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Kreditkartengebühren im Ausland

Infos und Tipps, damit Sie im Urlaub nicht draufzahlen


29.07.2013

Wenn Bankomat- oder Kreditkarten mit auf Reisen gehen, können unangenehme Spesen anfallen. Nachfolgend einige Infos und Tipps, damit Sie beim Bezahlen mit Plastikgeld im Urlaub nicht draufzahlen.

  • Nutzen Sie die Bankomatkarte für Bargeldbehebungen, das ist jedenfalls günstiger als mit der Kreditkarte.

  • Fragen Sie bei Kreditkarten immer nach, welche Spesen bei Umsätzen in Fremdwährungen anfallen können.

  • Achten Sie bei Kreditkarten auf den Versicherungsschutz. Er kann je nach Karte und Nutzung der Karte unterschiedlich sein.

  • Kontrollieren Sie Ihre Monatsabrechnungen. Bei strittigen Umsätzen informieren Sie sofort die Kreditkartenfirma. Erheben Sie gegebenenfalls schriftlichen Einspruch.

  • Beachten Sie, dass es in Nicht-Euro-Ländern zu Kursschwankungen kommen kann. Der Wechselkurs kann am "Zahltag" ein anderer sein, als am späteren Abbuchungstag.

  • Bewahren Sie Ihre Plastikkarten sorgfältig auf. Schreiben Sie den Pin-Code nicht auf.

  • Karte weg? Lassen Sie die Karte sofort sperren. Machen Sie auch eine Anzeige bei der Polizei.
    Die Verrechnung einer Sperrgebühr oder eines Kartentauschentgeltes ist strittig. Die Arbeiterkammer (AK) führt derzeit Musterprozesse, um konkret die Sperrgebühr bei Bankomat- und Kreditkarten zu klären und rät: Widersprechen Sie der Verrechnung einer Sperrgebühr. Wenn das Unternehmen oder die Bank auf die Gebühr beharren, zahlen Sie nur unter Vorbehalt der rechtlichen Klärung und Rückforderung. Machen Sie den Vorbehalt schriftlich und eingeschrieben.

  • Ist die Bankomat- oder Kreditkarte günstiger? Mit dem Zahlungskarten-Rechner unter www.ak-bankenrechner.at/zahlkartenrechner können Sie berechnen, welche Spesen mit der Bankomat- und Kreditkarte beim Einkaufen oder Geld abheben in Euro-Ländern oder Nicht-Euro-Ländern anfallen.


Die AK hat im Mai und Juni 2013 die Konditionen von vier Kreditkartenfirmen geprüft: American Express, Card Complete (Visa und MasterCard), Diners Club PayLife (Visa und MasterCard). Alle vier Unternehmen bieten ein umfangreiches Kartenangebot mit und ohne Versicherungsschutz an. "Kreditkarten ohne Versicherungsschutz sind ab einer Jahresgebühr von 18,17 Euro zu haben", sagen die AK Konsumentenschützer.

Bei den Kreditkarten gibt es für Konsumenten unterschiedlich hohe Spesen, etwa für die Monatsabrechnung per Post, Spesen beim Geld abheben oder bei Umsätzen in Nicht-Euro-Ländern. Überdies zahlen Konsumenten hohe Zinsen, wenn sie ihre Kreditkartenabrechnung in Raten abstottern - 12,5 bis 14 Prozent pro Jahr! Diese Zinssätze sind laut AK-Analyse seit Jahren gleich hoch - und das trotz Niedrigzinsen am Geld- und Kapitalmarkt.
 
Konkret: Mit der Kreditkarte kommt Geld abheben sehr teuer - egal, wo Sie sind, es fallen immer Spesen an. Im Euro-Raum und somit auch im Inland sind drei Prozent, mindestens aber 2,50 bis vier Euro zu zahlen. Außerhalb des Euro-Raumes kommt zu den drei Prozent noch zusätzlich eine Manipulationsgebühr dazu, die bis zu zwei Prozent ausmachen kann. In Nicht-Euro-Ländern betragen beim Zahlen die Gebühren 1,5 bis zwei Prozent. Wer im Euro-Raum einkaufen geht, zahlt keine Spesen.

Mit der Maestrokarte, umgangssprachlich Bankomatkarte, fahren Konsumenten oft günstiger: In Euro-Ländern gibt es beim Zahlen und Geld abheben keine Spesen. Es kann eventuell eine Zeilengebühr beim Girokonto anfallen, je nach Girokontomodell. In Nicht-Euro-Ländern fallen bei der Bargeldabhebung Spesen von 0,75 Prozent zuzüglich 1,82 Euro an, beim Einkaufen 0,75 Prozent zuzüglich 1,09 Euro.

Card Complete und PayLife haben auch sogenannte Prepaid-Karten mit keiner oder nur einer geringen Kartengebühr. Die Karte muss mit einem Guthaben aufgeladen werden, dabei können sich Spesen bis zu einem Prozent vom aufgeladenen Betrag ergeben.

Quelle: AK