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Medien berichten zu wenig über neue Technologien

IT, Telekommunikation und Elektronik überfordern viele Menschen

17.05.2006

Die Entwicklungsgeschwindigkeit neuer Technologien überfordert viele österreichische Nutzer, die sich von Medien daher mehr Informationen über Nutzen, Anwendung und Funktionen erwarten. Wie eine Studie der Marktforscher von Marketagent und der PR-Agentur Ecker & Partner ergeben hat, wünschen sich fast die Hälfte der 1.000 online befragten Österreicher zu diesem Thema mehr Berichterstattung in den Medien. Bei der Umfrage ergab sich ein ambivalentes Bild der User, die Technologieentwicklung einerseits gutheißen, andrerseits überfordert sind.

Acht von zehn Befragten geben an, zumindest teilweise überfordert zu sein, gleichzeitig wird das rasche Voranschreiten der Technologie von 72 Prozent positiv bewertet. Der Nutzen und die Funktionen von Geräten aus dem IT-, Telekom- und Haushaltselektronikbereich sind nach den Ergebnissen der Studien für den Anwender nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich bzw. bekannt. Hier sieht Axel Zuschmann von der Agentur Ecker & Partner, für die Hersteller, Medien und im Handel noch Handlungsbedarf. "Wenn nicht alle Funktionen eines Gerätes genutzt werden, dann ist das ein Herausforderung für die Kommunikation", so Zuschmann. 49 Prozent der Studienteilnehmer wünschen sich aber vor allem verständlichere Bedienungsanleitungen.

41,3 Prozent sagten, dass neue Technologien von Fachmagazinen sehr gut dargestellt werden. Das Internet folgt mit 27 Prozent. Schlusslichter sind Zeitungen und Zeitschriften mit elf Prozent und Fernsehsendungen mit sieben Prozent. Für ein Viertel der Befragten ist der Nutzen neuer Technologien bei der Bewerbung selten bis nie ersichtlich, für 44 Prozent ist er meistens ersichtlich. Bei der aktiven Nutzung der verschiedenen Funktionen schneiden TV-Geräte mit 69 Prozent am besten ab. Hingegen werden im Bereich Software 46 Prozent, bei Digitalfotografie nur 44 Prozent der Funktionen genutzt. Als Hauptgrund für die Nichtnutzung gaben 58 Prozent an: "Man braucht nicht mehr Funktionen". 34 Prozent sind die Funktionen unbekannt und für 24 Prozent ist die Bedienung zu kompliziert.

Die Studienergebnisse machen ein Alters- und Geschlechtsgefälle sichtbar. "Die Überforderung durch den technologischen Fortschritt steigt mit zunehmendem Alter", so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent. Gleichzeitig ist der Informiertheitsgrad bei neuen Technologien unter den Frauen geringer als bei Männern. "44 Prozent der befragten Frauen antworteten auf die Frage, ob sie am neuesten Stand seien, mit einem Nein. Eine klare negative Antwort gaben hingegen nur 25 Prozent der Männer", so Zuschmann.

Quelle: pta

 

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