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Kreditrate im Rückstand: Verzugszinsen und Mahnspesen können teuer kommen

Bei Verzug: Gespräch mit der Bank suchen


25.04.2017

Wer seine Kreditrate nicht pünktlich begleichen kann, zahlt mit Verzugszinsen und Mahnspesen teuer drauf. Eine aktuelle Erhebung der Arbeiterkammer (AK) bei acht Banken in Wien zeigt: Meist werden auf den Kreditzinssatz fünf Prozent Verzugszinsen aufgeschlagen. Die erste Mahnung kostet im Schnitt 29 Euro, die zweite und dritte je 50 Euro.

Wie der AK Preismonitor zeigt, sind die Mahnspesen im Zehn-Jahres-Vergleich stark angestiegen. Kostete die erste Mahnung vor zehn Jahren im Schnitt noch 15 Euro, so sind es heute durchschnittlich 29 Euro. Konkret: Für die erste Mahnung verlangen die untersuchten Banken null bis 36 Euro, für die zweite 15 bis 75 Euro. Die dritte Mahnung kostet 20 bis 135 Euro. Die meisten Banken verrechnen gestaffelte Mahnspesen. Von der AK erstrittene Urteile besagen jedoch: Diese Staffelung ist rechtswidrig. "Jede weitere Mahnung wird teurer und das ist unfair, da ja der Aufwand mit einer weiteren Mahnung nicht steigt. Die AK fordert daher die Banken auf, ihr Mahnwesen rechtskonform zu gestalten", sagt AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic.

Zu den Mahnspesen kommen oft noch Verzugszinsen, die zusätzlich zum vereinbarten Kreditzinssatz aufgeschlagen werden. Der Verzugszinssatz bei Konsumkrediten beträgt bei fünf von acht Wiener Banken fünf Prozent, zwei Banken verrechnen 4,8 bzw. 4,9 Prozent. Einzig die Santander Bank verrechnet keine Verzugszinsen.

Wer in Zahlungsschwierigkeiten gerät, bei dem können die Kosten also rasch in die Höhe gehen - Mahnspesen, Verzugszinsen, Spesen für Rückbuchungen und Inkasso machen den Kredit extrem teuer. Daher rät Zgubic: "Bei Zahlungsverzug sofort mit der Bank reden!"

Quelle: AK Wien