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Vorsicht bei E-Mail-Grußkarten rund um Weihnachten

Auch Kriminelle haben die elektronischen Postkarten für sich entdeckt.


01.12.2017

Pünktlich zum Start der Adventszeit beginnt auch die Saison für die Weihnachtspost. Neben den klassischen analogen Weihnachtsgrüßen erfreuen sich virtuelle Grußkarten immer größerer Beliebtheit. Kein Wunder: Sie sind praktisch, kosten kein Porto und werden mit nur wenigen Klicks verschickt. Der europäische Security-Hersteller ESET warnt allerdings vor allzu leichtsinnigem Umgang, denn auch Cyberkriminelle haben die elektronischen Postkarten für sich entdeckt.

In der Flut an digitalen Weihnachtsgrüßen verstecken sich leider immer häufiger Spam- und Phishing-Mails, die ihre Opfer mit schädlichen Anhängen oder Links locken wollen. Einmal angeklickt, ist der PC schnell infiziert. "Wenn man den Absender einer Grußkarte nicht kennt, sollte man Anhänge oder Links auf keinen Fall öffnen und die E-Mail ohne zu zögern löschen", empfiehlt Thomas Uhlemann, Security Specialist bei ESET. Im Zweifelsfall handelt es sich um einen Betrugsversuch, wie man ihn ganzjährig z.B. in Form von gefälschten Rechnungen von Online-Händlern oder Dienstleistern kennt. Auch wenn die Grußkarte Schreibfehler oder eine anonyme Anrede wie "Lieber Freund" oder "Sehr geehrter Kunde" enthält, ist Vorsicht geboten. Im Zweifel lohnt sich immer ein genauer Blick auf die E-Mail-Adresse des Absenders oder die Adresse der verlinkten Webseite.

Infiltrierte Weihnachtsgrüße können allerdings auch von bekannten Absendern stammen. Mit einer aktuellen Antivirenlösung lässt sich unerwünschten Schäden durch E-Mails in der Regel vorbeugen. "Regelmäßige Updates sind wichtig, damit der Virenschutz zuverlässig arbeiten und den Nutzer vor solchen Bedrohungen schützen kann", ergänzt Uhlemann.

Wer selbst E-Cards versenden will, sollte unbedingt auf seriöse Anbieter setzen. Viele große E-Mail-Provider bieten ihren Nutzern diesen Service kostenlos an. Ansonsten kann man schnell auf der Liste eines Adressensammlers landen, der virtuelle Grußkarten dazu verwendet, schnell und einfach an E-Mail-Adressen zu kommen, die er gewinnträchtig verkaufen kann.

Wer auf unseriöse Anbieter hereingefallen ist und zusätzlich zur E-Mail-Adresse weitere persönliche Daten oder gar Passwörter eingegeben hat, dem drohen statt ruhiger Weihnachtsfeiertage schnell unzählige Werbemails und Datenmissbrauch. In diesem Fall ist schnelles Handeln angesagt: Passwörter ändern und erhöhte Vorsicht bei neuen Emails. Denn auch in diesen können wieder schädliche Dateianhänge oder Links lauern. Hundertprozentige Sicherheit bietet nur der klassische, analoge Weihnachtsgruß.

 

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