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Internet am Handy: Was die Werbung verspricht und wie schnell es wirklich ist

Je höher die beworbene Bandbreite, umso seltener wird sie in der Praxis erreicht.


29.03.2018

Bildquelle: Pixabay.com / Geralt
Superschnelles mobiles Internet übers Smartphone - hält in der Praxis, was von den Anbietern versprochen wird? Werbesprüche und tatsächlich verfügbare Bandbreite klaffen vor allem bei den Maximalwerten von 100 Mbit/s aufwärts oft auseinander. Das zeigt ein aktueller Test der Arbeiterkammer (AK).

Handy-Anbieter werben mit maximalen Bandbreiten bis zu 150 Mbit/s oder sogar 300 Mbit/s. Der mobile Internetzugang ist für Handy-Nutzer aber nicht exklusiv - sie teilen sich ihn mit anderen. Vor allem in Ballungsräumen kann es in der Funkzelle eng werden und die Verbindung lahm. Surfen ist mit zwei Mbit/s locker möglich, Filmgenuss braucht schnellere Verbindungen. Der AK Test zeigt:

- Bei acht getesteten Wertkarten lag die tatsächlich erzielte Bandbreite bei 12 bis 148 Prozent der beworbenen maximalen Bandbreite. Bei einem Tarif mit bis zu 21 Mbit/s Geschwindigkeit wurden etwa durchschnittlich 31 Mbit/s gemessen (fast 50 Prozent mehr), bei einem anderen durchschnittlich nur zwölf Prozent des beworbenen Maximalwertes von 150 Mbits/s.

- Je höher die beworbene Bandbreite, umso seltener decken sich Theorie und Praxis. Als Faustregel gilt: Beworbene maximale Bandbreiten sind Werte unter Idealbedingungen. Anders gesagt: Sie sind eher selten erreichbar. Je niedriger das beworbene Maximaltempo, desto wahrscheinlicher erreicht man dieses auch. 50 Mbit-Maximalraten wurden im AK Test (an einem guten Wiener Standort) noch relativ regelmäßig gemessen, "bis zu" 100 oder 150 Mbit/s Werbeversprechen nur selten (bei sechs von 88 Messungen). Die drei Test-Wertkarten, die bis zu 100 Mbit/s oder 150 Mbit/s erreichen sollten, erreichten tatsächlich durchschnittlich zwölf, 29 oder 70 Prozent des beworbenen Maximalwertes.

- Bei Engpässen entscheiden die Anbieter, wie sie die Bandbreiten auf ihre Nutzer verteilen. Bei A1, T-Mobile und Drei erhalten mobile Kunden gegenüber jenen mit Stand-PC bei Netzauslastung doppelt so viel Bandbreite. Innerhalb der beiden Nutzungsklassen werden die Bandbreiten bei Drei-Kunden proportional reduziert. T-Mobile reduziert bei Kunden mit den größeren maximalen Bandbreiten zuerst.

AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer rät: "Messen Sie vor Vertragsabschluss oder bei unbefriedigenden Übertragungsraten selbst nach." Zum Beispiel mit dem RTR-Netztest unter https://www.netztest.at/de/

Quelle: AK Wien

 

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