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Bezahlen mit Kreditkarte im Urlaub

Tipps der AK wie Sie teure Gebühren und Spesen vermeiden

Wer im Urlaub oft mit der Kreditkarte bezahlt, sollte auf der Reise und danach auf saftige Spesen achten, warnt die AK in einer aktuellen Aussendung. Die AK Konsumentenschützer haben im Juli 2004 die Preise und Spesen bei Visa, Mastercard, American Express und Diners Club Card erhoben. Alle Kreditkartenfirmen bieten verschiedene Kreditkarten mit unterschiedlichen Leistungen an. Die Jahresgebühren betragen von 18,17 Euro für Visa Classic bis 200 Euro für Platinum Mastercard.

Zusätzlich können teure Spesen anfallen, sagen die AK Konsumentenschützer. Wer mit der Kreditkarte im In- oder Ausland Bargeld am Bankomaten behebt, zahlt zwischen 3 Prozent (Visa, Mastercard und Diners Club Card) und 4 Prozent (American Express) vom behobenen Betrag, mindestens aber 3,63 bzw. 5 Euro. Eine Geldabhebung mit Bankomatkarte im Nicht-Euro-Raum kostet 0,75 Prozent plus einer Fixgebühr von 1,82 Euro.

Wer in einem Nicht-Euro-Land seinen Urlaub verbringt und mit einer Kreditkarte z.B. die Hotelrechnung begleicht, zahlt eine Bearbeitungsgebühr zwischen 1 Prozent (Visa, Mastercard und Diners Club Card) und 2 Prozent (American Express) vom Rechnungsbetrag. Die AK kritisiert, dass die Kursverrechnung in einem Nicht-Euro-Land weiterhin unklar und nicht nachvollziehbar geregelt ist. Karteninhaber wissen am Tag einer Kreditkartenzahlung nicht, zu welchem Kurs umgerechnet wird. Denn die Unternehmen verrechnen nicht den Tageskurs, an dem mit der Karte bezahlt wurde, sondern jenen Kurstag, an dem die Rechnung beim Kreditkartenunternehmen zur Abrechnung einlangt. Das führt in der Urlaubszeit immer wieder zu Anfragen in der AK Konsumentenberatung.

Achtung auf Zusatzkosten nach der Reise: Saftig können auch die Verzugszinsen bei einer säumigen Monatsabrechnung ausfallen - bis zu 18 Prozent pro Jahr bei American Express. 2 von 4 Kreditkartenfirmen bieten an, eine fällige Monatsrechnung in Teilzahlung zu begleichen. Die Zinsen dafür betragen lt. AK üppige 11,5 (Diners) und 14 Prozent pro Jahr (Visa). Mahnspesen für eine erste Mahnung können bis zu 23 Euro ausmachen.

Wem die Kreditkarte gestohlen wird, oder wer sie verliert, soll sie sofort sperren lassen. Die Sperrgebühren betragen zwischen 14,53 Euro und 35 Euro. Zum Vergleich: Die Sperre einer Bankomatkarte kostet üblicherweise 36,34 Euro. Es gibt unterschiedliche Haftungsgrenzen, die der Karteninhaber bis zur Sperre zu tragen hat: Nach missbräuchlichem Einkauf (durch unbefugten Dritten) haftet der Karteninhaber bei Visa und Mastercard bis zur Sperre mit 72,67 Euro. Im Fall einer Barbehebung ist bei Mastercard die Haftungsgrenze des Karteninhabers mit 1.200 Euro begrenzt. 

AK Tipps für Karteninhaber:

  • Checken Sie, bevor Sie eine Kreditkarte auswählen, ob Sie diese oft oder eher wenig nützen würden und welche Leistungen inkludiert sind. Prüfen Sie, ob Sie diese Leistungen auch wirklich brauchen.

  • Vergewissern Sie sich vor dem Urlaub, ob die Karte im Urlaubsland akzeptiert wird.

  • Heben Sie Ihre Rechnungsbelege unbedingt auf, und kontrollieren Sie sie. Bei strittigen Umsätzen können Sie innerhalb von 30 Tagen beeinspruchen.

  • Vermeiden Sie Bargeldbehebung und Ratenzahlungen, weil sie sehr teuer sind.

  • Bezahlen im Ausland (außerhalb des Euro-Raumes): Holen Sie vor der Reise in "Weichwährungsländer" Informationen ein. Nach der Reise: Kontrollieren Sie genau, welche Devisenkurse für Zahlungen außerhalb des Euro-Raumes verrechnet wurden.

  • Achten Sie auf die notwendige Kontodeckung, wenn Sie Ihre Kreditkarten-Abrechnung per Einzugsermächtigung bezahlen. Denn bei Nichtdurchführung mangels Deckung fallen Bankspesen, Verzugszinsen und Mahnspesen an.

  • Überprüfen Sie bei Karten mit Versicherungsschutz genau, wofür und in welchem Ausmaß die Versicherungsleistungen bestehen. Denn oft ist der Schutz nur eingeschränkt gegeben. Wenn Sie mehrere Kreditkarten haben, passen Sie auf Doppelversicherungen auf.

  • Melden Sie sofort einen Diebstahl oder Verlust der Kreditkarte an das Kreditkartenunternehmen. Lassen Sie die Karte sperren. Ab der Meldung an das Kreditkarten-Unternehmen wirkt die Sperre sofort und weltweit.

  • Internetgeschäfte nur mit SET-Kennung durchführen.


 

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