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Geldanlage und Vorsorge der Generation 50plus

Finanzielle Spielräume bleiben von vielen Anbietern ungenutzt

06.08.2008

Die Anforderungen der Generation 50plus an Versicherungs- und Vorsorgeangebote werden zunehmend komplexer. Die Gruppe der sogenannten "Best Agers" wächst zu einer der größten Bevölkerungs- und Konsumgruppen heran, ihre Bedürfnisse werden jedoch immer unterschiedlicher, erklären die Marktforscher von psychonomics, die das Versicherungs- und Vorsorgeverhalten der 50- bis 69-Jährigen untersucht haben. "Wir sehen, dass die Best Ager keine homogene Gruppe sind, die Bedürfnisse sind sehr unterschiedlich", sagt Studienleiter Michael Kerper. Damit steigen auch die Herausforderungen für die Anbieter der Produkte, um den Bedürfnissen der oftmals finanziell gut abgesicherten Best Agers gerecht zu werden. Derzeit gehen Versicherer noch zu wenig auf die Unterschiede innerhalb der Gruppe ein.

Das Thema Pflege beschäftigt sehr viele Personen in der Gruppe der jüngeren Best Ager, so Kerper. Als Versicherer müsse man genau darauf eingehen, welche Ansprüche gestellt werden, denn Potenzial für Versicherungsabschlüsse sei auch in dieser Altersgruppe noch vorhanden, auch wenn der Produktbesitz und die Aktivität bei neuen Abschlüssen von Versicherungs- und Vorsorgeprodukten zurückgeht. Immerhin würden knapp 40 Prozent der 50- bis 59-Jährigen gelegentlich darüber nachdenken, eine Versicherung abzuschließen, so Kerper. "Je älter die Menschen werden, desto eher interessieren sie sich beispielsweise aktiv für das Thema Pflege", führt Kerper an. Das wichtigste für Best Ager sei demnach, auch im Alter autonom zu bleiben.

Unabhängig von der Alterseinteilung tauchten in den vergangenen Jahren zunehmend Unterschiede bei den Wünschen und Anforderungen der 50- bis 69-Jährigen auf, die sich laut den Marktforschern künftig weiter verstärken werden. So zeigen sich etwa Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne Kindern. Jene Best Ager mit Kindern, haben ein höheres Sicherheitsbewusstsein, als kinderlose. Kinderlose lehnen dagegen persönliche Betreuung eher ab, sind jedoch gegenüber Direkt- und Online-Angeboten aufgeschlossener. "Generell haben wir aber gesehen, dass in der Gruppe der Best Ager ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Personen bei Versicherungen sehr näheorientiert ist", ergänzt Kerper. Dieser Anteil brauche einen persönlichen Ansprechpartner und sei eher vertreterorientiert.

Die Gruppe der Best Ager verfügt über finanzielle Spielräume, die bei jüngeren Zielgruppen oftmals nicht vorhanden sind. Immobilienkredite sind meist abbezahlt, das Haushaltseinkommen liegt bei vielen im mittleren bis hohen Bereich. Auch Erbschaften oder Auszahlungen aus Kapitalanlagen wirken sich positiv auf das Vermögen dieser Altersgruppe aus, so die Marktforscher. Mehr als die Hälfte der Best Ager bewerten ihre finanzielle Situation als ausgezeichnet bis gut. In der älteren Gruppenhälfte (60 bis 69 Jahre) fühlen sich zudem 46 Prozent und damit mehr als in jeder anderen Altersgruppe vollkommen abgesichert. Für mehr als 60 Prozent ist dabei ein kompletter Rundumschutz wichtig. Best Ager informieren sich zudem aktiv über Finanzprodukte.

"Best Ager fungieren auch überproportional häufig als Tippgeber für Freunde und Verwandte", so Kerper. Auch hier könnten Versicherer ansetzen, um im Sinne von Empfehlungsmarketing auf diese Zielgruppe einzugehen. Zudem werden in dieser Zielgruppe immer öfter Produkte für Kinder oder Enkelkinder gekauft. Best Ager würden zwar seit einigen Jahren mit unterschiedlicher Qualität von Versicherungsunternehmen umworben werden. "Eine Differenzierung innerhalb der Gruppe findet aber noch kaum statt", sagt Kerper. In zehn bis 15 Jahren sei es aber vermutlich noch schwieriger, diesen Markt zu bearbeiten, da nicht nur die Unterschiede sondern auch die Zielgruppe selbst wächst.

Quelle: pte

 

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