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Umtausch und Gutschein - Das sollten Sie wissen

Umtausch ist (außer bei Mängeln) reine Gefälligkeit des Händlers

Gutscheine sind vor allem zu Weihnachten ein beliebtes Geschenk. Wie lange sie gültig sind, darüber herrscht bei vielen Konsumenten aber Unklarheit. Auch darüber, dass es kein Recht auf Umtausch gibt und was es mit der Gewährleistung auf sich hat, wissen nicht alle Christkindln Bescheid. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen:

Wie lange sind Gutscheine gültig?
Warengutscheine sind oft nur bis zu einem bestimmten Termin gültig. Ist auf dem Gutschein kein Datum angegeben, dann gilt er 30 Jahre lang. Eine vertragliche Verkürzung der Gültigkeitsdauer ist möglich. Meist ist auf dem Gutschein eine Einlösefrist von einigen Monaten aufgedruckt. Zu kurze Fristen sind aber unzulässig.

Wer kann einen Gutschein einlösen?
Gutscheine können - wenn sie namenlos sind - von jedem Inhaber eingelöst werden.

Kann man vom Unternehmen auch Geld statt Ware verlangen?
Nein, denn der Gutschein gibt nur Recht auf Waren oder Dienstleistungen des Geschäftes.

Was, wenn das gewünschte Produkt billiger ist?
Es gibt kein Recht auf Rückgeld. Die Geschäfte stellen dann einen weiteren Gutschein in der Höhe des Restbetrages aus. Sollte Ihnen eine Firma die Differenz auszahlen, dann ist dies eine reine Gefälligkeit des Unternehmens.

Was, wenn der Gutschein noch einen Schillingbetrag aufweist?
Ist der Gutschein noch in Schilling ausgestellt und noch gültig, dann gilt natürlich der Umrechnungsbetrag in Euro.

Was, wenn das Geschäft in Konkurs geht?
Es besteht die Möglichkeit, den Wert des Gutscheins als Forderung im Konkursverfahren anzumelden. Bei kleineren Gutscheinbeträgen zahlt sich das in der Regel nicht aus. Wenn überhaupt, wird im Konkursverfahren zumeist nur ein kleiner Teil der Forderungshöhe ausbezahlt.


Umtausch nicht selbstverständlich

Vielen Konsumenten sind Gutscheine zu unpersönlich, sie entscheiden sich für eine bestimmte Ware. Ist endlich der Weihnachtsstress vorbei, beginnt dann die Hetzerei wieder von vorne. Denn: Nicht immer trifft man den Geschmack des Beschenkten. Der Pullover passt nicht, oder die Farbe der Handtasche ist doch nicht die wahre. Beim Umtauschen ist wichtig, dass das Produkt noch unbenutzt ist.

Am besten, man lässt sich eine Umtauschmöglichkeit - falls nicht bereits vorhanden - und den Zeitraum, innerhalb dessen man umtauschen kann, auf dem Kassabon vermerken. Heben Sie sicherheitshalber auch die Originalverpackung auf, da diese einen Umtausch der Ware erleichtert. "Vielen Kunden ist nicht bewusst, dass das Umtauschen keine Selbstverständlichkeit ist," erklärt Dr. Eva Schreiber von der Konsumentenberatung der NÖ Arbeiterkammer. Wer beim Umtausch keine passende Ware findet, hat keinen Anspruch auf Rückerstattung des Kaufpreises, sondern muss sich mit einer Gutschrift zufrieden geben.


Gewährleistung

Anders ist die Rechtslage, wenn die gekaufte Ware Mängel aufweist. Dann besteht ein Gewährleistungsanspruch. Der Unternehmer muss für die Mängelfreiheit der verkauften Ware einstehen. Bewegliche Waren muss der Händler bis zu zwei Jahren nach dem Kauf kostenlos reparieren. Ist eine Reparatur nicht möglich, haben Sie Anspruch auf entsprechende Preisminderung, Umtausch oder gänzliche Aufhebung des Kaufvertrages.

Voraussetzung bei jeder Gewährleistung ist, dass der Mangel zum Zeitpunkt der Übergabe der Ware bereits vorhanden war. Für Mängel, die bei der Übergabe deutlich erkennbar sind, haftet der Unternehmer nicht. "Es ist daher wichtig, schon beim Kauf zu prüfen, ob die Ware unversehrt ist. Auf jeden Fall sollten Sie auch hier die Rechnung und die Originalverpackung des Produktes aufheben - das beugt Schwierigkeiten bei der Rückgabe vor", empfiehlt Schreiber.

Quelle: AK

 

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