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Handy oder Festnetz ? - Tarife im Vergleich

Wer sparen will, muss sein Gesprächsverhalten prüfen

Ist nun telefonieren vom Festnetz oder vom Handy billiger? Ein AK Test im Mai 2005 ergab: Es gibt darauf keine allgemein gültige Antwort. Abhängig von der monatlichen Gesprächsdauer steigt bei Telefonaten ins selbe Netz einmal das Festnetz, einmal das Handy durchschnittlich besser aus. Generell zeigt sich: wer weniger als eine Stunde im Monat telefoniert, kommt mit einem Wertkartenhandy am besten weg, weil die Grundgebühren entfallen. Wer viel ins Festnetz ruft, sollte das weiterhin vom Festnetz tun.

Derzeit sind in Österreich über sieben Millionen Handys im Umlauf, aber viele KonsumentInnen haben noch zusätzlich ein Festnetz. Die AK Konsumentenschützer haben im Mai daher die Tarife von Wertkartenhandys und Handys mit niedriger und hoher monatlicher Grundgebühr den Festnetztarifen gegenübergestellt, und zwar auf Basis errechneter Mittelwerte von insgesamt 23 Tarifmodellen. AK Konsumentenschützer Harald Glatz: "Der AK Test ergab, dass alles in allem weder dem Handy noch dem Festnetz der Vorzug zu geben ist."

Bei Telefonaten vom Festnetz, Wertkarten- oder Vertragshandy ins Festnetz zeigt sich: Wer unter einer Stunde im Monat ins Festnetz telefoniert, für den ist durchschnittlich ein Wertkartenhandy oder Handy mit geringer monatlicher Grundgebühr am günstigsten. Wer über zwei Stunden spricht, für den ist die Wertkarte bereits die teuerste Variante. "Wird im Monat mehr als eine Stunde ins Festnetz angerufen, ist mit einem Festnetzanschluss im Vorteil", betont Glatz. Wird mehr als zweieinhalb Stunden im Monat telefoniert, so ist ein Handy mit hoher Grundgebühr immer günstiger als andere Handyvarianten.

Je mehr telefoniert wird, desto größer sind die Preisunterschiede:
Wer beispielsweise monatlich vier Stunden vom Festnetz ins Festnetz ruft, hat eine Rechnung mit durchschnittlich 24 Euro, vom Mobilnetz ins Festnetz zwischen 38 Euro (bei hoher Grundgebühr) und 54 Euro (bei niedriger Grundgebühr). Vom Wertkartenhandy ins Festnetz ist es am teuersten - 60 Euro im Schnitt.

Bei Anrufen vom Festnetz, Wertkarten- oder Vertragshandy in ausschließlich fremde Handynetze zeigt sich: Wer weniger als rund eineinhalb Stunden im Monat plaudert, punktet mit einem Wertkartenhandy. Das Festnetz liegt meist im Mittelfeld. "Ab rund eineinhalb Stunden sind Handytarife mit geringer Grundgebühr am günstigsten, ab zweieinhalb Stunden solche mit hoher Grundgebühr", sagt Glatz, "ein zusätzlicher Vorteil ist, dass innerhalb des eigenen Netzes teilweise sehr günstig telefoniert werden kann."

Wer etwa je zur Hälfte ins Festnetz und in fremde Handynetze ruft und dazu nicht mehr als 85 Minuten im Monat aufwändet, profitiert von einer Wertkarte. Ab 85 bis 130 Minuten ist ein Handy mit geringer monatlicher Grundgebühr und ab ca. 130 bis 200 Minuten das Festnetz am preiswertesten.

"Wer Geld sparen will, muss sein Gesprächsverhalten überprüfen.", rät AK Konsumentenschützer Glatz. Der Handytarifrechner und Festnetztarifrechner auf der Webseite der AK hilft dabei.

Tipps der AK Konsumentenschützer:

  • Die Abrechnung der Gespräche beeinflusst die Kosten: Manche Festnetzanbieter verrechnen immer sekundengenau, andere, wenn eine Verbindung zu Stande kommt mindestens eine Minute und danach erst sekundengenau. Die Mobilfunkanbieter rechnen meist in halbminütigen Takten ab. Achtung: Bei den günstigeren Wertkartentarifen wird immer häufiger für kurze Gespräche die erste Minute voll verrechnet.

  • Wer weniger als eine Stunde im Monat telefoniert, profitiert von einem Wertkartentelefon, weil die Grundgebühren entfallen.

  • Wer viel ins Festnetz - vor allem in der Freizeit - telefoniert, für den ist ein Festnetzanschluss weiterhin meist die weitaus günstigste Variante. Gibt es zusätzlich auch ein Vertragshandy, sollten auch diese Vorteile (Freiminuten, günstige Minutenpreise bei hoher Grundgebühr) ausgenutzt werden.

  • Achten sollten KonsumentInnen darauf, dass auch Festnetzanrufe unterschiedlich viel kosten, je nachdem in welches der Handynetze telefoniert wird. Für Anrufe ins Netz von A1 verrechnen die Anbieter z.B. zwischen 15,9 und 29 Cent pro Minute; ins Netz von tele.ring zwischen sieben und 32 Cent pro Minute.

  • Wer ins Internet möchte, bei dem punktet das Festnetz gegenüber dem Handy bei den Kosten, der Geschwindigkeit und der meist geringeren Störanfälligkeit.

  • Im Festnetz fallen beim Abhören von Nachrichten am Anrufbeantworter keine Kosten an. Für das Abhören der Mobilbox werden jedoch bei zahlreichen Mobilfunkangeboten Minutenentgelte (von 1 bis 70 Cent) verrechnet.

Weitere Tipps vom Verein für Konsumenteninformation:

  • Nicht alles glauben, was die Werbung verspricht! Auch Mobilfunkanbieter haben nichts zu verschenken. Die Wahrheit über die Tarifmodelle steht im Kleingedruckten. Grundsätzlich gilt: Je höher die Grundgebühr, desto niedriger die Gesprächsgebühren – und umgekehrt.

  • Das Handynetz am Freundeskreis orientieren: Wer vorher überlegt, mit welchem Netz Freunde und Familie telefonieren, spart später viel Geld.
  • Partnertarife überlegen: Vorteile sind die niedrigeren monatlichen Grundgebühren und (teilweise) kostenlose Gespräche zwischen den gemeinsam angemeldeten Handys.
  • Kinder und Jugendliche : Viele Mobilfunkprovider bieten günstige Tarife für Kinder und Jugendliche. Wer jedoch gerne die Übersicht über die Telefonrechnung seiner Sprösslinge behält, für den eignen sich Wertkarten. Wenn das Kontigent an Gesprächsminuten ausgereizt ist, kann entschieden werden, ob im jeweiligen Monat noch eine weitere Wertkarte gekauft wird.
Quelle: AK, VKI
 

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