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Was gibt es beim Geschenk umtauschen zu beachten?

Tipps für Umtausch, Gutscheine und Online-Shopping


13.12.2017

Auch heuer wird nach Weihnachten das Umtauschen von Geschenken für viele wieder ein Thema sein. Dabei gilt es allerdings einige Dinge zu beachten, auf die wir nachfolgend näher eingehen wollen.

"Das Umtauschrecht ist nicht gesetzlich geregelt", sagt AK Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic. Viele Händler räumen freiwillig einen Umtausch ein, was vorgedruckt auf der Rechnung steht. Falls nicht, beim Kauf die Möglichkeit zum Umtausch darauf vermerken lassen und die Rechnung auf jeden Fall gut aufheben! Beim Umtausch kann man sich etwas Anderes aussuchen, Geld gibt es üblicherweise nicht zurück. Findet man nichts, erhält man einen Gutschein. Reduzierte Ware wird in der Regel nicht umgetauscht - außer es wird vorher vereinbart.

Ist das Produkt kaputt, gibt es einen gesetzlichen Gewährleistungsanspruch. Bewegliche Waren wie z.B. ein Handy muss der Händler bis zu zwei Jahre nach dem Kauf kostenlos reparieren oder umtauschen. Ist das nicht möglich, kann man eine Preisminderung fordern oder das Geld zurückverlangen. "Machen Sie Ihre Ansprüche schriftlich beim Händler geltend", rät Zgubic. "Nicht abspeisen lassen!"

Achten Sie bei Geschenken aus dem Internet auf Lieferzeiten, Adressangaben, speziell bei unbekannten Händlern, und auf das Kleingedruckte. Vergleichen Sie die Preise und schauen Sie auch auf die Nebenkosten. "Bei sehr günstiger Markenware skeptisch sein. Sie könnte gefälscht sein. Zahlen Sie möglichst nicht im Voraus!", rät die AK-Konsumentenschützerin. Bei Online-Käufen gibt es ein Rücktrittsrecht bis zu 14 Tagen ab Erhalt der Ware - außer bei entsiegelten CDs, DVDs und Konzerttickets. Wird man über die Rücktrittsfrist nicht ordentlich informiert, verlängert sie sich um zwölf Monate.

Achten Sie bei Gutscheinen auf die Gültigkeitsdauer. Der Oberste Gerichtshof hat bestätigt: Gutscheine sind generell 30 Jahre lang gültig. Eine Verkürzung ist zwar möglich - aber nur mit einem triftigen Rechtfertigungsgrund des Unternehmers. Anlass für das Urteil war ein Thermengutschein, der nach zwei Jahren verfallen war. "Nach Ablauf einer unzulässigen Befristung können Gutscheine nun nicht mehr für wertlos erklärt werden", sagt Zgubic. Ratsam ist, den Gutschein beizeiten einzulösen. Wenn Unternehmen pleitegehen, verliert er nämlich seinen Wert. Bei einer Konkursforderung lohnt es sich oft nicht, den Anspruch angesichts geringer Quoten und Gerichtskosten anzumelden. Spezielle Vorsicht ist bei Gutschein-Plattformen im Internet geboten. "Prüfen Sie, wer der Aussteller ist. Plattformen treten oft nur als Vermittler auf", rät die AK-Expertin.

Quelle: AK Wien