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Mehrwertdienste per SMS können teuer kommen

Information über Kosten von SMS Abo-Diensten gesetzlich vorgeschrieben

"Konsumenten ist derzeit noch kaum bewusst, dass nicht nur das Senden von SMS an eine Mehrwertnummer, sondern - im Zusammenhang mit einem bestellten Dienst - auch das Empfangen von Mehrwert-SMS mit hohen Kosten verbunden sein kann", erklärt Dr. Georg Serentschy, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR). Bei der RTR als Telekom-Schlichtungsstelle häufen sich in letzter Zeit die Anfragen zu diesem Thema. Je nach angebotenem Dienst ist für das Versenden von SMS an eine Mehrwertnummer, beispielsweise bei Abstimmungen oder für den Empfang von bestellten Mehrwert-SMS wie Börse-News o.ä. ein Entgelt zu bezahlen.

Dabei sind die Informationspflichten für entgeltliche Mehrwertdienste gegenüber Konsumenten genau geregelt. "Eine Entgeltinformation hat grundsätzlich vor jeder Inanspruchnahme eines Mehrwertdienstes zu erfolgen", erklärt Serentschy. "Es gibt da mehrere Möglichkeiten: Beispielsweise kann der Nutzer nach Versendung eines SMS an eine Mehrwertnummer in der Folge ein Anbot-SMS mit Tarifinformation erhalten. Wird das in der Anbot-SMS enthaltene Diensteangebot zum ausgewiesenen Preis mittels eines weiteren SMS bestätigt, so wird der Dienst bestellt. Die Entgeltinformation hat dabei kostenlos zu erfolgen!"

Besondere Regelungen gelten für SMS-Dienste mit einem Entgelt von maximal 0,70 Euro. Bei solchen Diensten muss in der empfangenen SMS der verrechnete Betrag angeführt werden bzw. kann aus der Rufnummer das Entgelt abgeleitet werden. Beispielsweise kostet ein SMS an 090107xxxx 70 Cent oder an 093106xxxx 60 Cent. Der "Tarif in der Nummer" gilt nur in den Rufnummernbereichen 0901 und 0931.

Bei SMS-Abo-Diensten werden in regelmäßigen Abständen Mehrwert-SMS (z.B. Börse-News) übermittelt, für die jeweils ein Entgelt anfällt. Der Konsument weiß dabei oft nicht, dass er ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen hat. In diesem Zusammenhang stellt sich dann häufig die Frage, wie man so ein Abo abbestellt oder beendet.

Als erster Schritt sollte an die Absenderrufnummer "Stop" oder "Ende" geschickt werden. Diese Codewörter bewirken in den meisten Fällen die Beendigung des SMS-Abos. Wenn dies nicht funktioniert, sollte man sich an seinen Mobilnetzbetreiber wenden. Da dieser die Mehrwert-SMS in Rechnung stellt und weiß, von welchem Diensteanbieter sie geschickt werden, kann er bei der Beendigung des Abonnements behilflich sein. In jedem Fall hat die Abbestellung des Abos kostenlos zu erfolgen.

"Wird Ihnen ein Mehrwert-SMS-Abo in Rechnung gestellt, obwohl ein solches nicht bestellt wurde, ist ein schriftlicher Rechnungseinspruch bei Ihrem Betreiber zu empfehlen", rät Serentschy.

Ursachen für erhöhte Rechnungen sind oftmals auch so genannte SMS-Chat-Dienste, bei denen zwei oder mehrere Personen kommunizieren. Bei Chat-Diensten unterschätzen Nutzer sehr leicht die Anzahl der getätigten SMS und damit die anfallenden Kosten. Da eine wiederholte Entgeltinformation und eine erforderliche Bestätigung die Nutzung des Dienstes aus Sicht des Konsumenten erschweren würde, muss der Konsument bei Abo- und Chatdiensten nur am Anfang des Dienstes eine Entgeltinformation erhalten und muss dann in der Folge in Schritten von jeweils EUR 10,- über das angefallene Entgelt informiert werden. Ein Abo-Dienst darf dabei nur dann weiter erbracht werden, wenn diese Entgeltinformation aktiv vom Nutzer bestätigt wird.

"Mit dieser Maßnahme ist sichergestellt, dass bei einem Abo- oder Chat-Dienst nicht mehr als EUR 10,- anfallen, ohne dass der Konsument über diesen Schwellwert informiert wird und bei Abo-Diensten aktiv eine weitere Erbringung des Dienstes verlangt", erläutert Serentschy die geltenden Bestimmungen. "Immer wieder stellt sich jedoch heraus, dass eine Entgeltinformation, wie sie in unserer Verordnung verpflichtend vorgesehen ist, nur ungenügend bzw. gar nicht erteilt wird. Derartige Fälle können für den Kunden zum Entfall der Zahlungspflicht führen."

Weitere Informationen und Kontaktdaten zur RTR Schlichtungsstelle sind auf der Webseite der RTR-GmbH abrufbar.


 

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