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Flut im Postfach

Spam macht eMail unbrauchbar?

Was ist Spam? Wie kann man sich schützen? Diese Fragen werden immer brennender, nachdem die Plage größer und größer wird. Dieser Artikel bringt Klarheit!

Spam ist Dosenfleisch. Durch einen Sketch berühmt geworden und in Anlehnung auf die dort wild gewordenen Fleischdosen wurden unerwünschte Werbemails im Internet bald nach dieser Fleischsorte benannt. Spams werden auch unter der Bezeichnung UCE/UBE geführt, was im englischen Original die Abkürzung für unerwünschte und unberechtigte eMail-Sendungen ist.

Die Gesetzeslage ist einfach, denn lt. Telekommunikationsgesetz (TKG) sind in Österreich alle Werbezusendungen, zu deren Empfang der Empfänger als Konsument nicht zugestimmt hat, verboten. Üblicherweise erteilt man die Zustimmung durch die Angabe der eMail-Adresse auf der Homepage, wo man dann noch per Bestätigungsmail sicherheitshalber ein zweites Mal seine Zustimmung signalisieren muss. Wie das funktioniert zeigt beispielhaft der Webheimat-Newsletter. Tragen Sie sich am besten rechts oben auf der Seite mit Ihrer eMail-Adresse ein und verfolgen Sie das Procedere - ohne eine mehrfache eindeutige Zustimmung kann keine Einwilligung zum Erhalt der Nachricht gegeben werden. So sollte es eigentlich überall aussehen.

Leider sind die schwarzen Schafe meist nicht in Österreich beheimatet, wo man notfalls gerichtlich für Ruhe im eMail-Postfach sorgen kann. Die meisten Spammer sitzen in Übersee, kaufen Millionen eMail-Adressen und beschicken Sie, so gut sie können (d.h. so viel technisch überhaupt möglich ist). Die Adressen stammen dabei meist von Websites, die automatisiert durchsucht werden, oder von Foren, wo Adressen bekannt gegeben werden. Aus diesem Grund wird in der Webheimat beispielsweise die eMail-Adresse nur für das Login verwendet, aber an anderen Stellen auf der Seite nicht mehr dargestellt. Webheimat-Nachrichten und Profile sind damit wie bei jeder guten Website vor den Blicken unerwünschter Personen geschützt.

Nachdem der Weg zu Gericht bei den meisten Spammern damit nicht möglich ist, muss man sich anders schützen. Der wesentlichste Faktor ist dabei ein Provider, der das Postfach schon am Server schützt. Schwarze Listen und typische Spam-Merkmale lassen die Mehrheit der unerwünschten eMails schon am Server im stillen Kämmerchen liegen - Sie brauchen diese also nicht mehr einsehen.

Nichtsdestotrotz werden einige Nachrichten durchkommen. Hier ist das richtige Verhalten wesentlich für künftige Werbesendungen. Die meisten Spam-Nachrichten erlauben es, per Antwortmail oder Link ein Austragen aus der Verteilerliste zu beantragen. Doch Vorsicht: Sie sollten diese Links keinesfalls nutzen, sofern der Absender nicht in Österreich sitzt (und damit notfalls belangt werden kann)!

Diese "Austragungslinks" helfen nämlich nur dem Spammer! Er hat damit die Gewissheit, dass Sie die Nachricht erhalten haben (was er anders nicht feststellen kann) und kann Ihre Adresse damit teuer an andere Spammer verkaufen und für alle künftigen Werbeaussendungen viel gezielter beschicken. Das Austragen hat daher nicht nur keinen positiven Effekt, die Wirkung ist sogar äußerst schädlich.

Auch alle anderen Arten, wie Spammer an eMail-Adressen gelangen können, sollten bewußt sein, um sie vermeiden zu können. Geben Sie Ihre Adresse nur dort bekannt, wo Sie sicher sind, dass die Daten nicht in die falschen Hände gelangen können. D.h. verlassen Sie sich nur auf bekannte Partner, so wie im Offline-Leben auch. Wenn Sie eine elektronische Grußkarte (eCard) senden wollen, so machen Sie das auf verläßlichen Seiten - idealerweise nur im eigenen Land. Bestellen Sie nur bei vertrauten Händlern, die Sie aus der Werbung und dem realen Geschäft kennen - keinesfalls sollten Sie dort bestellen, wo Werbung selbst per Spam gemacht wird. Und immer, wenn die eMail-Adresse gefordert wird, sollten Sie auf die Nutzungsbedingungen achten. Schon ein eMail an einen Spammer reicht aus, dass er Ihre Adresse kennt, nutzt und womöglich noch an Kollegen verkauft. Eine solcherart "verbrannte" Adresse wird man nie mehr rein bekommen.

Intensivnutzer bekommen gut und gerne dreihundert bis fünfhundert Nachrichten von Spammern täglich, die Viagra, angebliche Wege zu schnellem Reichtum und andere sinnlose Produkte anbieten. Bei der Menge zahlt es sich aus, sich vor Spams zu schützen, denn nicht nur Zeit und Downloadvolumen wird von den Spams verbraucht - auch Illegales und Unerwünschtes könnte sich so den Weg ins eigene Postfach bahnen. Mit ein wenig Hintergrundwissen und Obacht können Sie sich aber leicht absichern - mit dem eben gelesenen Tipps werden Sie eMails weiterhin einfach und effizient einsetzen können, ohne Angst haben zu müssen, im Spam zu ersticken.


 

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