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Neue Obergrenze für Internet-Kosten im EU-Ausland

Warnung vor hohen Rechnungen in Nicht-EU-Ländern


29.06.2010

Letzte Woche haben wir über aktuelle Handy-Kosten im Ausland berichtet, nun wollen wir uns ansehen, wie sich der Versand von Urlaubsfotos oder das Abrufen von E-Mails am Urlaubsort auf die Brieftasche auswirkt. "Vorsicht, Sie können Ihr blaues Wunder bei der Internet-Rechnung erleben, vor allem wenn sie in einem Nicht-EU-Land waren", warnt diesbezüglich AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer. Im schlimmsten Fall können die Preise bis zu 207-mal höher sein als in Österreich.

Wer im Ausland mit der USB-Karte oder einer Datenkarte im Internet surft oder E-Mails abruft, muss mit sehr hohen Kosten rechnen. Roaming-Gebühren von bis zu 20,80 Euro pro Megabyte Datenverkehr lassen die Handy-Rechnung in ungeahnte Höhen schnellen. Das zeigt ein AK Test bei A1/Bob, T-Mobile, Orange, Drei, Tele.Ring durchgeführt im Juni für die Urlaubsländer Italien, Griechenland, Spanien, Kroatien und die Türkei.

Zum Vergleich: Im Inland zahlen Kunden fürs Surfen und Mailen zehn bis 25 Cent pro Megabyte, wenn sie ihre Datenpauschale überschritten haben. Im Ausland kostet Surfen oder Mailen durchschnittlich 6,94 Euro pro Megabyte. "Im Extremfall können für das Megabyte im Ausland sogar bis zu 20,8 Euro verrechnet werden", betont Zimmer.

Seit 1. Juli 2009 gibt es Höchstgrenzen für das Datenroaming innerhalb der EU. Limit ist ein Euro pro Megabyte. Das gilt aber nur für die Anbieter untereinander, also was ein Netzanbieter einem anderen verrechnen darf. "Bei den Preisen für Konsumenten fehlen noch Preisgrenzen", bedauert Zimmer.

Aber: Seit 1. März gibt es immerhin mehr Schutz für KonsumentInnen innerhalb der EU, damit die Rechnungen im EU-Ausland nicht zu hoch werden: eine monatliche Kostenobergrenze von rund 60 Euro (inklusive Umsatzsteuer). Die Betreiber können weitere Obergrenzen mit anderen (höheren oder niedrigeren) Beträgen anbieten. Wer sich bis 1. Juli nicht ausdrücklich für eine Grenze entschieden hat, für den gilt die 60-Euro-Grenze. Bei B-Free (A1), T-Mobile, Tele.Ring, Drei und Orange kommt ausschließlich das 60-Euro-Limit zum Einsatz. A1 (bei A1 Bob, Red Bull Mobile) bietet über dieses Standardlimit hinaus noch zusätzliche Höchstbeträge an (120, 300 und 600 Euro). "Leider gibt es diesen Schutz innerhalb Österreichs nicht", sagt Zimmer.

Knapp vor Erreichen des vereinbarten Höchstbetrages muss der Anbieter seinen Kunden warnen (SMS, E-Mail). Bei Erreichen des Höchstbetrags wird der Kunde benachrichtigt, wie er den Datenroamingdienst weiter nutzen kann und welche Kosten dafür anfallen. Meldet sich der Nutzer nicht, muss der Anbieter den Dienst sofort einstellen.

Die aktuelle Erhebung der AK finden Sie im Internet unter www.arbeiterkammer.at.

 

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