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AK-Test : Kosten einer Fernseher-Reparatur

Preisunterschiede bis zu 97 Prozent

13.06.2005

Die liebste Freizeitbeschäftigung der Österreicher ist das Fernsehen - aber was tun, wenn das Gerät streikt? Die Konsumentenschützer der NÖ Arbeiterkammer haben niederösterreichweit die Preise für TV-Mechanikerstunden erhoben und dabei große Preisunterschiede festgestellt. So variieren die Stundensätze zwischen 39,60 und 78 Euro, also um bis zu 96,97 Prozent! Noch teurer kann die Reparatur bei den großen Elektrofachmärkten werden. So muss man beispielsweise bei Niedermeyer lt. Anfrage satte 101 Euro bezahlen. Erhoben wurden die Preise bei 118 Radio- und Fernsehtechnikern, direkt bei den Herstellern und bei Elektrofachmärkten.

Die AK-Konsumentenschützer haben auch die kleinste verrechenbare Zeiteinheit - zwischen 1 und 30 Minuten - erhoben. AKNÖ-Experte Mag. (FH) Manfred Neubauer erklärt, warum kleine Zeiteinheiten für den Konsumenten von Vorteil sind: "Dauert eine Reparatur z.B. 28 Minuten, so ist zu befürchten, dass der Techniker diese auf über 30 Minuten ausdehnt. Die nächste angefangene halbe Stunde kann also voll verrechnet werden. Unterm Strich heißt das, längere Zeiteinheiten könnten zum "Zeitschinden" verleiten, kurze Einheiten hingegen bedeuten eine genauere Abrechnung."

Positiv vermerkten die AK-Experten, dass die Wiederinstandsetzung des Fernsehers bei regionalen Mechanikern zum überwiegenden Teil billiger kommt als bei den großen Elektroketten oder gar beim Hersteller. Allerdings erteilten einige Fachmärkte auf Anfrage keine Preisauskünfte.

Im Zuge des AK-Tests wurden auch gleich die Preise für einen Kostenvoranschlag erhoben. Hier staunten die AK-Experten nicht schlecht - die Kosten liegen zwischen 10 und 41,85 Euro. Das ist ein satter Preisunterschied von 318,5 Prozent! Bei Auftragserteilung werden allerdings bei allen erhobenen Unternehmen die Kosten für den Voranschlag rückvergütet.

Interessantes Detail des Tests: Einige Anbieter reparieren TV-Geräte gar nicht mehr, sondern raten zum Kauf eines neuen Fernsehers. Der Trend geht also eindeutig zum Fernseher als "Wegwerfprodukt". Die AKNÖ-Konsumentenschützer sehen diese Entwicklung auch durch die erhobenen Preise bestätigt.

Quelle: AK NÖ

 

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