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Neue Betrugsmaschen im Internet

Vorsicht und das Kennen der Gefahren sind der beste Schutz.


02.11.2016

Kriminelle im Internet werden immer professioneller. Mit der Verbreitung des Smartphones bzw. des Tablets wird für die Gauner auch der Angriff auf mobile Endgeräte lukrativ. Nachfolgend ein Überblick über neue Betrugsmaschen, mit denen Internet-Anwender konfrontiert sind.

Internet-Kriminelle sind stets auf der Suche nach Daten. Im Visier der Kriminellen steht dabei der Zugriff, die missbräuchliche Verwendung sowie daran anschließend der Verkauf von persönlichen Daten. Dies erfolgt oft über folgende Wege:
- Aufforderung zur Installation einer Sicherheitssoftware
- Aufforderung zur Eingabe der Mobilnummer
- Aufforderung zur Bekanntgabe von Zugangsdaten
- Aufforderung, einen Datenanhang zu öffnen

Oft wird Schadsoftware als Zahlungsaufforderung getarnt verschickt. Gemeinsam ist diesen Schreiben zumeist, dass:
- die (vermeintlichen) Absender bekannte Unternehmen oder Inkasso-bzw. Anwaltsbüros sind
- sich im Anhang eine Rechnung, Lieferung oder Mahnung befindet
- die Anrede meist personalisiert ist
- eine direkte Zahlungsaufforderung enthalten ist
Die Gefahr hierbei ist doppelt:
- im Attachment oder im Link in der Mail steckt eine Schadsoftware
- der Adressat überweist Geld, weil er glaubt, eine fällige Rechnung zu begleichen
In beiden Fällen kann der Schaden für den Internet-User groß sein. Daher vorher genau überprüfen,
- wer die Rechnung schickt
- ob eine offene Rechnung bestehen kann
- ob es sich um den sonst üblichen Weg handelt

Mithilfe eingeschleuster Ransomware gelingt es Kriminellen, den PC, das Smartphone oder den Zugang zu Cloud-Speichersystemen zu sperren. Es ist dann nicht mehr möglich, auf die eigenen Daten zuzugreifen. Gegen die Zahlung von Lösegeld sollen sie wieder freigegeben werden. Hier hilft nur rechtzeitige Vorsorge durch aktuelle Backups. Denn in den meisten Fällen lassen sich die Daten nicht wiedererlangen. Selbst bei Bezahlen der finanziellen Forderungen werden die Dateien meist nicht freigegeben.
Einen Schritt weiter gehen Kriminelle, die nicht nur den Zugriff auf die Daten verwehren, sondern diese auch auswerten - und dann mit der Veröffentlichung von Privatem, wie zum Beispiel Fotos, drohen.

Eine neue Betrugsvariante ist die scheinbare Aufforderung der Bank, ein neues Sicherheitszertifikat zu installieren. Dahinter verbirgt sich allerdings ein Trojaner, der alle relevanten Bankdaten weiterleitet. Daher immer bedenken: Sicherheitszertifikate müssen nicht installiert werden.

Immer noch aktuell ist Phishing. Hierbei wird versucht, den Usern persönliche Zugangsdaten herauszulocken - meist das
Online-Banking betreffend. Dazu wird die Optik der Originalseiten nachgebaut und den Kunden vorgegaukelt, sie müssten aus einem bestimmten Grund jetzt und hier ihre Daten eingeben. So ermöglichen sie den Kriminellen den Zugang auf ihr Konto. Zwar trauen sich laut einer Umfrage der ING-DiBa knapp 48% der Österreicherinnen und Österreicher zu, ein Phishing-Mail zu erkennen, aber rund 38% sind sich nicht so sicher. Fast 14% haben den Ausdruck noch gar nicht gehört. Die Anzahl dieser Unwissenden ist mit 29% in der Gruppe der
18 bis 24-Jährigen am höchsten. Am wenigsten Ahnungslose gibt es mit 8% in der Gruppe 55 plus.

Immer neue Ideen gibt es bei den sogenannten Abzockeseiten. Damit man nicht in diese Falle tappt, stets folgende Fragen stellen:
- Warum sollte ich bei einem Gewinnspiel gewonnen haben, ohne je teilgenommen zu haben?
- Warum ist das Angebot nicht näher beschrieben?
- Wo verbergen sich die Informationen über Kosten?
- Wieso müssen persönliche Daten eingegeben werden?
Zur Sicherheit stets die Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf versteckte Kosten oder einzuhaltende Bedingungen überprüfen.

Was mit Datenspionage online funktioniert, wird mit ähnlichen Maschen auch in der "realen" Welt immer wieder probiert. Dabei spionieren die Täter ihre Opfer und deren Umfeld aus. Mit diesem Wissen versuchen sie dann die Betroffenen zu manipulieren, sodass diese bereit sind, ihnen Informationen, Daten oder Geld auszuhändigen. Oft funktioniert dieser Trick über Telefon oder auch ganz herkömmlich über Briefe.

Infos über aktuelle Betrugsmaschen findet man stets unter www.watchlist-internet.at.

Quelle: ING-DiBa

 

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