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Prämiengeförderte Zukunftsvorsorge lt. "Konsument" nicht empfehlenswert

Kompliziert, intransparent und teuer


26.05.2011

Seit der Einführung der prämienge-förderten Zukunfts- vorsorge (PZV) im Jahr 2003 wurden fast 1,5 Millionen Verträge abgesetzt. Die Verkaufs- argumente waren überzeugend: Vom Staat gefördert, steuerfrei, Kapitalgarantie und durch einen Aktienanteil Aussicht auf höhere Renditen. Doch dann kam die Krise und der Kombipack "Risiko mit Sicherheit" - sprich: Aktienbeteiligung mit Kapitalgarantie wollte nicht mehr so richtig funktionieren. Die Verträge wurden zur Absicherung der Kapitalgarantie häufig ausgestoppt, der Aktienanteil somit kurz- oder mittelfristig auf Null reduziert. Informationen an die betroffenen Konsumenten flossen spärlich. Mehr und mehr zeigte sich, dass die prämiengeförderte Zukunftsvorsorge ein höchst kompliziertes, intransparentes und nicht zuletzt teures Produkt ist.

Für die Juni-Ausgabe des Testmagazins Konsument sollte daher ein Vergleich der aktuell abschließbaren PZV-Produkte für Durchblick im Chaos sorgen. Doch ein solcher ist derzeit selbst für die Veranlagungsexperten des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) nicht möglich! Zu unterschiedlich sind die einzelnen Produkte aufgebaut, zu verschieden die Veranlagungsstrategien, Laufzeiten und Kostenstrukturen. Garantiert erfassbar ist daher nur eines: die Undurchschaubarkeit von prämiengeförderten Zukunftsvorsorge-Produkten. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen ist daher aus Sicht des VKI dringend nötig.

"Prämiengeförderte Zukunftsvorsorge-Produkte sind derzeit so gestaltet, dass wir eher davon abraten. Allerdings werden zurzeit Änderungen diskutiert, die sinnvollere Produkte erwarten lassen. Außerdem haben einzelne Anbieter damit begonnen, die Produkte zu verbessern - insbesondere, was die Kosten und die Transparenz betrifft", erklärt VKI-Experte Walter Hager. "Unser Tipp: Abwarten. Wer jedoch einen laufenden Vertrag hat, sollte bei seinem Anbieter so bald als möglich abklären, unter welchen Bedingungen dieser die nächsten Jahre weitergeführt oder auch gekündigt werden kann. Eine Kündigung ist allerdings oft mit gravierenden finanziellen Nachteilen verbunden - was zum Teil aber auch für die Prämienfreistellung gilt. So verrechnen manche Anbieter u.a. einen Abschlag, wenn der Vertrag prämienfrei gestellt wird. Derzeit können wir nur raten, gemeinsam mit dem Anbieter nach alternativen Lösungen zu suchen bzw. eventuelle Kosten wegzuverhandeln.“

So sollten PZV-Produkte nach Meinung des VKI aussehen:

  • Staatliche Förderung wie gehabt
  • Geringe oder keine Mindestaktienquote
  • Aufhebung der Veranlagungsbeschränkung auf bestimmte Börsen
  • Volle Kostentransparenz und Deckelung der Kosten
  • Einfache, für jeden nachvollziehbare Garantiemodelle
  • Einheitliche, vergleichbare Voraussetzungen - Unterschiede nur bei der Performance

Weitere Infos zum Thema finden Sie unter www.konsument.at sowie in der Juni-Ausgabe des Testmagazin "Konsument", die ab sofort erhältlich ist.

Quelle: VKI

 

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