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Leitfaden: Was man gegen Hasspostings tun kann

Infos und Tipps zur Zivilcourage im Internet


14.11.2016

Die Verbreitung von Hassbotschaften im Internet nimmt stetig zu. Gleichzeitig wollen immer mehr Internet-Nutzer dagegen aktiv werden. Deshalb hat die EU-Initiative Saferinternet.at jetzt einen umfassenden Leitfaden zum Thema veröffentlicht.

Der Leitfaden "Aktiv gegen Hasspostings" bietet Internet-Nutzern detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie und wo sie hasserfüllte Beiträge in Sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram, YouTube, Twitter und Ask.fm) sowie auf Websites melden können. Darüber hinaus werden alle relevanten Meldestellen in Österreich mit ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen angeführt. Weiters gibt der Leitfaden einen Überblick zur rechtlichen Situation in Österreich, klärt auf, wann ein Posting eine strafbare Handlung darstellt und beschreibt, wie eine Anzeige erstattet werden kann. Wer weitere Informationen oder Beratung sucht, wird in einem eigenen Kapitel über die wichtigsten Beratungsstellen und Schulungsangebote in Österreich informiert. Eine Übersicht über weiterführende Literatur und Materialien ergänzt den Leitfaden.

Ein wesentlicher Bestandteil des Leitfadens sind konkrete Empfehlungen zur Gegenrede. Die Gegenrede, oder auch "Counter Speech" genannt, bezeichnet Texte, Bilder oder Videos, die geschaffen werden, um verschiedenen Formen von Hassreden im Internet entgegenzutreten. Es geht etwa darum Hassbotschaften mit stichhaltigen Argumenten sachlich zu widerlegen. Solche Argumente dienen vor allem auch dazu, stille Mitlesende zum Nachdenken zu bewegen. Im Leitfaden werden dazu verschiedene Strategien vorgestellt.

5 Tipps um gegen Hasspostings aktiv zu werden:

- Beiträge melden: Informieren Sie die Betreiber einer Website und fordern Sie diese zur Löschung auf. In Sozialen Netzwerken gibt es dafür meist einen eigenen Melde-Button.

- Hater sperren: In den meisten Sozialen Netzwerken besteht die Möglichkeit, andere Nutzer zu blockieren.

- Hassrede aufzeigen: Bleiben Sie sachlich und benennen Sie die Hassrede in einem eigenen Posting.

- Dagegen argumentieren: Gegenrede kann vor allem dabei helfen, stille Mitlesende zu erreichen. Damit überlassen Sie den Hassrednern nicht alleine das Feld.

- Anzeige aufgeben: Sind die Inhalte eines Hasspostings strafrechtlich relevant, können Sie diese bei jeder Polizeistelle zur Anzeige bringen.

Eine detaillierte Ausführung sowie weitere Strategien und Tipps stehen im kostenlosen Leitfaden zum Download unter www.saferinternet.at/leitfaden bereit.

Quelle: ÖIAT, ots

 

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