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Ein steuerlicher Jahresausgleich bringt fast allen was

Einen Steuerzahler-Schnelltest, Tipps, Infos und Broschüren gibts im Internet

20.02.2006

Mehr als 200 Millionen Euro schenken ArbeitnehmerInnen jedes Jahr dem Finanzminister, weil sie die Arbeitnehmerveranlagung, den früheren Jahresausgleich, nicht machen. Was viele nicht wissen: sogar wer so wenig verdient, dass er gar keine Steuern zahlt, kann mit der so genannten Negativsteuer Geld zurückbekommen - bis zu 110 Euro. Im Durchschnitt gibt's für jeden, der die Arbeitnehmerveranlagung macht 220 Euro zurück. In vielen Fällen, das zeigen die jährlich mehr als 25.000 Beratungen allein der Wiener AK SteuerexpertInnen, sind aber auch 1.000 Euro und mehr drinnen.

So funktioniert die Arbeitnehmerveranlagung

Die Lohnsteuer wird so berechnet, als ob die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer das ganze Jahr über gleich viel verdient hat. Viele Arbeitnehmer haben aber während des Jahres zu arbeiten begonnen, oder wechseln den Job. Ihr Einkommen schwankt daher. Bei der Arbeitnehmerveranlagung wird daher die Steuer neu berechnet und gleichmäßig übers Jahr verteilt. Hat man zu viel bezahlt, gibt's das Geld zurück vom Finanzamt. "In manchen Fällen kommt da eine schöne Summe zusammen", sagt Tumpel.

In diesen Fällen zahlt sich die Arbeitnehmerveranlagung aus

Folgende Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer sollten die Arbeitnehmerveranlagung auf jeden Fall machen:

  • Wer während des Jahres zu arbeiten begonnen hat (z.B. nach Karenz oder Arbeitslosigkeit)

  • Wer während des Jahres unterschiedlich viel verdient hat (Wechsel von Teilzeit auf Vollzeit oder umgekehrt)

  • Alleinverdiener oder Alleinerzieher

  • Wer berufliche Ausgaben hatte, hohe Arztkosten oder Sonderausgaben (wie etwa Prämien für eine Pensionsversicherung)

  • Wer so wenig verdient hat, dass er gar keine Steuern zahlen muss, für den gibt's die so genannte Negativsteuer - das heißt: bis zu 110 Euro als Gutschrift vom Finanzamt.


Jeder Arbeitnehmer/jede Arbeitnehmerin kann die Arbeitnehmerveranlagung beim zuständigen Wohnsitzfinanzamt durchführen. Alles, was man dazu braucht, ist das Formular L1 (gibt's auf jedem Finanzamt oder hier auf der Webseite des Finanzministeriums) - oder man macht die Veranlagung gleich im Internet über FinanzOnline. Das Beste: Man kann die Arbeitnehmerveranlagung nicht nur für ein Jahr machen, sondern für die letzten fünf Jahre.

AK-Tipp: So kann man eine Nachzahlung verhindern

Wenn bei der Arbeitnehmerveranlagung herauskommt, dass man nachzahlen muss, kann man das leicht verhindern (wenn es keine so genannte Pflichtveranlagung ist, etwa bei zwei oder mehreren Dienstverhältnissen). Man kann einen Monat ab Zustellung des Steuerbescheids den Antrag mittels Berufung zurückziehen. Dann hebt das Finanzamt den Bescheid auf und die Nachzahlung fällt weg.


Die Arbeiterkammer Wien hat auf ihrer Webseite zahlreiche Infos zum Thema Steuersparen erstellt, auf der man auch nähere Informationen rund um die Arbeitnehmerveranlagung findet. Telefonische Auskunft gibt die AK Wien unter der Nummer +43 (1) 50165-207 (Mo-Fr 8.00 bis 15.45 Uhr). Terminvereinbarung für persönliche Beratung: Tel: +43 (1) 50165-207 (Mo-Fr 8.00 bis 15.45 Uhr).

Quelle: AK Wien

 

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