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Musik-Tauschbörsen - Klagen wegen illegaler Kopien

Aktion scharf vor allem gegen berufstätige Erwachsene

Die österreichische Musikwirtschaft reicht gegen 100 Raubkopierer Verfahren wegen Urheberrechtsverletzungen ein. In Österreich haben lt. einem Bericht des Austrian Internet Monitor im zweiten Quartal 2004 rund 50.000 User illegal Musik aus dem Internet heruntergeladen. Jährlich entsteht der österreichischen Musikindustrie dadurch ein Schaden von 15 Mio. Euro. "Sieben von Zehn wissen, dass Filesharing illegal ist - trotzdem denken viele offenbar erst dann über die Risiken einer Gesetzesverletzung nach, wenn die ersten Klagen eingebracht werden", sagt Franz Medwenitsch, Geschäftsführer vom Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria).

In Zivilrechtsverfahren drohen - verbunden mit der Löschung aller illegalen Musikfiles - Schadenersatzansprüche zwischen 3.000 und 10.000 Euro. Es habe bei Zivilrechtsklagen außerhalb Österreichs schon bis zu 30.000 Euro Schadenersatz pro Fall gegeben, erzählt Medwenitsch. In schwerwiegenden Fällen werden auch strafrechtliche Verfahren eingeleitet. Von manchen Personen sollen über 2.500 Musiktitel illegal aus dem Internet heruntergeladen worden sein. Zielgruppe der "Aktion scharf" sind vor allem erwachsene berufstätige Menschen, die hoffen nicht erwischt zu werden. Jugendliche und gelegentliche Downloader stehen nicht im Mittelpunkt der Aktion.

Diese harten Sanktionen bleiben aber keineswegs ein österreichischer Alleingang. So werden jetzt auch in England und Frankreich nach zahlreichen Warnungen die ersten Klagen eingebracht. Deutschland, Italien und Dänemark setzen ihre bereits begonnenen rechtlichen Maßnahmen fort. Untersuchungen zeigen, dass die realistische Gefahr, erwischt und geklagt zu werden, wirkt. "Die rechtlichen Schritte beginnen schon bei den Tauschbörsen ihre Auswirkungen zu zeigen", meinte Medwenitsch. Die Peer-to-Peer Plattform KaZaA verzeichnet seit Jänner 2004 einen User-Rückgang von 20 Prozent.

Auf die Spur kommt man den Raubkopieren über die IP-Adresse, die einen Computer im Internet eindeutig identifiziert. Denn jeder, der illegal Musikfiles oder andere Daten im Internet austauscht, hinterlässt Spuren. Provider seien gesetzlich verpflichtet, die Adressen herausgeben. Verschleierung sei möglich, aber mit großem Aufwand verbunden, so Medwenitsch. Legale Downloads wie der Aon Musicdownload, die chello musiczone oder mycokemusic haben in Österreich mittlerweile schon 50.000 registrierte User. Noch im Oktober 2004 soll Apple´s iTunes online gehen.

Quelle: pte


 

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