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Musik-Download : Probleme mit der Technik ?

Herunterladen von Internet-Musik mit Hindernissen

16.11.2006

Wer sich Musik aus dem Web herunterlädt, scheitert oft schon an der Technik, braucht jedenfalls viel Zeit und Geduld. Das zeigt ein Arbeiterkammer-Test bei neun Musikportal-Anbietern. Für User gibt es sehr viele Hürden: zuerst zahlen, aber nichts hören, wenn Dateiformate von Anbietern, am PC und/oder Abspielgerät nicht zusammenpassen, aufwändige Registrierungen, lange, verwirrende Geschäftsbedingungen. "Es ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, was man für den Preis bekommt", schlussfolgert AK Konsumentenschützer Harald Glatz.

In Österreich wurden im Vorjahr laut dem Verband der österreichischen Musikwirtschaft mehr als vier Millionen Lieder legal auf PCs oder Handys geladen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat im Auftrag der AK Musikdownloads bei neun Anbietern untersucht: iTunes, Aon, One4music, Al-lofmp3, Emusic, Msn/Music, Dm Drogeriemarkt, Medion, Finetunes.

"Die Anbieter sind kaum zu vergleichen, da sie sowohl vom Angebot als auch von derBedienung sehr unterschiedlich sind", sagt Glatz. Beim Download gibt es viele Hindernisse: Wer downloaden will, muss sich erst umfangreich auf der Homepage registrieren, außer bei Medion und Finetunes. Es gibt zahlreiche Abkürzungen, etwa DRM für Digital Rights Management oder WMA für Windows Media Audio. Die Dateiformate vom Anbieter passen oft nicht mit der PC-Softwareund/oder dem Abspielgerätzusammen. Wer z.B. vom Anbieter Msn runterlädt, braucht Microsoft, sonst funktioniert die Homepage gar nicht. Funktioniert das Runterladen, kann es dann passieren, dass sich das Lied etwa am iPod nicht abspielen lässt wie bei Aon, One4music, Msn/Music, Medion. Am MP3-Player hört man keine Musik vom Anbieter iTunes.

Ärgerlich ist auch, dass einige deutsche Anbieter, nachdem man mühsam die Lieder zusammengesucht hat und bezahlen will, kurz vor Ende des Kaufvorganges offenbaren, dass nach Österreich nicht verkauft wird. "Und das, obwohl im Internet grenzüberschreitende Geschäfte üblich sind", betont Glatz.

"Im Vergleich zu CDs muss sich der Webnutzer zunächst mit überlangen, komplizierten Nutzungsbedingungen herumschlagen", erklärt Glatz. Die Geschäftsbedingungen sind je nach Anbieter sehr unterschiedlich: So können etwa bei Allofmp3 die Titel beliebig oft gebrannt und überspielt werden, bei Aon hingegen nur fünf bis 25-mal gebrannt und fünf- bis zehnmal überspielt werden. "Was er tun kann oder lassen soll, sieht der User nicht auf den ersten Blick, sondern muss er erst mühsam in den Geschäftsbedingungen nachlesen", sagt Glatz, "die lang, unklar und kompliziert sind." Anbieter wie Allofmp3, Medion, iTunes, One4Music schließen Gewährleistung für User weitreichend aus. Wer runterlädt und zahlt, aber das Lied nicht abspielen kann, hat oft Pech. Bloß One4Music, Medion, Msn und Aon habenkostenlose Re-Downloads, wenn der erste Versuch gescheitert ist.

Die Preise pro Titel variieren von 0,95 (One4music) bis 1,29 Euro (Msn/Music, Aon). Die Albumpreise bewegen sich von 7,95 (One4music) bis 12,99 Euro (Aon).

Quelle: AK Wien

 

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