen oder Preisen enthalten.

Zudem ist eine Anmeldung der Veranstaltung bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde erforderlich.
Auch sind Warenpräsentationen und Verkäufe bestimmter Produkte im Rahmen von Werbeveranstaltungen jedenfalls verboten. Dazu gehören u.a.: Nahrungsergänzungsmittel, Arzneimittel, Heilbehelfe, kosmetische Mittel, Uhren aus Edelmetall, Gold- und Platinwaren.

Nehmen KonsumentInnen trotzdem an solchen Veranstaltungen teil, so sind folgende Punkte wichtig:

  • Es dürfen bei Werbefahrten keine Bestellungen entgegengenommen werden.

  • Es dürfen Waren nicht vor Ort verkauft werden.

  • Die beworbenen Produkte sind in aller Regel nicht preiswerter als im normalen Handel, sondern zumeist überteuert.

  • Ein gesundes Misstrauen bei Versprechungen betreffend die Produkte ist auf alle Fälle angebracht.

Zu spezieller Vorsicht wird auch bei Werbefahrten geraten, die ins Ausland gehen, da in der Regel die österreichischen Schutzvorschriften nicht gelten. "Ich empfehle jedenfalls jedem potentiellen Teilnehmer an einer Werbefahrt schon im Vorfeld umfassend über den Anbieter zu informieren, damit es nicht auf der Ausflugsfahrt dann ein böses Erwachen gibt", so der Konsumentenschutzminister.

Umfassende Informationen zum Thema Werbefahrten bietet auch die Broschüre "Gewinn? oder Falle! Werbeveranstaltungen und Ausflugsfahrten", die kostenlos beim Broschürenservice des Konsumentenschutzministeriums unter der kostenfreien Servicenummer 0800-202074 zu beziehen ist.

Quelle: AKNÖ, BMASK, ots

 

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