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Finanzberater im Test

Nur vier von zehn Anbietern leisten solide Beratung

Die private Vorsorge gewinnt immer mehr an Bedeutung, dadurch steigt auch der Bedarf an Anlageexperten. Doch wie sieht es mit deren Beratung aus? Wie sehr kann man ihren Empfehlungen vertrauen? Das Verbrauchermagazin "Konsument" geht diesen Fragen nach und nimmt regionale Vermögensberater, überregionale Allfinanzvermittler und Banken unter die Lupe. Im Mai-Heft 2005 präsentiert das Testmagazin zunächst die Ergebnisse von zehn kleinen, konzessionierten Anbietern aus ganz Österreich. Betrübliches Fazit: Die Hälfte der Berater interessierte sich nicht für die Finanzsituation ihrer Kunden. Und: Die Testpersonen erhielten trotz unterschiedlicher Bedürfnisse meist dieselben Produkte angeboten.

Vermögensberater bieten ihre Leistungen fast immer kostenlos an – sie erhalten von Banken, Versicherern und Fondsgesellschaften Provisionen aus der Vermittlung ihrer Produkte. Für den "Konsument"-Test suchten zwei Männer mit unterschiedlichen Biographien zehn Anbieter auf und ließen sich beraten.

Generell waren alle Finanzdienstleister bemüht: Freundlichkeit, Termintreue und Diskretion stimmten. Lediglich "Pegasus Financial Consulting GmbH" in Wien zeigte kein Interesse an neuer Kundschaft: Im einen Fall wollte der Berater keinen Termin vereinbaren, im anderen wurde zwar telefonisch beraten, die versprochenen schriftlichen Unterlagen kamen aber nie an.

Erhebliche Unterschiede zeigt die Situationsanalyse: Die Hälfte der Berater interessierte sich nicht für die finanzielle Lage des Klienten. "Konsument": Ein professioneller Finanzdienstleister spricht diesen Punkt an und vertraut nicht darauf, dass der Kunde schon wissen wird, wie viel er monatlich anlegen kann. "CIS Vermögensmanagement" in Wien und "ABC Consulting" in Graz führten eine gute Situationsanalyse durch und prüften auch als einzige die Sparfähigkeit der Testkäufer.

Licht und Schatten zeigten sich auch bei der eigentlichen Anlageberatung: Nur vier von zehn Beratern boten drei verschiedene Produkte an, einer hielt ein einziges für ausreichend, einen Anlagemix empfahlen nur wenige. Trotz unterschiedlicher Bedürfnisse erhielten die Testpersonen meist dieselben Angebote. Diese waren zwar meist angemessen und entsprachen auch größtenteils dem Risikoprofil der Probanden, die "Konsument"-Tester wünschen sich dennoch eine individuellere Produktpalette von den Anbietern. Zudem kritisieren sie die zum Teil langen Laufzeiten der Verträge, die besonders für den 27-jährigen Testkäufer wenig Flexibilität bieten und zudem seinen finanziellen Spielraum voll abschöpfen.

Verbesserungsbedarf herrscht in puncto Informationsmaterial und Kostentransparenz: Die Berater geizten mit Broschüren, kein einziger erwähnte von sich aus die anfallenden Gebühren und Verwaltungskosten der Anlageprodukte. Erfreulich hingegen, dass die Mehrzahl der Anbieter über die Zusammenhänge von Chance (also Rendite) und Risiko aufklärte.

Fazit der "Konsument"-Tester: Ums Vorarbeit leisten kommt man nicht herum. Vermögensberater sind zwar gesetzlich verpflichtet, die Finanzsituation ihrer Kunden zu hinterfragen. Aber wie der Test zeigt, kommt nicht jeder Anbieter dieser Regelung nach – auch wenn er persönlich für seine Empfehlungen haftet. Anlagewillige führen daher zwei, besser noch mehr Gespräche, um den am besten geeigneten Finanzpartner zu finden.

Wie man die Qualität der Beratung steigern kann und woran man gute Anbieter erkennt, erfahren Leser in der Mai-Ausgabe 2005 des Verbrauchermagazin "Konsument". Die Testergebnisse im Detail gibt’s im Heft und auch auf der Konsument-Webseite ...

Quelle: VKI


Richtiger Umgang mit dem Finanzberater - so bereiten Sie sich vor.

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